Ganz viel „ohhhhhmmm“…

Da die Temperaturen momentan rasant in die Höhe schießen, bietet sich doch nicht’s mehr an, als sich intensiv dem nassen Element zu widmen.
Nach Blade’s Einzug letzten Sommer ist am Wasser bisher kaum ernsthaftes Training gewesen, sondern stand der Seebesuch eher unter dem Motto „Sommer, Sonne, Sonnenschein“.

Durch die Vorbereitung zur JP/R und Dummy A gab es dann die ein oder anderen Wassermarkierung und damit sind wir auch recht sparsam umgegangen.

Gestern und heute haben wir dann ein paar nette „Wassereinheiten“ trainiert, wobei heute auch Uli mit Candi dazukam. Merke: Außer Konkurrenz funktioniert der Chessie-Man hervorragend, ist aber ein anderer Hund dabei – auch seine über alles geliebte Candi – versteht er keinen Spaß 🙂

Gestern haben wir – alleine – einen kleinen Walk-Up in Richtung See gemacht. Zuvor habe ich links von uns an der Waldkante einige Pocket-Dummies ausgelegt.
Als wir auf Höhe der Suchenfläche ankamen, hielten wir an und drehten uns um 90 Grad, sodass der See hinter uns lag. Zuerst durfte Blade eine Dummy aus der Suche holen, ehe wir weiter in Richtung Wasser „walkten“.

Die bekannte Suchenfläche hatten wir nun etwa 10-15 Meter hinter uns gelassen und standen nun an der Wasserkante. Zuerst fielen einige Steine rechts von uns ins Wasser und anschließend warf ich ein Dummy links von uns ins Wasser anschließend drehten wir uns wieder weg und er musste noch einmal in die Suche, ehe er die Wassermarkierung holen durfte.

Danach schickte ich ihn über die Wasserfläche an das gegenüberliegende Ufer ins hohe Gras, wo ich – noch bevor wir gemeinsam losgingen – ein Blind für ihn ausgelegt habe.
Die Stelle ist sehr markant und er kannte sie bereits, also ging ich auf’s Ganze und wollte es wissen 🙂
Er nahm die Richtungsweisung sehr sauber an und schwamm sauber, ohne zögern ans gegenüberliegende Ufer und suchte das hohe Gras ab, fand und kam umgehend zurück.

Anschließend schickte ich ihn nochmal in die kleine Suche an der Waldkante und sammelte die übrigen Dummies selbst ein. Sehr glücklich über das nette Training, haben wir nach 20min aufgehört.
Beim Einzeltraining gestern, war er sehr ruhig und konzentriert, aber man merkt ihm deutlich die Spannung an. Fußlaufen am/auf’s Wasser zu sind (für ihn) ziemlich anstrengend und überflüssig 🙂 das werden wir ab sofort noch bis zur Vergasung betreiben, das gefällt mir noch nicht und ist sehr ausbaufähig…
Wasser ist eben doch nochmal eine andere Hausnummer und nun haben wir den Sommer über genug zu tun.

Heute im Doppel mit Sparingspartnerin Candi haben wir die Aufgaben ähnlich wie am Tag zuvor gestaltet. Für Candi anspruchsvoller.
Heute war seine Trieblage dann deutlich höher. Auch wenn er sie liebt, sie könnte ihm ja SEINE ARBEIT in SEINEM Wasser klauen 😉

Prompt sprang er auch beim ersten schicken von Candi mit ein. Wo ich gestern komplett ohne Leine trainiert habe musste heute die Leine dranbleiben… Wehret den Anfängen.

Nach einigen – innerlich ausgesprochenen – „ohhhmmm’s“ hat er trotzdem sehr schön gearbeitet und vor allem begeistert mich seine Lenkbarkeit im Wasser.
Nichts desto trotz ist er doch etwas hibbelig, wenn er Konkurrenz am Wasser hat und somit heißt es nun dran bleiben und hoffen dass die nächste Gewitterfront bzw. Schlechtwetterfront noch etwas auf sich warten lässt 🙂

Und da Candi bald Mama wird – brauchen wir bald einen weiteren Sparingspartner 🙂

Freiwillige vor!!!

20140520-190106-68466021.jpg

Schulbeginn in Hessen – auch für Blade

Nachdem wir uns die letzten Wochen mit den Kleinigkeiten auseinandergesetzt haben und angefangen haben die ersten Grundsteine zu legen, bin ich nun langsam dazu übergegangen dem kleinen Zwuckel ein bisschen mehr abzuverlangen soll ja nicht langweilig werden…

Vor einiger Zeit sah das Ganze noch so aus:

Nachdem wir nun die letzten Tage an unserer Strategie gefeilt haben und ich immer mal wieder die Futterschüssel für kleine Steadiness-Übungen benutzt habe, bin ich nun dazu übergegangen 1 und 1 zusammenzufügen und der kleine Mann macht das wirklich klasse!!!

 

Es ist unheimlich toll zu sehen wie so ein “Baby” schon so gelassen warten kann und dann wiederrum auch richtig genial arbeiten kann! Macht riesigen Spaß und die Zeit bis zum Zahnwechsel werde ich noch ordentlich ausnutzen und dann heißt es erstmal “Piano”-machen…

Was Hänschen nicht lernt…

… lernt Hans nimmermehr!

Getreu’ diesem Motto verfahre ich auch mit meinen Hunden so. Bones entpuppte sich vor 3 Jahren natürlich als kleiner Streber und somit muss Blade nun auch mehr oder weniger ‘dran glauben und jetzt schon die “Benimm-Regeln” bei uns zuhause lernen und durchaus auch einhalten.

Fangen wir mit der täglichen “Futter-Orgie” an:

Wenn der Napf aus dem Kennel geholt wird und die ersten Trockenfutterbrocken hineinrieseln, war das – bisher – so, dass Blade natürlich ein riesen Affentheater anfing und wild kläffend, hüpfend, gurrend, grummelnd (und was für Lautäußerungen so ein Chessie natürlich noch auf Lager hat) in der Küche stand und einen – nennen wir es mal – “Affen-Tanz” aufführte.

Leider musste er ziemlich bald feststellen, dass die “magische Blechschüssel” komischerweise ratz fatz verschwindet, wenn er diesen “Affen-Tanz” aufführt, so dass es noch nichteinmal ein paar Tage gedauert hat und das kleine Äffchen ganz flott gelernt hat, dass es nichts bringt sich wie eine offene Hose zu benehmen und er mittlerweile zwar hochinteressiert mit mir in die Küche watschelt, aber sobald ich das Futter in die Schüssel gefüllt habe und Wasser, zum einweichen, dazu gegeben habe, er sich friedlich in eins der Körbchen verkriecht und meistens vor lauter “Langeweile” seelig einschläft….

BIS DIE PFEIFE ERTÖNT. Ich habe den Doppelpfiff mithilfe der Futterschüssel konditioniert. Die ersten Tage gab es das “Tüt-Tüt” während er fraß und er verknüpfte schnell, dass: “Tüt-Tüt” = Bauchvoll = glücklichsein bedeutet Wenn ich nun also pfeife und in Richtung Kennel gehe, springt er auf, wie von der Tarantel gestochen und hechtet im Affenzahn zu seinem Kennel. Und nun kommt die nächste Nummer:

Das sitzen und warten auf die Freigabe zum Fressen.

Das entpuppte sich als etwas komplizierter doch erstaunlicherweise trat der “gewünschte Effekt” schneller ein, als ich erwartet hatte. ERGO: Blade ist auch auf dem besten Weg ein Streber zu werden :-p

Also das Prozedere war das selbe: “Tüt-Tüt” = Blade flitzt in den Kennel, dort bekommt er erstmal eine kleine Belohnung für’s kommen und anschließend Pfeife ich das Sitzkommando (welches wir vorher schon losgelöst von der “Fressen-Nummer” geübt haben) und er muss warten bis meine Freigabe kommt. Was soll ich sagen??? Mittlerweile muss ich gar nichts mehr machen, sondern wenn der Doppelpfiff ertönt flitzt er in seinen Kennel hopst mit einem Satz in die Ecke und setzt sich SOFORT hin, um mit Argusaugen zu beobachten, wie ich den Napf in die Ecke stelle und ob er denn auch angemessen genug gefüllt ist

Mein kleines “Äffchen” macht einfach riesigen Spaß – es ist immer wieder faszinierend, was die Welpen im Grunde doch schon alles leisten können und mit welch’ einer Leichtigkeit man es ihnen vermitteln kann!

Wie war das mit dem Wasser???

Nachdem Blade sich die ersten paar Tage hervorragend eingelebt hat und die ersten Grundkommandos wie der “Hier-Pfiff” und der “Sitz-Pfiff” langsam aufgebaut werden, wurde es Zeit mit dem kleinen Mann ‘mal ans Wasser zu gehen!

Das Wetter bietet sich im Moment dazu an, also schnappte ich mir Blade und wir machten uns auf den Weg zu unserem “Haus-und-Hof-See” wo alle meine Hunden das schwimmen gelernt haben.

Am See angekommen wuselte der Kleine auch schon ordentlich herum und ehe ich mich versah, landete er mit einem ordentlich “PLATSCH!!!” im kühlen Nass…

“Ähhhh okkkkk!” sagte ich nur und setzte mich staunend ans Ufer, während er so seine Ründchen schwomm, als hätte er nie etwas anderes in seinem jungen Leben getan!!! Ich war wirklich erstaunt, denn ich weiß noch, wie ich mit Bones gefühlte Stunden am See verbracht habe (und auch das ein oder andere Spielie in den Fluten versenkte) und er – die ersten Wochen – partout nicht schwimmen wollte…
Kollege Chessie war da schon ‘ne ganz andere Hausnummer! Einfach etwas ganz anderes und richtig genial. So genial, dass er einen Tag später sogar noch mutiger wurde und sich traute von einem kleinen Vorsprung mit Schmackes ins Wasser zu springen!

Hier der Beweis, von seinem ersten „Wasserdate“:

 

 

Und hier ein paar Tage später – schon ganz Chessie-like 🙂