Juli 2015

Bones war heute zur Augenuntersuchung und ist weiterhin frei von allen Erblichen Augenkrankheiten…

… ‚mal sehen was das Jahr noch bringt 🙂

 

Es gibt ein paar aktuelle Fotos von dein Dreien. Mehr unter Galerie

Und es gibt nun eine aktuelle Linkliste auf unserer Seite Links

SchÀufele Cup 2015 (Fortgeschrittene)

Am Samstag waren wir in der BZG-Franken zum Training-Workingtest „SchĂ€ufele Cup“. Der SchĂ€ufele-Cup findet im selben GelĂ€nde wie der Workingtest „Stormy Weather“ statt und ich hab schon sooooo viel von dem tollen GelĂ€nde gehört, dass ich unbedingt dort auch ‚mal starten wollte. Aber bevor wir uns zu „Stormy-Weather“ anmelden gibt es erstmal einen Probelauf 🙂

Um 4 Uhr aufstehen, 2,5 Stunden Hinfahrt… Maaaaaan war ich k.o. aber es hat sich gelohnt, trotz einer Null (die zuerst gar keine war…)

Aufgabe 1 –  Barabara Reppermund (0 Punkte):

002

Man startet auf einem Weg, linker Hand ein Weiher. Nachdem man ein paar Meter gelaufen ist, dreht man sich auf Anweisung nach links mit Blick in Richtung Weiher und am gegenĂŒberliegenden Ufer steht ein SchĂŒtze. Es fĂ€llt ein Schuss und ein Dummy ins Wasser. Im Anschluss geht man noch ein paar Meter weiter und dreht sich wieder in Richtung See. Nach der Freigabe wird die Wassermarkierung gearbeitet. Wenn der Hund wieder zurĂŒck ist, fĂ€llt am gegenĂŒberliegendem Ufer ein Schuss und ein Blind ist zu holen.

001

Blade hatte beim ersten Durchgang seine eigene Vorstellung vom Fußgehen und blieb immer ein StĂŒck hinter mir um den Überblick zu bewahren. Ich könnte auch die Ausrede nehmen, dass er sich mit dem NachhĂ€ngen „selbst diszipliniert“ aber neiiiin: Fußgehen in solchen Situation ist immer noch unser Knackpunkt. Die Aufgabe an sich hat er einwandfrei gearbeitet, die Markierung auf den Punkt und das Blind auch ohne Probleme, aaaaaber er hat sich wieder geschĂŒttelt. (Beim ersten Dummy UND beim zweiten Dummy) nahm es allerdings beide Male wieder von alleine auf. Dort hatten wir beim ersten Mal noch 5 „Gnadenpunkte“ bekommen. Die Aufgabe wurde ganz zum Schluss fĂŒr uns zwei F-Starter wiederholt, da die Helfer im ersten Durchgang etwas hinderlich standen und die Richterin wollte uns nochmal die Chance geben.

Blade war nach 6 Stunden und 4 fein gearbeiteten Aufgaben eigentlich total durch und so kam es wie es kommen musste: Er machte Blödsinn bei der Abgabe. (Spuckte das Dummy aus um sich zu schĂŒtteln, trank erstmal genĂŒsslich TĂŒmpelwasser und brachte dann iiiiiirgendwann das Dummy). Zwar war es eine nette „Stinkefinger“ Aktion, aber shit happens. Wir werden jetzt einige Runden am See verbringen und unseren „Anti-SchĂŒtteln-Fresh-Up“ durchziehen 🙂 Immerhin eine postive Sache gab es zum Abschluss, das Fußgehen war deutlich besser als am Morgen beim ersten Durchgang!

 

Aufgabe 2 – Wolfgang Köhler (16 Punkte)

Man steht im Wald auf einem kleinen Plateau. Vor einem auf 12 Uhr stehen zwei SchĂŒtzen (bin mir nicht mehr sicher ob zwei oder ein SchĂŒtze) und rechts von uns steht ein SchĂŒtze.
Zuerst fĂ€llt eine Markierung mit Schuss im hohen Bogen vom mittleren SchĂŒtzen nach links ins Tal, in einen sumpfigen GrĂŒnstreifen, danach fĂ€llt geradeaus eine weitere Markierung. Hund wird zuerst auf die linke Markierung geschickt, wenn der Hund wieder da ist, schießt der rechte SchĂŒtze und wirft eine Markierung in einen GrĂŒnstreifen, diese ist sofort zu holen. Als letztes soll die mittlere Markierung gearbeitet werden.

003

Blade hatte die erste Markierung erstaunlich gut markiert, auch wenn ich dachte, dass er ĂŒberhaupt keinen Plan hat. Er lief aber in die exakte Richtung und arbeitete sich im Tal zĂŒgig in den Wind. Nachdem er aufgenommen hat, verhoffte er kurz und ich gab zur Sicherheit den Hier-Pfiff. Wie sich spĂ€ter herausstellte war da unten „MĂ€dchenpipi“ – guter Bub *toitoitoi* hoffentlich eine Baustelle weniger… 😛

Die zweite Markierung hatte er super markiert und auf die letzte habe ich ihn „auf gut GlĂŒck“ geschickt, da ich die Fallstelle ĂŒberhaupt nicht mehr auf dem Schirm hatte, aber Blade dafĂŒr und er holte somit auch das letzte Dummy sauber rein.

 

Aufgabe 3 – Daniel Reichel (17 Punkte)

Man steht im Wald auf einem Plateau, vor uns geht es Hang abwĂ€rts und im Tal ist ein kleiner Bachlauf. Dahinter steht ein SchĂŒtze, welcher schießt und eine Markierung auf eine GrĂŒnflĂ€che wirft. Nach Freigabe darf diese gearbeitet werden. Wenn der Hund wieder da ist fĂ€llt ein weiterer Schuss und ein Blind, welches an der Baumwurzel liegt wird im Anschluss gearbeitet.

004

Die Markierung hatte Blade gut gearbeitet und kam auch zĂŒgig zurĂŒck, auf das Blind lies er sich sauber schicken und hielt nahezu die Line (was mich in dem schwierigen GelĂ€nde richtig gefreut hat) an der Wurzel musste ich zwei Mal hĂ€ndeln um ihn in den Fallbreich zu bekommen, ansonsten hatte ICH mal nichts zu motzen 🙂
Aufgabe 4 – Karsten Lemke (20 Punkte)
Man steht auf einer schmalen Wiese, vielleicht in etwa 10 Meter breit und 60-70 Meter lang. Auf halber Höhe steht ein SchĂŒtze und am Ende der Wiese ein Weiterer.
Der Hund soll vom Startpunkt aus den Wiesenstreifen bis zum Ende durchstöbern und in der FlĂ€che bleiben. WĂ€hrend der Hund buschiert, fĂ€llt beim ersten SchĂŒtzen ein Schuss (wenn der Hund auf seiner Höhe ist). Der Hund soll weiter buschieren bis zum zweiten SchĂŒtzen. Dort angekommen fĂ€llt wieder ein Schuss. Im Anschluss soll der Hund auf Höhe des zweiten SchĂŒtzen nach links (außer Sicht) geschickt werden, dort soll er ein Dummy finden. Wenn der Hund wieder da ist, soll er auf Höhe des ersten SchĂŒtzen geschickt werden und nach rechts in eine kleine FreiflĂ€che geschickt werden (auch außer Sicht) dort liegt ein weiteres Dummy.
005
Diese Aufgabe war der OberknĂŒller! WĂ€hrend der Richter uns erklĂ€rte, was wir zu tun haben, sah man ĂŒber meinem Kopf wahrscheinlich dutzende Fragezeichen aufleuchten und ich bekam nur knappe „Aha… Okay… Aha…“ laute heraus. Karsten Lemke fragte zwischendurch ob alles ok ist 🙂 und ich dachte mir nur „Wie zum Teufel machen wir das???“
Ich schickte Blade einfach erstmal mit „Such, such“ zum buschieren. WĂ€hrend er also am losstĂŒrmen war, ratterte es in meinem Hirnkasten und ich stoppte ich ihn erstmal um meinen Hirnsalat zu ordnen… „Was nun Frau Peter???“ dachte ich nach und es kam die Erleuchtung: Ich gab den Suchenpfiff und um ihn weiter nach hinten zu bekommen stoppte ich ihn und schickte ihn weiter voran und so immer weiter bis er ganz hinten war (der erste Schuss interessierte ihn nur kurz, denn er lies sich sofort wieder auf meinen Suchpfiff ein, nahm die Nase runter und schaltete den Propeller wieder ein) so ackerten wir uns bis nach hinten und am zweiten SchĂŒtzen bog er nach dem Schuss dann auch selbststĂ€ndig ins Eck und fand das Dummy.
Auf das zweite Dummy habe ich ihn eingewiesen und auf Höhe des ersten SchĂŒtzen gestoppt und ihn dann nach rechts geschickt. Alles paletti und ich war am grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Blade hat das sowas von genial gearbeitet, stoppte auf jeden Pfiff und nahm jeden Suchenpfiff umgehend an. Es war wirklich ein Traum und ich bin soooo stolz auf den Bub! Auch vom Richter gab es ein riesen Lob und die Bemerkung „Ihr wart wirklich das beste Team heute – so sollte das aussehen“
Aufgabe 5 – Thomas Leybold (20 Punkte)
Zwei beschossene Blinds. Zuerst wird das rechte Blind beschossen, danach das Linke und in dieser Reihenfolge sollen sie gearbeitet werden. Zuerst rechts, dann links.
006
Blade raus – Blade rein – Blade raus – Blade rein 😀 So lief unsere Aufgabe!!! Er hat die Blinds sauber gearbeitet auch wieder die Line erstaunlich schön gehalten, obwohl das GelĂ€nde ziemlich knackig war. Beim ersten ZurĂŒckkommen wurde ich etwas hibbelig, weil er nicht bei kam, aber der Richter sagte zu mir nur als die Aufgabe herum war: „Was hast Du denn? Geh doch einfach mal gucken, was da ist“ und ja vor uns tat sich ein Steilhang auf, den Blade auf dem RĂŒckweg unbedingt noch erklimmen musste.
FAZIT:
FUSSGEHEN!!! Immer noch und nöcher. In Stresssituationen hĂ€ngt er immer nach, jetzt mĂŒssen wir einen Plan austĂŒfteln und den Fehler von der Festplatte löschen.
Und last but not least WASSER! Es ist nicht so, dass das letztes Jahr um diese Zeit (zur Dummy A) absolut einwandfrei war. Da hat sich was eingeschlichen und zum GlĂŒck steht uns der Sommer noch bevor, somit kann sich eine Wassersession nach der anderen aneinanderreihen 🙂
Ansonsten hat er wirklich toll gearbeitet in diesem anspruchsvollen GelĂ€nde und die Aufgabe bei Karsten geht in unsere Best-Of-Liste… Schee war’s!
,

Von nicht gehörten Weckern, Ehekrisen und braven Maiböcken…

Der Mai hat Einzug gehalten, vor allem in den Jagdrevieren.

Auch wir haben beim obligatorischen 1.Mai Ansitz im Revier zugesagt. Daniel und ich sind wahrlich keine BockjĂ€ger, allerdings gehört es bei uns im Revier zum alljĂ€hrlichen Brauch und somit hatten auch wir vor, uns zum 1. Mai fĂŒr ein, zwei StĂŒndchen rauszusetzen.

Ich musste den Abend zuvor arbeiten und kam gegen 23 Uhr nachhause. Bis alles gepackt war, war es bereits halb eins und Daniel kam um halb zwei vom Sauenansitz nach Hause.

Der Wecker war gestellt. Um vier Uhr wollten wir raus um gegen halb fĂŒnf zu sitzen. Wie das so ist, stellte ich den Wecker immer fĂŒnf Minuten weiter, um noch kurz weiter zu dösen 😛 und ehe wir uns versahen, war es 5 Uhr und die DĂ€mmerung brach an…

Große Aufgregung, heiße Diskussionen, die Hunde in heller Aufregung. Wir machten uns in windeseile fertig und saßen um 5.30 Uhr im Auto, natĂŒrlich nicht ohne dass ich meinen Senf dazu geben konnte und so zeterte ich ein wenig vor mich hin und stellte fest: „hĂ€tten wir doch bloß einfach weitergeschlafen!!!“ den als wir im Revier ankamen, standen bereits 4 StĂŒck Rehwild auf einem großen Acker. Kurze RĂŒcksprache, wer wohin geht und ich ließ Daniel – so unauffĂ€llig es ging – aussteigen, damit er zu seinem Sitz kann. Die Zeit war knapp, er musste sich arrangieren und ĂŒber den Acker pirschen, um an seinen Sitz zu kommen. 

Ich fuhr ein gutes StĂŒck weiter und lies das Auto in einer Feldholzinsel stehen, um in Windeseile meinen Hochsitz zu beziehen. Als ich aufgebaumt war, schreckte das Rehwild im Wald. War ich doch zu laut???

Ich „richtete“ mich ein und glaste die Felder vor mir ab. Alles ruhig. Ein kurzer Blick auf die Uhr 5.50Uhr. In der Ferne hörte man den ein oder anderen Schuss erklingen und ich musste unwillkĂŒrlich lachen… 1. Mai und alle spielen verrĂŒckt. 

In Gedanken ĂŒberlegte ich mir bereits wo wir uns die nĂ€chsten NĂ€chte ansetzen, denn der Vollmond kommt und nach Schweinchen halten wir nunmal lieber Ausschau.

Als mich plötzlich ein lauter Schussknall aus meinen Gedanken riss! Kurzer Uhrencheck 5.56Uhr. Schuss aus Daniels Richtung. Whatsapp mit drei „???“ ging von mir raus und wenige Augenblicke spĂ€ter kam die Nachricht von Daniel zurĂŒck „Bock tot!“

Ich wartete noch kurz und glaste den Waldrand ab. Da wir nur etwa 500m Luftlinie auseinander saßen, war auch mein Ansitz damit beendet. Um 6.10 Uhr baumte ich ab und fuhr zu Daniel, schließlich waren wir nur mit einem Auto da und das StĂŒck muss geborgen werden. Er wartete bereits am Acker auf mich und erzĂ€hlte mir, dass er gerade um die Ecke gepirscht kam, als er den Bock im Acker stehen sah, er nahm kurzerhand das Glas hoch und bestĂ€tige den Bock, welchen er bereits einige Male, bei den unzĂ€hligen Ansitzen auf Sauen, gesehen hatte.

Nun blieb ihm nichts anderes ĂŒbrig, als unauffĂ€llig zu seiner Leiter zu kommen. Also erzĂ€hlte er, wie er einen unauffĂ€lligen SpaziergĂ€nger mimte und sich zĂŒgigen Schrittes zur Leiter begab, ohne ein weiteres Mal nach dem StĂŒck zu sehen. 

Als er aufgebaumt war und der Bock immer noch unbeeindruckt im Acker stand, konnte er ihn sauber erlegen und er verendete sofort, so sieht sauberes Waidwerk aus!!!

Wir haben das StĂŒck gemeinsam geborgen und Bones hat es standesgemĂ€ĂŸ totverbellt, wĂ€hrend wir es zum Auto trugen 🙂

Die Hunde freuten sich ĂŒber die Beute und den etwas verfrĂŒhten Morgenspaziergang mit Frauchen (und sicherheitshalber mit Waffe) wĂ€hrend Herrchen seinen ersten Maibock versorgte!!!
 
WAIDMANNSHEIL!!!
P.S. …. Heute Abend geht’s dann wieder auf Sauen 😉

Erfolgreiche Wochen fĂŒr Bones und Blade!!!

 

 

Der letzte Eintrag ist schon einige Zeit her und in dieser Zeit ist Einiges geschehen!!!

Blade wurde am 1.10. beim Formwert in Rösrath vorgestellt und erhielt ein „vorzĂŒglich“

Gute Grösse, vorzĂŒglicher Typ. Maskuliner Kopf, helle Augen, sehr gut getragener Behang, viel Ausstrahlung. VorzĂŒgliches GebĂ€ude, korrekt in allen Teilen. Raumgreifende Bewegung.
Richter: Hassi Assenmacher-Feyel

 

 


 

 

Am 18.10. ging es dann direkt weiter und so wurde in Ingelheim am Rheim unter Brigitte Weber festgestellt, dass BlĂ€di nun auch ein Wesen hat!!!! Und was fĂŒr eins 🙂

Temperament, Bewegungs- und Spieltrieb:
Der 17 Monate alte RĂŒde ist temperamentvoll, er hat ausgeprĂ€gtes Bewegungsverhalten.

Ausdauer, Unerschrockenheit, HĂ€rte, Aufmerksamkeit:
Er ist unerschrocken, hat große Ausdauer und Aufmerksamkeit.

Beute- und Bringtrieb, SpĂŒr- und Stöbertrieb:
An Beute ist er sehr stark interessiert, er trĂ€gt seine Beute meistens fĂŒr sich.

Unterordnung und Bindung:
Die Beziehung zu seiner Besitzerin ist sehr gut und vertrauensvoll. Er hat sehr gute Unterordnungsbereitschaft.

Sicherheit gegenĂŒber Menschen, Kreisprobe, RĂŒckenlage:
Menschen gegenĂŒber ist er sicher, wĂ€hlt seine Spielpartner aus. Im engen Menschenkreis ordnet er sich unter.

Sicherheit gegenĂŒber optischen und akustischen Reizen:
Die optischen und akustischen Reize des Parcours schaut er sich mit Interesse an.

Schussfestigkeit:
Beim Schuss sicher, sucht ausdauernd.

Bemerkungen:
Ein aktiver RĂŒde mit sehr schöner Beziehung zur FĂŒhrerin.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 


 

 

Nun mein kleines Highlight!

Bones besteht am 08.11.2014 die Dr. Heraeus-GedĂ€chtnisprĂŒfung – eine jagdliche EliteprĂŒfung des DRC – mit der Gesamtnote „sehr gut“!!! Letztes Jahr sind wir schon einmal angetreten und leider durchgefallen. Dieses Jahr haben wir uns nochmal getraut. Wer den ausfĂŒhrlichen Bericht von letztem Jahr sucht, dem wird HIER geholfen 😉

Seine PrÀdikate können sich sehen lassen:

Haarwildschleppe 500m: hervorragend

Doppelmarkierung: hervorragend

Einweisen: gut

Standtreiben mit Verlorensuche: hervorragend

Einweisen ĂŒber Wasser auf eine Schleppspur: gut

Verlorensuche im deckungsreichen GewÀsser: gut

Marking auf dem Wasser: hervorragend

 

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 


 

Und der krönende Abschluss war gestern, am 16.11.2014 auch eine „Wiederholungstat“ 🙂

Unser Young“star“ Blade alias BlĂ€di besteht die BLP des DRC in Montabaur mit 356/370 Punkten!!!!!

Ende Septmeber wagten wir bereits einen Versuch und damals war das nötige QuĂ€tnchen SuchenglĂŒck leider nicht auf unserer Seite. DafĂŒr hatten wir nun umso mehr GlĂŒck und Blade besteht die BLP als jĂŒngster Hund (mit 18 Monaten) und dem zweiten Platz. Ich bin sehr stolz auf den Kerl, denn er hat beweisen, dass er trotz seines jungen Alters, einen langen und anspruchsvollen PrĂŒfungstag gut wegsteckt und von Anfang bis Ende mit voller Konzentration arbeitet.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

So kann die PrĂŒfungssaison Enden 🙂 nun werden wir uns ein paar Tage ausruhen, unsere nĂ€chsten Ziele ins Auge fassen und dann in Angriff nehmen!!!

 

Am Ewigen Eis 2014…

… oder alle guten Dinge sind 3!!!

Gestern Nachmittag klingelte mein Telefon und ich hatte Angelika Laux am Telefon, die mich fragt wie spontan ich wĂ€re…

Nachdem ich artig zu Meldebeginn gemeldet hatte und mein Geld ĂŒberwiesen hatte, hatten wir diesmal kein LosglĂŒck und waren nur auf der Warteliste zum Workingtest am Ewigen Eis. So verging die Zeit und ich vergaß sogar, dass „da mal was war“, wir fuhren in den Urlaub – 10 Tage Kroatien ohne Hunde – und verteilten die Jungs. Bones ging zu meiner Freundin Ann-Katrin und hatte es ausgesprochen gut. Er hat sie sofort umgarnt :-). Blade durfte bei Uli Einzug halten und durfte den Chessie-Welpen-Bespaßer geben. Auch hierfĂŒr nochmal ganz großes, fettes Dankeschön liebe Uli!!! Das ist nicht selbstverstĂ€ndlich, wenn man gerade 8 Chessie-Gremlins in Woche 7/8 Zuhause hat 🙂 und Dexter durfte mit meinem Schwager unser Haus hĂŒten…

Am Freitag wieder in Deutschland angekommen und Bones und BlĂ€di wieder nach Hause geholt. Ich hatte mich schon auf ein entspanntes Wochenende eingestellt, mit Auto wieder hundetauglich machen, das Haus auf Vordermann bringen und die Urlaubs-Reste beseitigen. Tja bis das Handy klingelte. Ich sagte natĂŒrlich sofort zu!!! Hopp oder top, wat soll’s???

Das letzte Training lag 2 Wochen zurĂŒck und so ein PĂ€uschen wirkt ja bekanntlich wunder… Oder doch nicht???

Als ich heute morgen in Richtung Dornburg fuhr, kam ich allerdings ordentlich ins GrĂŒbeln ob diese Schnappsidee doch nicht vielleicht falsch war, aber Schwanz einziehen gilt mal gar nicht. So kam ich Zeitig um 7.30 in Dornburg an und bekam meine Startnummer 42 von 42… ÄCHZZZZZZ!!!!!!!!!

PĂ€h! Nix da, Augen zu und durch: „die Letzten werden die Ersten sein!!!“

Also sattelte ich die HĂŒhner – in unserem Fall meinen Hahn und marsch ins GelĂ€nde. Himmel war ich uffgeregt! FĂŒr uns ging es bei Station 3 und 6 los. In der Wartezone suchte ich mir ein ruhiges PlĂ€tzchen und lies mich nieder. Schnell wurde klar, dass Blade heute seeeeehr ungeduldig war und es als vollkommen ĂŒberflĂŒssig empfand in der Wartezone zu entspannen – es sei ihm verziehen, allerdings nur dieses Mal 🙂

Als letztes Team in unserer Gruppe war unser Wartezeit immer recht lang und wir hatte genug um uns BEIDE zu erden.

Aufgabe 3 – Stephan Steidel (20 Punkte)

Simple Einzelmarkierung auf einer offenen Wiese. Entfernung ca. 60 Meter. Die „Schwierigkeit“ bestand darin, dass die Hunde durch eine BrachflĂ€che (etwa hĂŒfthoch und im Bild eingezeichnet) durch mussten und möglichst nicht von der Ideallinie abkommen sollten.

WT Ewiges Eis Aufgabe 3 StS

Jo! Dat lief… Ich kam an, die Aufgabe wurde erklĂ€rt und BlĂ€di saß derweil etwas gelangweilt neben mir. Nach der Aufforderung leinte ich ihn ab. Schuss – Dummy – Freigabe. Ich schickte ihn und die Bombe ging hoch 🙂 er ging in gerader Linie durch die Brache und hatte das Dummy auf den Punkt, im Tiefflug zurĂŒck, saubere Abgabe, anleinen! Weder ein Pfiff, noch ein Kommando – außer natĂŒrlich das zum Schicken – ich war echt happy, so ein cooler Anfang!!! Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd… Feiner Bub!

Anschließend blieben wir in der gleichen Wartezone, denn im Anschluss arbeitete unsere Gruppe direkt Aufgabe 6 bei Stephan.

Aufgabe 6 – Stephan Steidl (12 Punkte)

Eine Einzelmarkierung fĂ€llt in etwa 70 Meter, GelĂ€nde leicht ansteigend, Wiese. Nach der Schussmarkierung drehte man sich – auf das Startkommando – um und lief ein paar Meter zurĂŒck. Vom hinteren Startpunkt (Startpunkt 2) aus durfte man den Hund nach eignem Ermessen auf die Markierung schicken. Nachdem der Hund das Dummy eingesammelt hat und auf dem RĂŒckweg war, wurde ein weiteres Dummy nachgelegt. Wenn der Hund wieder eingeparkt hat und das Dummy abgegeben hat, wurde nochmals ein Schuss abgegeben und das Memory war zu arbeiten.

Aufgabe 6 StS

Hier war Blade leider ziemlich abgelenkt, vom wohlriechenden Boden… PubertĂ€t lĂ€sst grĂŒĂŸen. Er drehte sich nach der Markierung artig mit, lief allerdings mit dem RĂŒssel die Grasnarbe untersuchend neben mir. Die Fallstelle hatte er zu 100% auf dem Schirm, leider kamen ihm auf dem Hinweg lieblich riechende DuftmolekĂŒle in die Nase, so dass er zwei mal nachschauen musste. Ich entschied mich beide Male sofort kurz den Stoppfiff zu geben und ihn weiter zu schicken – ehe er noch die Eingebung bekam zu pinkeln 🙂 Er nahm die Korrekturen sauber an, aber das „rumgerĂŒde“ kostete natĂŒrlich Punkte.

Das Memory hat er ganz sauber gearbeitet und die RĂŒckwege bei beiden Apports waren auch einwandfrei… Schade, aber jut – ein RĂŒde tut was er tun muss *hahahah* so oder so Ă€hnlich!!! Nein Spaß beiseite, DAS sind Dinge an denen wir nun dranbleiben mĂŒssen.

Anschließend ging es weiter zu den nĂ€chsten beiden Aufgaben. 1 & 4 bei Ronald Pfaff.

Aufgabe 1 – Ronald Pfaff (20 Punkte)

Einzelmarkierung mit Schuss auf einer Waldlichtung. Entferung betrug etwa 50 Meter und die Makierung fiel links in einen Himbeerbusch.

ewiges eis ronald 3

Auch hier kam der Mark-Junkie in ihm durch und er hat sauber markiert, ist schnell rausgegangen und genauso zĂŒgig wieder reingekommen. Lediglich am Startpunkt wollte er sich nicht setzen… Da ich mir aber zu 99% sicher bin, dass er auch beim Stehen nicht einspringt, habe ich ihn stehen lassen. Ich wollte mit ihm nicht am Start diskutieren, das verlegen wir auch ins nĂ€chste Training. Nach der Aufgabe wies Ronald mich ebenfalls hin, dass das Sitzen vor dem Schicken einfach ein StĂŒck weit „sicherer“ ist, was ich natĂŒrlich auch so sehe und auch wieder einfordern werde. Hach ja, aber Blade weiß doch alles immer besser, wie wir alle!!! Nichts desto trotz – tolle Nummer. Auch diesmal musste ich kein einziges mal pfeifen oder sonst etwas.

Nach Aufgabe 1 blieb unsere Gruppe wieder dort und es wurde Aufgabe 4 gearbeitet.

 

Aufgabe 4 – Ronald Pfaff (19 Punkte)

Es fĂ€llt eine Schussmarkierung in einen Stangenholzbestand mit etwas Bodenbewuchs. Entfernung betrĂ€gt etwa 25-30 Meter. Nach der Markierung lĂ€uft man mit dem Richter am Rand des Bestandes etwa 10 Meter nach links und schickt den Hund von dort aus auf die Markierung. Wenn der Hund das Dummy gefunden hat und auf dem RĂŒckweg war, fiel eine weitere Markierung – mit Schuss – hinter dem Hund in etwa auf die selbe Stelle.

ewiges eis ronald

Neuer Startpunkt, nach dem Walk-Up:

ewiges eis ronald 2

Blade lief dieses Mal artig Fuß MIT DER NASE OBEN – sieh an, Man(n) kann… Die Markierung musste er etwas lĂ€nger suchen, war aber die ganze Zeit gut im Bereich, so dass ich nicht helfen musste, er hat sie sich selbst erarbeitet und auf dem RĂŒckweg ist er bei der Markierung ganz toll stehen geblieben, hat die Flugbahn verfolgt und sich die Fallstelle genau und in aller Ruhe eingeprĂ€gt, ehe er ohne ein einziges Kommando wieder zu mir kam, wie auf Knopfdruck einparkte (er kann es also doch, wenn er meint es sei angebracht!) und wartete auf die Freigabe… Dieses Dummy hat er gut auf dem Schirm gehabt und kam zĂŒgig mit Dummy zurĂŒck!

Sehr gefreut hat mich das große Lob von Ronald Pfaff, seine Arbeit hat ihm sehr gut gefallen *stolzbin*

JETZT war’s Fraule auch endlich locker und wir hatten vieeeel Zeit bis Aufgabe 2&5. Also ging ich erstmal eine Runde mit Blade albern sein und war echt stolz auf den Bub, dass er soooo fein gearbeitet hat! Wir gingen ein wenig spazieren und Blade war wieder nahezu der „Alte“ und konnte in der Wartezone das auch das wieder tun, was man in Wartezonen tut. WARTEN 🙂

Vor den letzten beiden Aufgaben war nochmal Aufregung angesagt und ich hoffte, dass wir dieses mal das nötige QuĂ€ntchen GlĂŒck hatten.

Aufgabe 2 – Athanasios Keller (18 Punkte)

Man steht beim Steward und der Richter kommt. Nach einer kurzen BegrĂŒĂŸung, weißt er darauf hin, dass wir heute auf einer Niederwildjagd sind und „‚mal schauen wollen“, was so passiert, danach geht man in lockerem Gang ein paar Meter auf eine lichte Baumreihe zu. Auf Anweisung soll man den Hund setzen und ableinen. Dann fĂ€llt eine Schussmarkierung hinter der Baumreihe – Entfernung etwa 60 Meter. Die Baumreihe steht in einem kleinen Graben mit etwas höherem Bewuchs. Nachdem die Markierung fiel, fing Athansios Keller an mit der Hand in die Richtung zu zeigen und erklĂ€rte, dass da vorne soeben ein Fasan beschossen wurde und er ihn auf direktem Wege und so schnell wie möglich haben möchte. (Ich war soooo nervös, das war fĂŒr mich echt ĂŒberraschend, diese „ErklĂ€rerei“ wĂ€hrend der Aufgabe)

Aufgabe 2 AK

Blade war ebenfalls etwas nervös – kein Wunder bei so einem NervenbĂŒndel als Frauchen, so dass er vor dem Schuss zwei Mal gebeten werden musste sich zu setzten, aber diesmal bestand ich darauf. Sicher ist sicher 🙂 Markiert hat er ebenfalls auf den Punkt genau, die Abgabe war auch hier wieder tadellos und so nahm er mir meine Aufregung ein wenig…

Aufgabe 5 – Athanasios Keller (14 Punkte)

Nun ging es – unangeleint – vom Startpunkt aus Aufgabe 2 zurĂŒck zum BegrĂŒĂŸungspunkt – mit der Aufforderung „komm wir gehen mal gucken was noch passiert – da hinten ist gerade ein Treiben!“ wĂ€hrend wir zurĂŒck zum BegrĂŒĂŸungspunkt gingen hörten wir hinter uns „Hopp-Hopp!“-Rufe und ein Schuss fiel. Blade drehte sich nach hinten, schloss aber – nach weiterem Fuß-Kommando sofort wieder zu mir auf: JETZT hatte er keine Zeit zum schnĂŒffeln und lief artig bei Fuß 🙂 Am BegrĂŒĂŸungspunkt ging es auch schon wieder weiter und es hieß „komm wir gehen jetzt dort runter, ich glaube da unten im Treiben wurde gerade was beschossen, der Hund muss ‚mal suchen!“ So ging es wieder frei Fuß die Wiese nach unten, auf den Graben zu in Richtung Treiben. Am Graben angekommen, kam einer der Treiber auf uns zu. Der Richter fragte was passiert sei. Der Treiber erklĂ€rte sie hĂ€tte einen Fuchs beschossen und haben nicht sehen können wohin er ab ist… Der Richter zeigte uns die SuchenflĂ€che und wollte aus dem Gebiet ein Dummy haben. Der Hund sollte unter der Hand suchen, man durfte mitgehen. Die FlĂ€che war etwa 15 Meter lang und 2 Meter breit.

Aufgabe 6 AK

Ich war soooo aufgeregt. Die letzte Aufgabe und dann so spannend gemacht. Ich hielt Blade so „eng“ im Suchengebiet, dass ich ihn zwei mal kurz vor dem Dummy zurĂŒckpfiff. Nachdem ich mich etwas gefangen hatte, lies ich ihn etwas weiter gehen und er fand das Dummy im hinteren Eck‘ der FlĂ€che *aaaarghhhh*!!! Durch mein hĂ€ufiges gepfeife, war er etwas verzweifelt und schaute mich zwei mal fragend an „Frauchen was los?!?!?!“ das lange und unsichere Suchen geht voll auf meine Kappe… Schade, aber dafĂŒr hörte man den Stein plumpsen als ich vor Erleichterung laut seufzte, als ich das Dummy in der Hand und den Hund wieder am Strick hatte 🙂

Das war mit Abstand die TOLLSTE Aufgabe und sie hat – jetzt im Nachhinein betrachtet – wahnsinnig viel Spaß gemacht!!!

 

Es war ein toller Workingtest. Wir haben jede Menge neue Anreize gesammelt und viele nette Menschen getroffen. Und ja – aller guten Dinge sind 3. Bei unserem 3. Workingtestanlauf konnten wir endlich ohne Null durch kommen 🙂

Ich finde unser Ergebnis kann sich sehen lassen:

Platz 13 von 42 mit dem PrĂ€dikat „sehr gut“ und ganz tollen 103 Punkten von 120!!!!!!!!!!!!!!

*stolzbin* auf mein BlÀdi.