Blade besteht die Schweißprüfung ohne Richterbegleitung

Am Wochenende waren wir zur „34. Nachsuche auf künstlicher Fährte“ im Geisenfelder Forst.

Für mich war das unser kleines „Etappenziel“ für 2017 und ich träume schon lange davon diese Prüfung einmal zu führen.

Blade fing wie gewohnt hervorragend an und mit fortlaufender Fährte verlor ich immer mehr das Vertrauen in meinen Hund. Zu sehr damit beschäftigt nach Verweiseblättern zu suche, statt auf meinen Hund zu achten, beschlich mich immer öfter das Gefühl, dass wir von der Fährte abgekommen sind.

Das führte dazu, dass ich drei mal fast komplett zurückgriff und die Fährte wieder neu arbeitete. Blade lies sich allerdings nicht beirren und nachdem er dann endlich auch frei arbeiten durfte, zeigte er mir auch prompt unser erstes und einziges Verweiserblatt an.

Nichts desto trotz hat er mich mit großer Sicherheit zum Stück geführt und lies sich nicht von seinem schrecklich nervösen Frauchen aus dem Konzept bringen.

 

Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl mit seinem Hund ganz alleine eine Schweißfährte zu arbeiten, von der man nichts weiß und seinem Hund blind vertrauen muss.

Ich bin sehr stolz auf Blades Leistung an diesem Tag. Trotz schwüler Gewitterluft, mit vorangegangenem Gewitterregen, haben wir zum Stück gefunden. Obwohl die Bedingungen nicht die schlechtesten waren, konnten an diesem Tag nur 2 von 6 gemeldeten Gespannen diese Prüfung bestehen.

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Mini besteht Wesenstest & Dummy A

Mini besteht am 10.6. den Wesenstest des LCD in Waldalgesheim und bekommt eine sehr schöne und treffende Wesensbeurteilung:

Die 19 Monate alte Hündin mit gutem Temperament zeigt eine schöne Bindung zu ihrer Besitzerin. Fremden Menschen begegnet sie freundlich und sicher. Ihre jagdlichen Anlagen sind bestens ausgeprägt.
Beute- und Bringtrieb sind sehr ausgeprägt. Auf Umweltreize reagiert sie im Allgemeinen sehr neugierig, interessiert und untersucht die Reize sicher.
Die sehr aufmerksame, unterordnungsbereite und bewegungsfreudige Hündin, mit guten Wesenseigenschaften, ist schusssicher.

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Am 17.06. besteht Mini die Dummy A Prüfung des LCD mit schönen 68 von 80 Punkten und dem Prädikat „sehr gut“. In der Gesamtwertung wird sie Drittplatzierte.

 

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Blade besteht die Vereinsschweißprüfung

Blade und ich treten zur Retrieverschweißprüfung an. 1000m, 20Stunden und getreu dem Motto „Riemenfest und Fährtentreu“ hat Blade am auf voller Linie überzeugt und eine wirklich tolle Schweißarbeit gezeigt. Ich bin sehr stolz auf meine kleine Dampflock.

In nichtmal 15min hat er die Fährte ausgearbeitet und uns zum Stück geführt. Er besteht mit viel Lob der Richter die R/SwP im ersten Preis.

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Brauchbarkeitsprüfung Gustav

Aus einer Schnapsidee wurde Ernst…

Den Sommer über haben wir fleißig trainiert und Gustav lernte und lernt viel und vor allem schnell. Er arbeitet Schleppen wie ein Großer, er bringt von Kaninchen, über Taube, Ente, Fasan bis hin zur Krähe alles in die Hand. Die ein oder andere Stöbererfahrung hatte er auch schon und Schweiß war quasi ein Selbstläufer. Also meldete ich ganz größenwahnsinnig die volle Brauchbarkeit (außer Wasser, das wurde in unserem KJV dieses Mal nicht angeboten).

Ein wenig Stangenlaufen, das ein oder andere Mal noch Stöbern im Mais UND das Standtreiben mussten innerhalb von 14 Tagen noch etwas „finegetuned“ werden, aber ich war zuversichtlich, dass wir das schaffen 😉

10 Tage vor der Brauchbarkeit gab es das erste Standtreiben mit einem weiteren Hund, Gustavs erste Erfahrung dieser Art. Am Wegrand sitzen und warten, während Frauchen „Hopp Hopp!“ ruft und Dummies auslegt, welche er danach suchen darf, kannte er schließlich aus dem FF. Tja und plötzlich läuft alles anders wie man denkt…

Gustav fand das Treiben, den Lärm und die Schüsse irgendwie komisch und wollte partout nicht am Bein sitzen bleiben, sondern sich lieber nach hinten weg verdünnisieren. Tausend Sachen schossen mir durch den Kopf, ganz dick und fett natürlich die Schussempfindlichkeit. Sowas hatte ich noch nie, aber sag niemals nie. Prompt machten wir den Vergleich und schossen im Feld während des Freilaufs. Gustav zeigte sich nicht beeidruckt, sondern suchte eifrig nach IRGENDWAS. Der Schuss interessiert ihn also herzlich wenig.

Brainstorming war angesagt und ich entschloss mich dazu es so zu machen wie er es kennt. Die Treiber im Treiben wurden mit Dummies ausgestattet und Gustav durfte während des Treibens beobachten, wie Dummies ausgelegt werden und anschließend arbeiten. Das Treiben, der Lärm, die Schüsse ergaben für das kleine Terrierhirn langsam einen Sinn und es wurde von Tag zu Tag besser. Gustl konnte zum Schluss (2 Tage vor der Brauchbarkeit) nahezu entspannt am Fuß sitzen und durfte im Anschluss immer etwas im Treiben finden. Crashkurs in Sachen Verhalten auf dem Stand geglückt – oder?

Nichts desto trotz war ich am Prüfungstag tierisch aufgeregt. Die Gehorsamsfächer kamen als erstes dran, da sie als „Zugangsvoraussetzung“ für die restlichen Fächen verpflichtend sind. Es ging mit der Schussfestigkeit im Feld und heranrufen los. Nach kurzer Begrüßung durch die Richter leinte ich ihn ab und schickt ihn in den Freilauf. Erster Schuss, Gustl guckt: „Frauchen?!“ ich schicke ihn weiter und er sucht weiter. Zweiter Schuss, ranrufen. Gustav kommt auf den Doppelpfiff im Tiefflug und parkt in vorbildlicher Manier am Fuß ein 🙂 was ein Terrtriever ist, weiß sich eben zu benehmen. Die Zuschauer waren etwas verblüfft ob des tollen Gehorsams des jungen Terroristen. O-Ton: „Sowas sieht man nicht so oft…“ erster Pluspunkt für Gustav, Schussfestigkeit und rankommen auf den Pfiff – check!

Im Anschluss an die Schussfestigkeit (ein Gespann konnte nicht bestehen, der Dackel hatte eine eigene Mission und war davon nicht abzubringen) ging es für die Verbliebenen 5 Gespanne in unserer Gruppe weiter zum Stangelaufen. Kurz und knapp: hat er brav gemacht. Das ist seit Welpenbeinchen an unsere Standardübung.

Im Anschluss daran folgte das Standtreiben. Wir waren die letzten in unserer Gruppe und hatten somit das ganze Treiben und die Schüsse der restlichen Gespanne vor uns. Mein Ar*** ging auf Grundeis und mir schossen alle Szenarien durch den Kopf. Vom rückwärts weg wollen, über in die Leine springen bis hin zum winseln spielte mein Kopfkino verrückt und wurde, zum Glück, vom beginn des Treibens unterbrochen. Kurzer Lagecheck nach unten an mein linkes Bein, Gustav sitzt wie festgenagelt und staunt in den Bestand hinein. Der dachte wohl „Sooooo viele Treiber und die legen alle ein Dummy für mich aus!!!“ 🙂 Ich gab meinen Schuss ab, brach die Flinte und schaute gespannt an meinem Bein herunter: ER SITZ immer noch so festgetackert wie zu beginn des Treibens! Yeah!!!! Crashkurs hat geholfen.

Er saß während des kompletten Treibens gespannt, aber ruhig, am Fuß und schaute sich das Spektakel an, als es vorbei war schaute er zu mir hoch, ganz nach dem Motto „Darf ich jetzt?“. Zur Belohnung bekam er seinen Ball, auch wenn er etwas enttäuscht war, dass er das Abteil jetzt nicht auf links drehen darf. Er hat es verkraftet und mir fiel gefühlt der Mount Everest vom Herzen…

Man bestaunte das ruhige Verhalten des Terriers ein weiteres Mal und ich war einfach nur happy. Jetzt musste er nur noch das zeigen was er konnte: arbeitenwar angesagt!

Die Übernachtfährten wurden gelost und wir bekamen Fährte Nummer drei. Das bedeutete für Herrchen und Frauchen erstmal Beruhigungskaffee und ein kleines Frühstück. Gustl durfte eine kleine Runde Gassi gehen und sich im Anschluss in seiner Box mental auf die Fährte vorbreiten.

Als wir an der Reihe waren, bekamen wir unseren Anschuss und die Fluchtrichtung angezeigt. Wie gelernt legte ich ihn wenige Meter vom Anschuss weg und packte in aller seelenruhe Leine und Halsband in meinen Rucksack, legte ihm die Halsung samt Riemen um und machte mir ein Bild von unserem Anschuss. Am Anschuss untersucht er sehr konzentriert alles ab und machte sich langsam auf den Weg. Er arbeitete sehr ruhig und konzentriert, zeigt immer wieder Schweiß an und war auch sonst zu lesen wie ein Buch. Nach dem ersten Haken zeigt er mir das Wundbett an und wir verharrten einen Moment. Kurz ablegen und durchatmen. Vor allem ICH! Dann ging es weiter in Richtung einer kleinen Lichtung mit Salzlecke. Auf Höhe der Salzlecke wurde er sehr unruhig und nahm die Nase ein paar mal zu oft hoch für meinen Geschmack. Ich ging ihm noch etwas nach, ehe ich abbrach und ihn abtrug, dorthin wo wir zuletzt auf der Fährte waren (meiner Meinung nach…) Kurz durchatmen, einen Schluck Wasser trinken und selbst nach Schweiß suchen… Weit konnte das Ende nicht mehr sein. Ich fand leider keinen Schweiß und vertraute auf Gustav, der streckte seine Nase in die andere Richtung (von der Verleitung weg) und ich entschloss mich dazu ihm nachzugehen. Er arbeitet etwas weniger konzentriert weiter, nichts desto trotz sicher und mit Zug nach vorne. Nach einigen, ungewissen Metern sah ich dann die Decke vor uns liegen. Ohne Abruf zum Stück gekommen.

Das Jagdhorn erklingt und Gustav erntet großes Lob!!! Unsere Zusammenarbeit und Ruhe auf der Fährte wird sehr gelobt. Den letzten Haken hat er einfach überlaufen und ab da hatten wir ein wenig zu kämpfen, aber er zeigt einen großen Findewillen und hat sich selbst wieder auf die Fährte gebracht, ohne dabei mich am Ende des Riemens zu vergessen. „So muss Teamwork aussehen“! So ein Lob geht runter wie Öl 🙂

Im Anschluss daran verabschiedeten sich drei Gespanne ins Suchenlokal und wir waren für die Schleppen nur noch zu zweit. Schleppen sind Gustls Lieblingsdisziplin… Die Kaninchenschleppe und die Federwildschleppe arbeitet er gewohnt wie die Feuerwehr und trägt beide Stücke vorbildlich zu, so dass wir sogar Applaus von den Zuschauern ernten und mein Grinsen immer fetter wird. SO EIN FEINER BUB! Es macht so ein Spaß mit ihm zu arbeiten und das Vertrauen das er mir entgegenbringt macht mich wirklich stolz… So ein Terrier könnte sich ja auch einfach aus dem Staub machen, da draußen im Feld, ohne jegliche Kontrolle. Nachdem die Schleppen gelaufen sind, geht es zum letzten Fach für uns und Gustav war als einziger für das Stöbern gemeldet. Somit hatten wir alle Zeit der Welt.

Am Maisacker angekommen herrschten schon ziemlich hohe Temperaturen und ich hatte bisschen Bauchweh, ob er das nun auch noch schafft. Gerade mal 12 Monate und dann so ein haufen Fächer, das hätte auch schief gehen können. Er suchte fleißig den ganzen Acker ab und es hat lange gedauert, gefühlt eine Ewigkeit. Leider war nichts drin… 🙁  also ein letzter Versuch, ab zum nächste Acker.

Die Nerven waren am Ende, das letzte Fach wollten wir gerne noch bestehen vor allem weil der kleine Kerl sich so bemühte. Gustav machte sich ein weiteres Mal eifrig auf den Weg, es dauerte wieder gefühlt ewig, ehe endlich der erlösende Laut erklang.

Er erteilete drei Stück Rehwild und einem Fuchs Hausverbot und schmiss sie raus :-). Dank GPS sahen wir, dass er sich nach wenigen Minuten auf dem Rückweg befand und ich war überglücklich. Wir gingen ihm ein paar Meter entgegen und nahmen den kleinen König in Empfang, standesgemäß wurde er die letzten Meter zum Auto auf Händen getragen *lol* 26 Grad und voller Körpereinsatz zehren dann doch ein wenig. Gefühlt 5 Liter Wasser später war er aber wiederhergestellt 🙂

Somit hat er nun den Freifahrtschein für die kommende Drückjagdsaison, mal schauen was er daraus macht… Nächstes Jahr geht es dann weiter, für eine GP muss noch ein bisschen geübt werden. Erstmal genießen wir den Herbst und Winter und sind sehr gespannt wie er sich im Einsatz zeigt.

Besonders stolz bin ich darauf, dass er einen guten Eindruck hinterlassen hat und trotz jungem Alter so überzeugend gearbeitet hat.

Gustl fetzt halt 🙂

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Spezial-Jagdgebrauchsprüfung(LCD)

Ende August ging es für Blade und mich nach Linsingen zur Spezial-Jagdgebrauchsprüfung für Retriever des LCD.

Bei der SpJGP/R werden hohe Ansprüche an Lenkbarkeit und Führigkeit gelegt und als „Eliteprüfung“ des Labrador-Clubs, dürfen nur Hunde starten, die bereits eine BLP erfolgreich abgelegt haben.

Morgens zum warm werden ging es direkt mit dem Einweisen los. Zwei Fasane waren zu holen, der Winkel, mit nahezu 90 Grad zwischen beiden Stücken, sehr human und mit einer Distanz von 80-100m für Blade gerade richtig zum warmlaufen 🙂 

Erstes Fach mit voller Punktzahl in kürzester Zeit geschafft!

Leider hat es ein Teilnehmer nicht geschafft und somit waren wir nur noch zu zweit verblieben.

Danach ging es zur Waldschleppe. 500m, 20min Stehzeit und der Frage, wie stellt man sich besonders doof an?! Ich hätte es fast vermasselt, indem ich vor lauter Aufregung die Ablaufleine falsch losgelassen habe, selbst fast auf die Nase gefallen bin und zu allem Überfluss mit meiner Aktion Blade auch noch irritiert habe. Nichts desto trotz war ihm ziemlich egal wer oder was da hinter ihm hing 😉 er lies sich zum Glück nicht irritieren und arbeitete die Schleppe in gewohnter Manier aus, Braver Bub!!! 

Nach den Schleppen ging es zum Wasser. Verlorensuchen von 2 Enten aus der Uferdeckung. EIGENTLICH für Blade ein Kinderspiel. Ja, eigentlich… Denn er hatte eigene Pläne im Wasser und so haben wir ein wenig gekämpft und ordentlich diskutiert, bis wir beide Enten gerade noch in der angegebenen Zeit fanden. Wasser-Krimi ein feinsten, nichts für schwache Nerven!!! Das hat uns zwei Prädikate gekostet und somit auch leider einen Abzug in der Lenkbarkeit. Ein wenig ärgerte es mich in diesem Moment, da er das EIGENTLICH wesentlich besser kann, wie er auch schon oft genug bewiesen hat… Aber eben nur EIGENTLICH 😉 

Nichts desto trotz waren wir noch im Rennen und im letzten Fach machte er wieder einiges gut und zeigte sich beim Fach „Einweisen über Wasser auf eine Schleppspur“ wesentlich kooperativer, lies sich artig von mir im Wasser lenken und genau auf die Schleppe schicken. Zügig hatten wir die letzte Ente des Tages „heim gebracht“ und die Labradorspezial bestanden!!!! Blade als einziger Chessie (aber in seinem tiefen Innern ist er ja doch auch ein bisschen Labbi)

Es war eine tolle Prüfung, die im Nachhinein betrachtet jede Menge Spaß gemacht hat. Ich hatte eine tolle Mitstreiterin und Steffi und ihre braune Labradorhündin „Zelma“ haben an diesem Tag den Suchensieg verdient gewonnen!!! 

Und nicht zu vergessen einen herzlichen Dank an die Richter Annika Schäffer, Thomas Tang und Heiner Hausmann für das faire Richten, die stets gut gelaunten Gesichter und das mitfiebern und freuen bei jedem einzelnen Fach!





Blade besteht die Dummy F – Prüfung!!!

Wie sagt man so schön zu solchen Prüfungen??? „Nice to have“ 😉

So oder so ähnlich habe ich mir das auch gedacht und voller Zuversicht zur Dummy F gemeldet. Agnes mit Bylvie und Uli mit Candi waren mit am Start und so gab es eine nette Chessie-Dummy-F.

Nachmittags ging es für uns los und das Wetter meinte es wirklich nicht gut mir uns. Schwül-heiße Temperaturen machten uns ordentlich zu schaffen und sorgten dafür, dass die eh schon weichen Knie noch ein bisschen wabbeliger wurden 😛

Es ging los mit der Verlorensuche. Eigentlich Blades Paradedisziplin, denn es gibt nichts was ihm mehr Spaß macht, als freies Suchen, aber heute sollte alles anders sein wie sonst *lol* das Suchengelände war ein altes Werksgelände, welches langsam „zugewuchert“ ist. Mit Sträuchern und einer Baumreihe durchzogen. Recht hoher Bewuchs und einem Sandhügel (welcher uns noch zu Verhängnis werden sollte). Eigentlich perfektes, spannendes Suchengelände. Nachdem Petra Beringer die Suchefläche klar gemacht hat, durften wir loslegen und Blade schoss in gewohnter Manier in die Fläche. Den Propeller auf Dauerbetrieb geschaletet und ackerte die Fläche von hinten nach vorne durch. Schnell hatten wir die ersten beiden Dummies reingeholt. Beim Dritten fiel ihm der Sandhügel ins Auge und er hielt sich für meinen Geschmack zu lange mit schnuppern dort auf. Propellerbetrieb ist zwar ein guten Zeichen, aber bei Blade auch manchmal falsch zu deuten. *wedelwedelwedel* 🙂

Nach einer gefühlten Ewigkeiten und mit einigen Richtungsweisungen hatten wir Dummy Nummer drei in der Tasche. Ein weiteres sollte geholt werden. Blade zusehends hechelig, sprintete erneut zum Sandhügel *wedelwedelwedel* und steckt seinen Riechkolben erstmal in den Sand *wedelwedelwedel*. Bis mir die Erleuchtung kam, dass heute sicher keine Dummies verbuddelt wurden, setzte Blade schon zum buddeln an!!! WAS ZUM TEUFEL?!!?! Ok, ich war zwischenzeitlich auch wieder anwesend und schickte Blade weiter in die Fläche. „Okeeee Frauchen, dann halt weiter“ und er fand zügig unser vorletztes Dummy. Dummy Nummer fünf hatte er dann nach etwas Sucherei (ohne Ausflug zum Sandhügel) ebenfalls gefunden und wir verabschiedeten uns mit popeligen 10 Punkten aus der Verlorensuche. Schade!!! Das kann er viel besser.

Was los war, weiß wohl nur Mr. Stinkstiefel persönlich. Ärgerlich auf jeden Fall… Aber wie war das mit dem „nice to have“, wenn man es nicht erwartet kommt es meistens richtig dicke…

Nach der Suche ging es zum Einweisen. Quer über eine große Wildwiese mit Blumen, Disteln und viel Querbeet Wucher. (Schade dass ich kein Foto gemacht habe) Das Blind ansich lag in ziemlich knackiger Distanz (etwa 100 Meter locker!!!) und führte links am vorherigen Suchengebiet vorbei. Blade nahm die Richtung sauber an und lief am Suchengebiet sehr artig vorbei und lies sich nicht von seiner Line abbringen. Zum Ende hin verließen mich die Nerven und ich traute ihm diese weite Distanz für ein VOLLBLIND dann doch nicht zu, so dass ich ein paar mal mehr eingriff als nötig, was später auch ’nen ordentlichen Rüffel von Petra gab. „Blöd wenn der Hund auf so einem guten Weg ist und der Hundeführer ihn davon abhält!“ *schääääääm* somit gingen wir mit verdienten 15 Punkten aus dieser Aufgabe.

Danach ging es zum Walk-Up in der gleichen Fläche. Ein Dreier-Walk-Up mit drei Chessies – sowas gibt’s auch nicht alle Tage. Viel gibt es nicht zu sagen: Alle Drei glänzen mit einwandfreier Arbeit beim WalkUp und jeder bekommt 20 Punkte. Für Blade freut es mich besonders. Ist doch der Walk-Up immer unser Angstfach. Das war diesmal gar nicht so und Mr. Stinkstiefel glänzte nun – so gar nicht stinkstiefelig – mit hervorragender Fußarbeit, absolut gechilltem Benehmen am Fuß und punktgenauem markieren.

Zum Abschluss ging es zur Doppelmarkierung und bis auf einen kurzen „Hier-Pfiff“ weil er die Landmarkierung etwas überschossen hatte in dem hohen Gras, gab es auch hier nix zu meckern. 19 Punkte und die Dummy F in der Tasche 🙂

Mit Ruhm haben wir uns nicht bekleckert und die versemmelte Suche ärgert mich besonders. Aber was soll’s! Ein schöner Nachmittag – in vertrauter Runde – war es trotzdem. Petra Beringer hat absolut fair gerichtet und war schrecklich entspannt dabei. Da führt man wirklich gerne!

Wir werden jetzt ein bisschen unsere Suche aufpolieren und dann schaun‘ mer mal wie’s weitergeht 😉

 

Das Chessie-Dream-Team nach getander Arbeit (v.l. Candi, Blade, Bylvie)

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Blade besteht die Retrievergebrauchsprüfung!!!

Es ist schon ein paar Tage her und so langsam sind auch wir wieder im Alltag angekommen.

Blade hat am 06. und 07.November die RGP des DRC in Wiesbaden, mit 198Punkten bestanden. Er hat in nahezu jedem Fach 4 Punkte eingefahren und sich beide Tage über sehr souverän und absolut sicher jedem Fach gestellt.

Am Freitag begann der Prüfungstag ziemlich chaotisch, auf höhe des Offenbacher Kreuzes auf den A3 klingelt mein Handy und mein Mann fragt mich etwas verdutzt ob ich den die Flinte, den Jagdschein und die Muni heute bräuchte!? *WTF!!!!!?????????*  JA NATÜRLICH BRAUCHE ICH SIE!!!! Die Flinte schlummerte seelig im Flur, so fein drappiert wie ich sie morgens gepackt habe…

Kurzer Uhrencheck 7.15Uhr. MIST! Also schnell kehrt gemacht und die 10 Minuten heimgedüst, die Sachen eingeräumt und den Bulli im Tiefflug über die A3 gejagt. „Ich werde zu spät zur RGP kommen!!!“ ging es durch meinen Kopf. Navi sagte 8.15Uhr Ankunft in Wiesbaden, Treffpunkt war 8Uhr. Ich rief Bettina Berthes (die Sonderleitung) kurz an und entschuldigte mich. Klar, die mit der kürzesten Anreise kommen immer als letztes 🙂 Ich sagte ihr, dass sie die Fährten ohne mich auslosen sollen. Schweiß sollte als erstes Fach an diesem Tag geprüft werden.

Ich kam punkt 8.15Uhr am Treffpunkt an und sprang sofort mit allen Unterlagen bewaffnet aus dem Auto. Alles gut… Die Richterin war mit dem Helfer, der das Stück jeweils am Ende auslegen soll, noch alles besprechen und ich hatte Zeit Blade kurz pieseln zu lassen. Denn da „Murphy“ ja bekanntlich eine Sau ist, hatten wir Fährte Nummer eins „gelost“.

Nachdem Claudia Schaper wieder zurück war, gab es eine kurze Ansprache und ich konnte Blades Papiere noch abgeben. Kurze Beisserchen Kontrolle, Hodencheck – alles da! Es konnte los gehen…

Unser Anschuss lag nah am Parkplatz und führte leicht Hang aufwärts, durch einen, gut zu laufenden, Buchenbestand. Am Anschuss fand sich noch jede Menge Schweiß und auch auf den ersten Metern konnte man den Fährtenverlauf deutlich erkennen. Nachdem ich mich mit dem Bild vertraut gemacht habe, setzte ich Blade am Anschuss an und der D-Zug (in unserem Fall wohl B(lade)-Zug) setzte sich in Bewegung 🙂 In gewohnter Manier zog er mich – straff in den Riemen gelegt – den Hang hinauf, zum Glück denn meine Knie und Beine waren total wabbelig vor lauter Aufregung.

Die Nase am Boden klebend zeigte mir, gefolgt von immer wieder gefundenem Schweiß, dass wir richtig sind. Nach dem ersten Haken nahm Blade seinen Riechkolben hoch – VERLEITUNG! Nach ein paar weiterern Metern (auch ich wurde nun unsicher) zeigte sich dann die Vertleitung: Die Sauen hatten in der Nacht frisch gebrochen. Kurz vor der gebrochenen Fläche hatte ich nochmal kurz Schweiß gemeldet, aber dann verlor sich jede Spur. Blade sprang die Verleitung total an, wieso auch nicht, „so Wutzen sind immer spannend, die olle Fährte mit einem Viertelliter auf 400m kann Frauchen selbst ausarbeiten…“

Nachdem er mich weiter durch ein Stangenholz lotste, Nase immer wieder schön im Wind, wollte ich schon zurückgreifen und da kam auch der erste Abruf. MIST!!! Wir waren schon weit ab der Fährte und ließen uns von der Richterin zurück auf die Fährte führen, wo Blade dann auch im Nu den Abgang fand und wieder mit tiefer Nase und strammen Riemen auf der Fährte war.

Ich meldete wieder jede Menge Schweiß und auch Blade schien nun – wo die Verleitung hinter uns lag – voller Konzentration auf der Fährte zu sein. Am Ende angekommen war seine Freude groß und meine Erleichterung NOCH GRÖSSER!!!! Ein Frischling, den Blade locker hätte apportieren können, lag am Ende und da war sie nun endlich seine Wutz 😉 nach der Anschneideprüfung bekamen wir beide unsere Brüche überreicht und es wurde „Sau tot!“ geblasen.

Erstes Fach gemeistert, spannender konnte der Auftakt für diese zwei Tage nicht sein…

Nun hatten wir lange genug Zeit um endlich anzukommen. Die drei Gespanne nach uns musste ihre Arbeit noch verrichten und ich nutzte die Zeit um Blade ein bisschen springen zu lassen und gönnte ihm und mir anschließend ein Frühstück.

Nachdem alle weiteren Teams noch im Rennen waren, verlasen die Richter unsere Noten und wir packten unsere sieben Sachen um weiter in Richtung Wald zu ziehen, um die restlichen Waldfächer zu absolvieren. Nun stand als nächstes Fach Verlorensuche an und eigentlich macht Blade mittlerweile nichts lieber als das. Allerdings hatten wir ja da letztes Jahr im September bei der BLP in Luxemburg so ein kleines Desaster (mit Tauschen, vorführen, weitersuchen usw.) so dass selbst bei dieser leichten Aufgabe meine Nerven auf’s Äußerste gespannt waren. Auch wenn wir bei unserem zweiten BLP Versuch im November keinerlei Probleme mehr damit hatten, bleibt immer das Teufelchen welches auf der Schulter sitzt und einem Horrorszenarien vorgaukelt 🙂

Allen Horrorszenarien zum Trotz zeigte Blade eine schöne Suche, in ziemlich anspruchsvollem Gelände und wurde für seine ausdauernde Selbstständigkeit sehr gelobt. Check!

Danach ging es weiter mit den Haarwildschleppen und den kleinen Waldfächern. Auch hier zeigt sich überall, dass wir sehr fleißig waren die letzten Monate und ein Fach nach dem anderen ging uns locker von der Hand. Zum Abschluss der Waldarbeit kamen wir mit dem Standtreiben. Das war für uns bisher nie ein Thema, bis zum Dienstag vor der Prüfung.

Kurzer Flashback:

Wir hatten bei unserer Generalprobe nochmal ein Treiben veranstaltet und Blade sprang, obwohl er bis dato IMMER frei saß und steady war, ohne Vorwarnung ein. Man sah es ihm weder an der Körpersprache noch an etwas anderem an. Saß er noch relaxed und auf seinem Schinken sitzend neben mir, während ich mich fertig machte („ach die Nummer wieder“) riss es ihn Plötzlich und beim ersten Schuss war Monsieur Naseweiß im Treiben. Es dauerte einen Moment bis ich begriff, dass das gerade mein Hund dort war und schaute ungläubig an mir herunter – ja er war es!!! So beschloss ich, dass er bei der Prüfung an der Leine bleibt. Geschi**** auf den einen Punkt. Schade eigenltich denn bei der Newcomer Trophy im Oktober hielt er ein wesentlich anspruchsvolleres Treiben locker aus…

Nach dem Standtreiben – mit einem angeleinten Blade – machten wir eine kurze Mittagspause und lagen wirklich genial in der Zeit. 13 Uhr und die Waldarbeit incl. Gehorsam ist komplett durch. Nach der Pause setzten wir um ans Wasser, zum letzten Teil des Tages.

Jeder Hund wurde einzeln durchgeprüft, so dass die Hunde danach abgetrocknet und eingemurmelt ins Auto konnten.

Blade hatte Startnummer eins und so ging es direkt mit uns los. Stöbern im Schilf ohne Ente, Blädis Welt 🙂 er lies ordentlich die Sau raus und stöberte munter den kompletten Schilfgürtel ab und war sogar kurz im angrenzenden Teich. Ich sollte ihn machen lassen… Klar dachte ich mir, der stöbert so bis morgen. Nach etwa 10 min durfte ich ihn herausholen und die Schussfestigkeit folgte und danach die Verlorensuche. Die fand nochmal in der gleichen Fläche statt, so dass der ein oder andere Hund sich da etwas schwer damit noch ein zweites Mal in das gleich Schilf zu schwimmen, wo er vorher nichts fand.

Nichts desto trotz waren am Ende dieses Tages noch alle Teams im Rennen und wir konnten alle mit einem fetten Grinsen im Gesicht die Heimfahrt antreten. Am nächsten Morgen war Grand Finale angesagt. Einweisen und Feldschleppe…

Ich düste nach Hause und versorgte den kleinen Helden um danach direkt zur Arbeit zu fahren. Das war ziemlich anstrengend, aber so hatte ich immerhin keine Zeit um an irgendwelchen Horrorszenarien zu feilen, während ich auf der Couch saß 🙂

Am nächsten Morgen trafen wir uns um 8 Uhr am Bürgerhaus in Wiesbaden. Dort ging es für Blade direkt mit der ersten Schleppe los. Gleich früh morgens ein bisschen fetzen, das ist immer gut!!! Beim Einweisen zeigte er sich dann nochmal von seiner lenkbaren Seite und hat sehr fein mit mir zusammengearbeitet, was auch sehr gelobt wurde, so dass zum Schluss nur noch die Schussfestigkeit zu prüfen war und Blädi-Boy somit mit 2,5 Jahren einfach mal locker flockig die RGP BESTEHT und dann auch noch mit einem tollen zweiten Platz!!!!

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Ich bin sehr stolz auf ihn und diese tollen Leistungen die er schon bringen kann. Obwohl in seinem Kopf manchmal doch ein wenig Gemüse herrscht 😉 zeigt er immer wieder, dass er auf den Punkt da sein kann wenn es gilt und das macht ihn für mich so einzigartig.

Ich bedanken mich bei dem Richterteam für das sehr faire Richten und die lockere Atmosphäre die sie die beiden Tagen über verbreitet haben und auch ein ganz herzliches Dankeschön an die Sonderleitung Bettina Berthes, die sich wirklich toll um alles gekümmert hat und uns Teilnehmern immer zur Seite stand. Vor allem auch ein dickes DANKE Tina, dass Du mir Blade beim Einweisen gebracht hast 🙂 und auch vielen Dank für die vielen, schönen Fotos von beiden Tagen!

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Nun ist unsere Prüfungssaison 2015 beendet und es heißt „Auf zum munteren Jagen!“ Auch Blade wird sich auf ein paar Drückjagden diesen Winter seiner Lieblingsbeschäftigung widmen. Er darf stöbern und den Schweinen nachstellen. Auf die ein oder andere Entenjagd wird er auch mitdürfen, auch wenn das eigentlich Bones‘ Privileg ist. Und dann schauen wir einfach mal was uns 2016 alles so erwartet…

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WD-Tests 2015 im Sauerland

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Am zweiten Septemberwochende fanden im Sauerland die amerikanischen WD-Tests statt. Organisiert und ausgerichtet von Uli Schlögell und Moira Frank, welche sich mit viel Engagement und Herzblut seit vielen Jahren für die Chesapeakes einsetzen und selbst seit vielen Jahren diese wunderbare Rasse züchten.

Bei den WD Tests handelt es sich um sogenannte Anlagenprüfungen für Chessies des ACC (American Chesapeake Club). Hier nachzulesen.  Wobei auf die „natural marking ability“ sehr hoher Wert gelegt wird und auf andere Dinge wie Schussfestigkeit, umgang mit Wild und mit Wasser.

Es gibt drei verschiedene „Schwierigkeitsgrade“ der WD-Tests.

Der WD (working dog)

besteht aus zwei simplen Singelmarks an Land, welche mit Schuss und Federwild geprüft werden und zwei simplen Singelmarks an Wasser. Die Entfernung dieser beträgt nicht mehr als 20 Meter.

Der WDX (working dog excellent)

besteht aus zwei Doppelmarks. Einmal Land, einmal Wasser. Die Entfernungen betragen nicht mehr als 70 Meter und die Winkel zwischen den Markierungen sollen nicht weniger als 45 Grad betragen, allerdings auch nicht mehr als 90.

Der WDQ (working dog qualified)

Der WDQ ist etwas aufwendiger. Es wird ein weites Doppelmark mit einem Stück welches auf etwa 120m Entferung fällt und einem etwas kürzeren auf etwa 90 Meter. Der Winkel soll kleiner als 90 Grad betragen und die Fallstellen sollen in hohem Bewuchs liegen.

Im Anschluss an das Land-Double ist ein Wasser Blind zu arbeiten, wo der Hund etwa 50 Meter über die offene Wasserfläche schwimmen muss und eine Ente im Bewuchs (Ufer, Schilf) suchen muss.

Danach wird ein Land-Blind gearbeitet. Der Hund soll sich auf eine bezeichnete Stelle einweisen lassen und dort in dichtem Bewuchs eine ausgelegte Ente finden und bringen. Die Entfernung beträgt  etwa 80 Meter.

Und zum Abschluss gibt es das sogenannte „Triple“ eine Kombination aus drei Markierungen. Zwei im Wasser und eine an Land, wobei der Gesamtwinkel der Markierungen etwa 90 Grad beträgt und die Distanzen zwischen 40 und 80 Meter liegen. Die Reihenfolge in welcher gearbeitet ist egal.

 

Blade habe ich sowohl zum WDX wie auch zum WDQ gemeldet (was wir haben, haben wir 😉 ) und so hätten wir wenigstens den WDX mit nach Hause genommen, wenn der Q noch ’ne Nummer zu groß für uns gewesen wäre!!!

Aber was soll ich groß erzählen. Blade hat echt fein gearbeitet und alle Ängste waren absolut unbegründet. Den WDX hat er abgearbeitet wie im Schlaf und den WDQ hat er auch nahezu perfekt gerockt <3 beim Triple hatte ich ein wenig Panik bei der Landmarkierung bekommen, da ich davon ausging, dass man bei den Marks grundsätzlich nicht handeln darf und er die Landmarkierung von der Tiefe her nicht auf dem Schirm hatte. Dem war allerdings nicht so, denn wenn der Hund beim Triple ein Mark selbstständig gearbeitet hat, durften man bei den anderen helfen. Nachdem ich um dieses Info reicher war, hatten wir auch das Triple in der Tasche und somit blieb nur noch das Land Blind zu arbeiten. Blade ging sauber raus über die flache Wiese und rüber in den Altgrasstreifen, welcher mit Brombeeren und Bäumen durchzogen war. Dort war die Fallstelle etwa 10 Meter nach dem Übergang zum hohen Bewuchs. Man konnte den Hund nicht sehen und musste sich auf ihn verlassen. Nachdem Blade ein, zwei Mal wieder aus der Fläche kam, entschloss ich mich ihn weiter voran zu schicken und ein Suchenkommando hinterher zu geben. Der Plan ging auf und somit hatten wir auch den WDQ in der Tasche!

Nun darf der Herr sich „Haunted House Blade Runner WDQ“ schimpfen und ich bin sehr stolz auf die Leistung von meinem kleinen Knallo!!! Beweist er doch immer wieder auf’s Neue, dass er für Überraschungen gut ist <3

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Weitere Fotos folgen demnächst!!!

Februar 2015

 

Das alte Jahr ist schon lange vorbei und das Neue befindet sich schon in vollem Gange.

Ende 2014 erreichte uns die freudige Nachricht, dass Blade (Haunted House Blade Runner) die Zuchtzulassung im DRC bekommen hat! Somit ist es nun offiziell Blade ist tauglich für die jagdliche Leistungszucht im DRC!!!

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Heute – am 21.02.2015 – stand dann auch die erste Prüfung des neuen Jahres an. Bones und Blade bestehen die Langschleppenprüfung in Linsingen.

Bones hat letztes Jahr bereits die 800m bestanden und durfte somit dieses Mal die 1200m laufen. Ein absoluter Kaltstart für Bones, der bei der Heraeusprüfung im November 2014 das letzte Mal eine Schleppe gelaufen ist und diese war auch noch 700m kürzer. Nach kurzen Startproblemen – es war ziemlich windig, regnete und zudem lief die Schleppe die ersten 100 Meter auf einem grünen Feldweg – fand Bones sich aber schnell wieder ein und nachdem ich ihn erneut angesetzt habe, hat er die Schleppe in gewohnter Manier sauber und zügig ausgearbeitet… Ein bisschen Nervenkitzel MUSS eben sein :-p

Blade durfte zuvor beweisen, dass DAS genau sein Ding ist. Gas geben und selbständig arbeiten, das ist seine Welt. In windeseile verschwand die Rennsemmel hinter’m Horizont und war genauso schnell wieder aufgetaucht, im ersten Moment verdächtigte ich ihn ohne Kaninchen zurückzukommen, aber meine Bedenken waren unbegründet und Mr. 1000 Volt war bereits mit wehenden Ohren auf dem Rückweg. 800m Langschleppenprüfung bestanden!!!

Feine Jungs, so kann das Jahr beginnen!!!

 

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Erfolgreiche Wochen für Bones und Blade!!!

 

 

Der letzte Eintrag ist schon einige Zeit her und in dieser Zeit ist Einiges geschehen!!!

Blade wurde am 1.10. beim Formwert in Rösrath vorgestellt und erhielt ein „vorzüglich“

Gute Grösse, vorzüglicher Typ. Maskuliner Kopf, helle Augen, sehr gut getragener Behang, viel Ausstrahlung. Vorzügliches Gebäude, korrekt in allen Teilen. Raumgreifende Bewegung.
Richter: Hassi Assenmacher-Feyel

 

 


 

 

Am 18.10. ging es dann direkt weiter und so wurde in Ingelheim am Rheim unter Brigitte Weber festgestellt, dass Blädi nun auch ein Wesen hat!!!! Und was für eins 🙂

Temperament, Bewegungs- und Spieltrieb:
Der 17 Monate alte Rüde ist temperamentvoll, er hat ausgeprägtes Bewegungsverhalten.

Ausdauer, Unerschrockenheit, Härte, Aufmerksamkeit:
Er ist unerschrocken, hat große Ausdauer und Aufmerksamkeit.

Beute- und Bringtrieb, Spür- und Stöbertrieb:
An Beute ist er sehr stark interessiert, er trägt seine Beute meistens für sich.

Unterordnung und Bindung:
Die Beziehung zu seiner Besitzerin ist sehr gut und vertrauensvoll. Er hat sehr gute Unterordnungsbereitschaft.

Sicherheit gegenüber Menschen, Kreisprobe, Rückenlage:
Menschen gegenüber ist er sicher, wählt seine Spielpartner aus. Im engen Menschenkreis ordnet er sich unter.

Sicherheit gegenüber optischen und akustischen Reizen:
Die optischen und akustischen Reize des Parcours schaut er sich mit Interesse an.

Schussfestigkeit:
Beim Schuss sicher, sucht ausdauernd.

Bemerkungen:
Ein aktiver Rüde mit sehr schöner Beziehung zur Führerin.

 

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Nun mein kleines Highlight!

Bones besteht am 08.11.2014 die Dr. Heraeus-Gedächtnisprüfung – eine jagdliche Eliteprüfung des DRC – mit der Gesamtnote „sehr gut“!!! Letztes Jahr sind wir schon einmal angetreten und leider durchgefallen. Dieses Jahr haben wir uns nochmal getraut. Wer den ausführlichen Bericht von letztem Jahr sucht, dem wird HIER geholfen 😉

Seine Prädikate können sich sehen lassen:

Haarwildschleppe 500m: hervorragend

Doppelmarkierung: hervorragend

Einweisen: gut

Standtreiben mit Verlorensuche: hervorragend

Einweisen über Wasser auf eine Schleppspur: gut

Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer: gut

Marking auf dem Wasser: hervorragend

 

 

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Und der krönende Abschluss war gestern, am 16.11.2014 auch eine „Wiederholungstat“ 🙂

Unser Young“star“ Blade alias Blädi besteht die BLP des DRC in Montabaur mit 356/370 Punkten!!!!!

Ende Septmeber wagten wir bereits einen Versuch und damals war das nötige Quätnchen Suchenglück leider nicht auf unserer Seite. Dafür hatten wir nun umso mehr Glück und Blade besteht die BLP als jüngster Hund (mit 18 Monaten) und dem zweiten Platz. Ich bin sehr stolz auf den Kerl, denn er hat beweisen, dass er trotz seines jungen Alters, einen langen und anspruchsvollen Prüfungstag gut wegsteckt und von Anfang bis Ende mit voller Konzentration arbeitet.

 

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So kann die Prüfungssaison Enden 🙂 nun werden wir uns ein paar Tage ausruhen, unsere nächsten Ziele ins Auge fassen und dann in Angriff nehmen!!!