Spezial-Jagdgebrauchsprüfung(LCD)

Ende August ging es für Blade und mich nach Linsingen zur Spezial-Jagdgebrauchsprüfung für Retriever des LCD.

Bei der SpJGP/R werden hohe Ansprüche an Lenkbarkeit und Führigkeit gelegt und als „Eliteprüfung“ des Labrador-Clubs, dürfen nur Hunde starten, die bereits eine BLP erfolgreich abgelegt haben.

Morgens zum warm werden ging es direkt mit dem Einweisen los. Zwei Fasane waren zu holen, der Winkel, mit nahezu 90 Grad zwischen beiden Stücken, sehr human und mit einer Distanz von 80-100m für Blade gerade richtig zum warmlaufen 🙂 

Erstes Fach mit voller Punktzahl in kürzester Zeit geschafft!

Leider hat es ein Teilnehmer nicht geschafft und somit waren wir nur noch zu zweit verblieben.

Danach ging es zur Waldschleppe. 500m, 20min Stehzeit und der Frage, wie stellt man sich besonders doof an?! Ich hätte es fast vermasselt, indem ich vor lauter Aufregung die Ablaufleine falsch losgelassen habe, selbst fast auf die Nase gefallen bin und zu allem Überfluss mit meiner Aktion Blade auch noch irritiert habe. Nichts desto trotz war ihm ziemlich egal wer oder was da hinter ihm hing 😉 er lies sich zum Glück nicht irritieren und arbeitete die Schleppe in gewohnter Manier aus, Braver Bub!!! 

Nach den Schleppen ging es zum Wasser. Verlorensuchen von 2 Enten aus der Uferdeckung. EIGENTLICH für Blade ein Kinderspiel. Ja, eigentlich… Denn er hatte eigene Pläne im Wasser und so haben wir ein wenig gekämpft und ordentlich diskutiert, bis wir beide Enten gerade noch in der angegebenen Zeit fanden. Wasser-Krimi ein feinsten, nichts für schwache Nerven!!! Das hat uns zwei Prädikate gekostet und somit auch leider einen Abzug in der Lenkbarkeit. Ein wenig ärgerte es mich in diesem Moment, da er das EIGENTLICH wesentlich besser kann, wie er auch schon oft genug bewiesen hat… Aber eben nur EIGENTLICH 😉 

Nichts desto trotz waren wir noch im Rennen und im letzten Fach machte er wieder einiges gut und zeigte sich beim Fach „Einweisen über Wasser auf eine Schleppspur“ wesentlich kooperativer, lies sich artig von mir im Wasser lenken und genau auf die Schleppe schicken. Zügig hatten wir die letzte Ente des Tages „heim gebracht“ und die Labradorspezial bestanden!!!! Blade als einziger Chessie (aber in seinem tiefen Innern ist er ja doch auch ein bisschen Labbi)

Es war eine tolle Prüfung, die im Nachhinein betrachtet jede Menge Spaß gemacht hat. Ich hatte eine tolle Mitstreiterin und Steffi und ihre braune Labradorhündin „Zelma“ haben an diesem Tag den Suchensieg verdient gewonnen!!! 

Und nicht zu vergessen einen herzlichen Dank an die Richter Annika Schäffer, Thomas Tang und Heiner Hausmann für das faire Richten, die stets gut gelaunten Gesichter und das mitfiebern und freuen bei jedem einzelnen Fach!





Chessie Wurfplanung im Zwinger Crosswind’s

Für Herbst diesen Jahres ist ein Wurf mit Blade im Zwinger Crosswind’s in Planung. Näheres wird es demnächst auf der Homepage von Uli Schlögell zu lesen geben. www.x-winds.de

Wenn alles gut geht werden Blade und Candi ein paar arbeitsfreudige, kleine Chessiewelpen in die Welt setzen 🙂

 

Haunted House Blade Runner WDQ (Info)

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Crosswind’s Candi (Info)

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SRA Heroldsbach – fränkischer Retrievertag

Bones Tochter Isy ist auf ihrer ersten Show  – am vergangenen Wochenende in Heroldsbach beim fränkischen Retrievertag – in der Jüngstenklasse gestartet!
Isy „Zero Hour Just A Glorious Rose“ stammt aus der Verpaarung mit Gloria (Big Bones vom Ebrachtal x Diana’s Action Gloria) die Zwuckel sind mittlerweile 8 Monate alt und ich freue mich immer wieder riesig, wenn ich Fotos und Neuigkeiten lese.

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Blade besteht die Dummy F – Prüfung!!!

Wie sagt man so schön zu solchen Prüfungen??? „Nice to have“ 😉

So oder so ähnlich habe ich mir das auch gedacht und voller Zuversicht zur Dummy F gemeldet. Agnes mit Bylvie und Uli mit Candi waren mit am Start und so gab es eine nette Chessie-Dummy-F.

Nachmittags ging es für uns los und das Wetter meinte es wirklich nicht gut mir uns. Schwül-heiße Temperaturen machten uns ordentlich zu schaffen und sorgten dafür, dass die eh schon weichen Knie noch ein bisschen wabbeliger wurden 😛

Es ging los mit der Verlorensuche. Eigentlich Blades Paradedisziplin, denn es gibt nichts was ihm mehr Spaß macht, als freies Suchen, aber heute sollte alles anders sein wie sonst *lol* das Suchengelände war ein altes Werksgelände, welches langsam „zugewuchert“ ist. Mit Sträuchern und einer Baumreihe durchzogen. Recht hoher Bewuchs und einem Sandhügel (welcher uns noch zu Verhängnis werden sollte). Eigentlich perfektes, spannendes Suchengelände. Nachdem Petra Beringer die Suchefläche klar gemacht hat, durften wir loslegen und Blade schoss in gewohnter Manier in die Fläche. Den Propeller auf Dauerbetrieb geschaletet und ackerte die Fläche von hinten nach vorne durch. Schnell hatten wir die ersten beiden Dummies reingeholt. Beim Dritten fiel ihm der Sandhügel ins Auge und er hielt sich für meinen Geschmack zu lange mit schnuppern dort auf. Propellerbetrieb ist zwar ein guten Zeichen, aber bei Blade auch manchmal falsch zu deuten. *wedelwedelwedel* 🙂

Nach einer gefühlten Ewigkeiten und mit einigen Richtungsweisungen hatten wir Dummy Nummer drei in der Tasche. Ein weiteres sollte geholt werden. Blade zusehends hechelig, sprintete erneut zum Sandhügel *wedelwedelwedel* und steckt seinen Riechkolben erstmal in den Sand *wedelwedelwedel*. Bis mir die Erleuchtung kam, dass heute sicher keine Dummies verbuddelt wurden, setzte Blade schon zum buddeln an!!! WAS ZUM TEUFEL?!!?! Ok, ich war zwischenzeitlich auch wieder anwesend und schickte Blade weiter in die Fläche. „Okeeee Frauchen, dann halt weiter“ und er fand zügig unser vorletztes Dummy. Dummy Nummer fünf hatte er dann nach etwas Sucherei (ohne Ausflug zum Sandhügel) ebenfalls gefunden und wir verabschiedeten uns mit popeligen 10 Punkten aus der Verlorensuche. Schade!!! Das kann er viel besser.

Was los war, weiß wohl nur Mr. Stinkstiefel persönlich. Ärgerlich auf jeden Fall… Aber wie war das mit dem „nice to have“, wenn man es nicht erwartet kommt es meistens richtig dicke…

Nach der Suche ging es zum Einweisen. Quer über eine große Wildwiese mit Blumen, Disteln und viel Querbeet Wucher. (Schade dass ich kein Foto gemacht habe) Das Blind ansich lag in ziemlich knackiger Distanz (etwa 100 Meter locker!!!) und führte links am vorherigen Suchengebiet vorbei. Blade nahm die Richtung sauber an und lief am Suchengebiet sehr artig vorbei und lies sich nicht von seiner Line abbringen. Zum Ende hin verließen mich die Nerven und ich traute ihm diese weite Distanz für ein VOLLBLIND dann doch nicht zu, so dass ich ein paar mal mehr eingriff als nötig, was später auch ’nen ordentlichen Rüffel von Petra gab. „Blöd wenn der Hund auf so einem guten Weg ist und der Hundeführer ihn davon abhält!“ *schääääääm* somit gingen wir mit verdienten 15 Punkten aus dieser Aufgabe.

Danach ging es zum Walk-Up in der gleichen Fläche. Ein Dreier-Walk-Up mit drei Chessies – sowas gibt’s auch nicht alle Tage. Viel gibt es nicht zu sagen: Alle Drei glänzen mit einwandfreier Arbeit beim WalkUp und jeder bekommt 20 Punkte. Für Blade freut es mich besonders. Ist doch der Walk-Up immer unser Angstfach. Das war diesmal gar nicht so und Mr. Stinkstiefel glänzte nun – so gar nicht stinkstiefelig – mit hervorragender Fußarbeit, absolut gechilltem Benehmen am Fuß und punktgenauem markieren.

Zum Abschluss ging es zur Doppelmarkierung und bis auf einen kurzen „Hier-Pfiff“ weil er die Landmarkierung etwas überschossen hatte in dem hohen Gras, gab es auch hier nix zu meckern. 19 Punkte und die Dummy F in der Tasche 🙂

Mit Ruhm haben wir uns nicht bekleckert und die versemmelte Suche ärgert mich besonders. Aber was soll’s! Ein schöner Nachmittag – in vertrauter Runde – war es trotzdem. Petra Beringer hat absolut fair gerichtet und war schrecklich entspannt dabei. Da führt man wirklich gerne!

Wir werden jetzt ein bisschen unsere Suche aufpolieren und dann schaun‘ mer mal wie’s weitergeht 😉

 

Das Chessie-Dream-Team nach getander Arbeit (v.l. Candi, Blade, Bylvie)

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Gustav und die Schweinejäger…

Es ist schon ein paar Tage her und da die Saison am Höhenpunkt ist, bleibt kaum Zeit für ausgiebige Homepage-Erneuerungen. Blade, Bones und Dexter zeigen sich auf den Drückjagden zu unserer vollsten Zufriedenheit und es gibt kein Wochenende an dem wir nicht unterwegs sind. Blade hat die wohl rasanteste Entwicklung währende der letzten Jagden hinter sich. Bei den ersten Malen war er noch ziemich unbedarf und freute sich einfach „ein bisschen den Schweinen nachstellen zu dürfen ohne dass er sofort abgerufen wird“ wohingegen er Anfang Dezember seine erste große „A-ha“ Situation hatte und eine laufkranke Sau in einer Fichtendickung stellte. Ein paar Jagden stehen noch an und auch die ein oder andere Entenjagd steht noch bevor. Es macht wirklich Spaß mit den Hunden zu jagen und zu sehen wie gerne sie mit uns zusammenarbeiten, perfekte „Allrounder“ 🙂

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Und nun zu unserem kleinen Terroristen:

„Gustav“ ist unsere zweite „Hau-Ruck-Einzug“ Aktion 🙂 Bei Blade haben wir die spontane Entscheidung bis heute nicht bereut und auch Gustav hat sich sofort in unsere Herzen geschlichen. Wir spielten schon lange mit dem Gedanken uns einen Terrier zu holen, diesen verwarfen wir regelmäßig wieder und trotzdem verfolgte diese Idee uns immer wieder. Ein kleiner Terrier mit ordentlicher Passion, solider Schärfe und einem sicheren Spurlaut, kann nur eine Bereicherung für unser Rudel sein, auch angesichts der Tatsache, dass unser Hauptaugenmerk auf der Bejagung von Schwarzwild liegt, wurde aus der Idee ziemlich schnell Ernst. Mein Mann ist mit Jagdterriern groß geworden und so hatten wir natürlich eine Idealvorstellung von „unserem Terrier“ im Kopf. Anfang November – kurz nach Blades RGP – bin ich durch einen Zufall auf den Zwinger „vom Helbetal“ aufmerksam geworden und wir fuhren, wie bei Blade auch schon,   in einer Hau-Ruck-Aktion – eine Woche vor Abgabe der Welpen – nach Thüringen um uns den großen 9er Wurf anzusehen.

Gustav war ein kleiner „Eigenbrödler“ der sich aus jeglichem Streit heraus hielt und absolut selbstsicher „sein eigenes Ding“ machte. Sprach man ihn an, explodierte der ganze Hund förmlich und einen Menschen zu sehen war das non-plus Ultra. Nicht nur das, sondern auch die Tatsache, dass er optisch genau unseren Idealvorstellungen entsprach führte dazu dass wir „Terrier-infiziert“ die Heimreise antraten,  um fünf Tage später wieder die 3-stündige Reise nach Thüringen anzutreten und das Abenteuer „Terrier“ in Angriff zu nehmen.

Der Kleine hat sich sofort super ins Rudel integriert und auch die Großen haben – nach kurzer anfänglicher Skepsis – den kleinen Terroristen anstandslos akzeptiert. Besonders Blade und Gustav scheinen einen ausgeprägten Draht zueinander zu haben. Blade bringt die Notwendige Konsequenz mit, den kleinen Größenwahnsinnigen in Zaum zu halten, ist sich aber nicht zu schade, sich mit ihm auf dem Boden zu kugeln und zu spielen. Auch Dexter beweist seine erzieherischen Qualitäten und ich bin sehr glücklich, dass sie sich ihm gegenüber sehr instinktsicher und souverän zeigen und Gustav schon viele Do’s & Don’ts von den Großen aufgezeigt bekommen hat. Es gibt nichts schöneres als ihnen beim kommunizieren zuzusehen und einfach nur zu staunen.

Gustl ist definitiv eine kleine Wildsau 🙂 er schreckt vor nichts zurück und ist absolut sicher in allen Belangen. Wir hatten bisher noch keine Situation die ihm in irgendeiner Weise unheimlich war. Er bewegt sich absolut sicher zwischen den vielen großen Hunden unserer Freunde und zeigt ein sehr angenehmes Sozialverhalten. Manchmal glaube ich er denkt selbst er sei ein großer Hund 😉 Terrier eben.

Ob beim ausarbeiten der ersten Fährte, vom Heckträger bis zur Jagdhütte, wo dann die – kurz zuvor erlegte – Sau „auf ihn wartete“ oder bei der ersten Schleppe mit einer Rehwilddecke, er zeigt jetzt schon eine ausgeprägte Nase und ich bin einfach nur am Staunen, wie geil dieses kleine Nasenmonster ist. Er apportiert vom ersten Tag auch absolut selbstverständlich in die Hand und hat – wie man jetzt bereits erahnen kann – einen unglaublich großen Findewillen. Wenn er das Pocketdummy mal nicht sofort findet, bleibt er eisern und sucht bis er findet.

Es macht wirklich Spaß sich mit diesem kleinen, wissbergierigen Tierchen zu beschäftigen und ich bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung. Er lernt ausgeprochen schnell und ist ein ganz schön helles Köpfchen. Er verknüpft in windeseile, was natürlich auch manchmal nicht besonders positiv ist 😛

Besonders schön finde ich die bedingungslose Freude sobald er einen Mensch erblickt oder ihn jemand anspricht. Der ganze Hund wackelt vor lauter Freude und wenn man hart im nehmen ist kann man ein „Abschleck-Bad“ über sich ergehen lassen. Er ist sehr extrem auf Menschen fixiert.

Ich werde ab und an von unserem Terrier-Projekt berichten und kann jetzt schon sagen: einmal Terrier – immer Terrier 😉

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