Newcomer Trophy 2015

Wir waren dabei!!!

Blade hat sich bereits letztes Jahr für die Newcomer Trophy (NCT) qualifiziert, indem wir im August 2014 einen WT-A mit „sehr gut“ bestanden hatten. Letztes Jahr konnten wir leider nicht zur NCT fahren, da ich arbeiten musste, aber 2015 hatte ich fest eingeplant. Denn hey, wann startet schonmal ein Chessie bei der NCT?!?!!? Also war’s quasi verpflichtend und stellvertretend für alle arbeitenden Chessies 😉

Pünktlich zum Meldebeginn hab ich gemeldet und dazwischen war einige Zeit vergangen, ehe es sich herausstellte, dass ich nun leider doch an diesem Tag arbeiten musste. Alsohab ich ziemlich bedröppelt abgesagt und mich damit abgefunden, dass die NCT ohne uns stattfindet. 6 Tage vorher kam dann alles ganz anders und ich konnte doch, also schnell die Sonderleitung informiert und gehofft, dass aus unserem Start doch noch was wird. Wir hatten das nötige Glück und eine wunderbare Sonderleiterin, die ohne umschweife unseren Startplatz wieder für uns parat hatte!!! Yieeehawwww. Meine Freude war groß, ehe mir zwei Tage vorher der Arsch auf Grundeis ging…

Ich haderte mit mir. Soll ich? Soll ich nicht? Knappe 400km einfache Fahrt. Morgens hin, Abends zurück. Durchfallen wollte ich nicht (wenn schon, dann packt mich auch der Ehrgeiz und den Eintrag „NCT’15“ hätte ich dann schon gern sicher, ist ja schließlich kein einfacher WT :-P) Nachdem Blade sich dann Freitag auch noch am Auge verletzt hatte, nachdem er einen Brennnessel-Verhau auf links drehen wollte, war für mich klar: WIR FAHREN NICHT!!! Gerade in diesem Moment kam von Niko die Nachricht, ob ich „verwendung für einen Fotografen und Begleiter hätte“. Die Aussicht darauf den Tag nicht alleine in der Wartezone zu verbringen, war natürlich sehr verlockend und mit ein wenig Überredungskunst, gelang es ihm mich doch noch dazu zu bewegen, nach Holdorf zu fahren! Also ab und Tasche packen und Blades Auge verarzten, denn Freitag abend musste ich schließlich noch eine Runde arbeiten, bevor ich „schnell schlafen“ musste, damit ich um 3 Uhr wach und einigermaßen fit bin 🙂

So klingelte Samstag früh der Wecker um 3 Uhr und nach einem kurzen Gesundheitscheck, stellte sich heraus, Blades Auge ist einsatzbereit und um 4 Uhr saßen Blädi and me im Auto auf dem Weg nach Holdorf. Ich muss bekloppt sein, dachte ich bei der Fahrt regelmäßig, während ich auf’s Navi lunzte um zu sehen wie weit wir noch haben.

Pünktlich um halb acht kam ich auf Gut Ihorst an. Niko erwartete mich bereits und auch Elli war zum helfen da. Schonmal zwei Chessieleute, das hat mich gefreut!!! Nichts desto trotz änderte es nichts an der Tatsache, dass ich bei solchen Events ein nervliches Wrack bin und frühestens nach der ersten Aufgabe wieder ein normales Wort herausbekomme 🙂 Nachdem ich unsere Unterlagen abgegeben hatte und meine Startnummer entgegennahm, durft Blade kurz flitzen und sich lösen. Mit einem 100% aufgeladenen Chessieakku, sollte man nicht unbedingt in die erste Aufgabe gehen!!!

Nach der Begrüßung sattelten wir die Hühner und rund 80(!!!!!!) Teams machten sich auf den Weg zu ihren Stationen.

Wir waren mit Startnummer 32 in Gruppe zwei und bei uns ging es an Station 2 los:

Aufgabe 2 – Michael Brühl (15 Punkte)

Von einem Waldweg aus startet man frei bei Fuß auf einem Trampelpfad durch einen lichten Wald. Linker Hand dichter Bodenbewuchs, rechts stehen Schütze und Werfer, an welchen man vorbeigeht an das andere Ende. Dort angekommen dreht man sich wieder um 180Grad, so dass man die Schützen im Blick hat. Daraufhin fällt ein Schuss ohne dass etwas passiert und im Anschluss fällt ein weiterer Schuss und ein Dummy vom Helfer aus nach rechts in den grünen Bewuchs. Danach dreht man sich nach rechts zum Suchengebiet und der Hund muss zuerst ein Dummy aus der Suchenfläche holen und im Anschluss die Markierung arbeiten.

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Nach fast einer Stunde Wartezeit (16 Hunde pro Gruppe und wir waren die Letzten) ging es für uns endlich los. Blade lief „einigermaßen“ artig Fuß. Bis auf den ein oder anderen Bodenkontakt mit der Nase während des Walk-Ups. Am Startpunkt angekommen, drehten wir uns wieder herum und er hat die Helfer schon fest im Blick gehabt, diese Verknüpfung ist schonmal gelungen. Zu weiteren Verknüfungen später mehr. Nachdem beide Schüsse und das Mark gefallen waren richteten wir uns auf den „Tunnel“ aus und ich schickte ihn mit Voran in das Suchengebiet. Da er etwas zu weit nach links ausdriftete, musste ich ihn zweimal hereinholen, damit er nicht doch noch über die Markierung stolpert und diese bringt. Er fand das Dummy zügig und brachte es ein wenig schlampig zurück, was uns natürlich Punkte kostete. Das Mark hatte er nahezu auf den Punkt und somit hatten wir unsere erste Aufgabe mit 15 Punkten in der Tasche.

Aufgabe 3 – Keld Jorgensen (10 Punkte)

Man steht auf einem Feldweg. Von dort aus läuft man frei bei Fuß in Richtung eines Rübenackers. Linker Hand stehen Schütze und Werfer vor einem Maisfeld. Rechts am Rübenacker steht ebenfalls ein Schütze und Werfer.
Während man läuft fallen rechts und links jeweils ein Schuss, ohne dass etwas passiert. Am Ansetzpunkt angekommen fällt nun links eine Markierung mit Schuss und danach rechts. Zuerst soll das linke Mark, dann das Rechte gearbeitet werden.

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Fußgehen ohne, dass etwas passiert ist nicht Blades stärke, wie sich bei dieser Aufgabe herausstellte. Nachdem ich ihn abgeleint hatte und wir losgegangen waren, trottete er etwas lustlos neben mir her und hing ein bisschen nach. Ich beschloss es einfach zu ignorieren. Als der erste Schuss fiel, war er plötzlich hellwach und in absolut korrekter Fußpostion neben mir 🙂 so schnell kann’s gehen (und da ist schon die nächste Verknüpfung. Zum Glück ist er zu 99% steady und der Schuss führt nur dazu, dass er aufmerksam aufschließt :-p )  Von da an lief er einwandfrei die letzten Meter und am Ansetzpunkt angekommen lies er sich nach rechts ausrichten um das Dummy zu markieren und auch anstandslos nach links um das Zweite zu markieren. Ich habe GETRÄUMT. Weder hatte ich aufgepasst noch mir gemerkt wo sie lagen, geschweige denn wie weit die Dummies waren. Ich schickte Blade nach der Freigabe das erste Dummy holen, welches er auch sauber auf den Punkt hatte. Vor uns war ein kleiner Graben und den nahm er auf dem Hinweg natürlich mit voller Chessiepower voraus im Hochsprung. Zurück wollte er dann elegant durch den Graben, leider fiel ihm dann auf, dass dort Brombeeren sind. Das führte natürlich dazu, dass er etwas staksig den Rückweg antrat 🙂 kleine Mimose… Das zweite Mark hatte er von der Richtung her relativ ordentlich, allerdings war er viel zu weit, die Entfernung betrug knappe 30 Meter. Also holte ich ihn zurück und stoppte ihn in komplett falscher Höhe und gab den Suchenpfiff an einer ganz anderen Stelle!!! „Mein Gott was tust du da?!?!“ dachte ich mir. Also kurzen Gehirnausfall behoben, mich besonnen und nachgedacht: „Werfer = höhe des Dummies“ HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!! Dort lag es dann auch und Blade fand – nachdem ich ihn einige Male falsch dirigiert hatte – doch noch zum Dummy. Das alles kostete uns einiges an Punkten. Sehr schade, für eine scheinbar simple Aufgabe.

Aufgabe 4 – Boye Rasmussen (20 Punkte)

Man steht auf einem Kartoffelacker. Auf ca. 60 Meter stehen Schütze und Treiber welche einen Wiesenstreifen, nach dem Acker, von rechts nach links durchtreiben. Nach dem ersten Schuss fällt ein Dummy auf 60 Meter, das Treiben geht weiter. Am Ende fällt ein weiterer Schuss an einer anderen Stelle ohne dass was passiert. Auf die Freigabe hin soll der Hund das Dummy holen, wenn er wieder da ist fällt nun ein weiterer Schuss und ein Dummy.

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Hier gibt’s eigentlich nicht viel zu sagen (die Punkte sprechen für sich 🙂 tschakkaaaa) das war eine Aufgabe ganz nach Blädis Geschmack. Ordentliche Distanz, so dass die Chessieläufe mal in den Galopp kommen und ein bisschen Aktion! Blade sah sich das Treiben absolut entspannt an und legte eine derartige Coolnes an den Tag, dass ich schon zweifel hatte er hätte den Ernst der Lage nicht begriffen 🙂 Als das Mark fiel zeigte ich kurz in die Richtung und er war wieder voll wach. Nach der Freigabe flitzte das Tierchen los und hatte das Mark auf den Punkt. Ich lies ihn direkt einparken, so dass er das zweite Dummy direkt markieren konnte und auch dieses hatte er exakt markiert <3 Die Pfeiffe kam kein einziges Mal zum Einsatz und somit hatten wir in dieser Aufgabe zeigen können, was er drauf hat 🙂 Ich hatte mich in der Wartezone schon zurechtgemacht (Weiße Ärmel raus usw.) da viele Teams vor uns in dieser Aufgabe sehr viel handeln mussten. Alles für die Katz‘ – zum Glück!!! Feiner Bub.

Aufgabe 5 – Felizitas Latendorf (16 Punkte)

Teamaufgabe. Man kommt an den Startpunkt. Das Team mit der niedrigeren Startnummer nach rechts. Das mit der höheren nach links. Nachdem man die Hunde abgeleint hat, beginnt ein Treiben etwa zwei Meter vor den Teams. Während dem Treiben werden mehrere Kaninchenfelldummies langsam über den Boden gezogen und „darauf geschossen“. Nach dem Treiben muss das linke Team nach hinten weg und den Hund hinter einem Wall ablegen. Danach muss das rechte Team sich um 90 Grad nach rechts drehen und es fällt eine Markierung in einen relativ offenen Wald.
Wenn der Hund gebracht hat, muss dieser in die Ablage und das zweite Team arbeitet die Markierung ebenfalls.

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Als wir von Aufgabe 3 zu den beiden Stationen von Aufgabe 4 und 5 kamen, ging plötzlich alles ganz schnell. Eine andere Gruppe war schon bei Aufgabe 4 zugange und bei Aufgabe 5 gab es einen Leerlauf, also sollte ich mir einen neuen Teampartner suchen (das Team mit der Startnummer 31 hatte die Aufgabe bereits mit jemand anderem gearbeitet) und Aufgabe 5 zuerst arbeiten. Ein Teampartner war schnell gefunden. Barbara Reppermund mit ihrem Goldenrüden Mailo war auch noch auf der Suche nach einem Teampartner und so machten wir kurzerhand Nägel mit Köpfen. Auf dem Weg zur Aufgabe hab ich Blade noch kurz daran erinnert, dass er nun nicht den „Dirty Dancing Hund“ raushängen lassen muss, nach dem Motto „Mein Tanzbreich, dein Tanzbereich“ und eventuelles geprolle unserem Teampartner gegenüber jetzt fehl am Platz ist und er sich auf seine Arbeit besinnen soll 😉 (übrigens danke Niko für die Umschreibung „Dirty-Dancing-Hund“: Blade, die kleine Jennifer Gray. Ich muss jetzt immer laut lachen wenn das Lied läuft!!!)

Die Aufgabe war wahnsinnig spannend. Das Treiben war VERDAMMT nah und diese Felldummies VERDAMMT spannend. Ich hab eigentich nur darauf gewartet, dass Blade mit einem Mäuselsprung auf die Dummies springt und sie dem Helfer entreisst *Kopfkino an*. Dem war so nicht und ich war echt baff, wieeeeee artig er neben mir saß!!!!! Der Hals wurde zwischendurch zwar immer länger, aber ansonsten machte er keinerlei Anstalten einzuspringen. Nachdem das zweiten Team in die Ablage verschwand, drehten wir uns nach rechts und die Markierung für Blade fiel. Er nahm zwar nicht die Ideallinie zum Dummy, hatte dafür aber den Fallbereich super auf dem Schirm! Nachdem er das Dummy heimgebracht hat, verkrümelten wir uns in die Ablage. Hier haben wir wohl dann auch die meisten Punkte verloren, denn Ablegen wollte er sich partout nicht, lieber sitzen! Nach dem ein oder anderen Kommando mehr, hat er sich dann endlich hingelegt und blieb dann auch artig dort…

 

Aufgabe 1 – Danny Frazer (16 Punkte)

Man steht auf einem Feldweg und wartet auf den Richter, daraufhin wird man von ihm abgeholt und der Hund soll abgeleint werden und man geht einen Trampelpfad entlang bei Fuß. Währenddessen wird links von einem zwei Mal geschossen, man soll allerdings erst auf Anweisung stehen bleiben. Etwa 10 Meter vor einem Wassereinstieg bleibt man stehen und dreht sich nach links mit Blick auf eine kleine Schneise. Nun erklärt der Richter, dass er ein Dummy aus der benannten Suchenfläche möchte. Man wurde darauf aufmerksam gemacht den Hund NICHT zu handeln (außer natürlich es wird nötig) der Richter betonte er möchte den Hund selbständig arbeiten sehen. Wenn diese Arbeit beendet ist geht man ein paar Meter nach rechts zu einem weiteren Wassereinstieg (man durfte den Hund zwischenzeitlich anleinen) und dort fällt auf einen Schuss hin eine Wassermarkierung auf die – hinter einer Inselzunge liegende – Wasserfläche. Nur die Schützen und ein kleiner Teil der Flugbahn waren zu sehen, die Fallstelle nicht.

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Unsere letzte Aufgabe… Ich war echt aufgerergt! Alles lief bis hierhin relativ gut, wir waren noch im Rennen und nur noch einen Druchgang entfernt davon die Newcomer Trophy 2015 zu bestehen!!! Natürlich hatte ich mit der Zeit schon mitbekommen, dass bei dieser Aufgabe Wasser im Spiel war und wer Blade kennt, der kennt auch seine ausgeprägte Affinität zum Wasser *lol* Ich versuchte mich locker zu machen und Blade so gut es geht „herunterzufahren“. Als wir dran waren, sah ich seinem Riechkolben an, dass er das Wasser zu 100% in der Nase hat. Das führte wiederrum dazu, dass er einwandfrei bei Fuß lief 🙂 am Suchengebiet angekommen, erklärt Danny dass er den Hund gefälligst selbstständig arbeiten sehen will. „Okay“ dachte ich mir „wenn er was kann, dann DAS!“ Blade hatte auch prompt das Dummy gefunden und auf dem Rückweg machte er einen halben Meter vor mir eine kleine Kehrtwende nach rechts in Richtung WASSER!!!!! Doppelpfiff und er gab das Dummy schnell ab, allerdings das Wasser fest im Blick. Das war natürlich nicht so schön.

Nachdem dieser Teil beendet war ging es ein paar Meter weiter und ich entschloss mich ihn an die Leine zu nehmen (sicher ist sicher und der Richter bewertete den Weg zum Wassereinstieg nicht, somit durften man die Hunde anleinen). Am Ufer angekommen fiel auch schon die Markierung und wir hörten lediglich ein lautes Platschen. Auf die Freigabe hin nahm Blade die Brücke und gegenüber hörte man nur, wie er im Wasser landete. Mir kam es vor wie eine Eeeeewigkeit und ich dachte, er schwimmt muntere kreise auf der anderen Seite (man konnte die Hunde nicht sehen, aber es war wohl eine gute Strecke zu schwimmen). Gerade als ich anfing Panik zu schieben kam die Hand vom Helfer, er hat aufgenommen!!! Yieeeeehawwww!!! Jetzt nur noch ohne schütteln abgeben und das Ding ist uns! Er kam auch wieder über die Brücke zurück (was Punktabzug gab) und lieferte mir das letzte Dummy des Tages sauber in die Hand ab! Nachdem ich ihn angeleint hatte musst ich erstmal einen Jubel loslassen: NEWCOMER TROPHY 2015 check!!!!!!

 

Im Nachhinein bin ich wirklich überglücklich, dass wir doch noch gefahren sind und dieses tolle Event miterleben durften. Blade hat fein gearbeitet, wenn es darum ging ZU ARBEITEN. Fußgehen ohne action findet er nach wie vor überflüssig 🙂 und daran müssen wir tüfteln. Bewiesen hat er defitniv, dass auch ein Treiben vor seiner Nase inklusive Felldummies, die in Zeitlupe über den Boden hüpfen, ihm zwar alles abverlangen, aber er das durchaus aushalten kann! Mit der Newcomer Trophy 2015 verabschieden wir uns für dieses Jahr aus der WT-Szene und freuen uns auf einige Jagden im kommenden Herbst und Winter.

Vielen Dank an Elli Lange für das schöne Erinnerungsfoto von Blade <3

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Und dann gibt’s da natürlich noch jede Menge Fotos die Nikolai Ahlbrecht an dem Tag gemacht hat! Vielen Dank Niko, für’s begleiten, mitfiebern und knipsen!!!

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Schäufele Cup 2015 (Fortgeschrittene)

Am Samstag waren wir in der BZG-Franken zum Training-Workingtest „Schäufele Cup“. Der Schäufele-Cup findet im selben Gelände wie der Workingtest „Stormy Weather“ statt und ich hab schon sooooo viel von dem tollen Gelände gehört, dass ich unbedingt dort auch ‚mal starten wollte. Aber bevor wir uns zu „Stormy-Weather“ anmelden gibt es erstmal einen Probelauf 🙂

Um 4 Uhr aufstehen, 2,5 Stunden Hinfahrt… Maaaaaan war ich k.o. aber es hat sich gelohnt, trotz einer Null (die zuerst gar keine war…)

Aufgabe 1 –  Barabara Reppermund (0 Punkte):

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Man startet auf einem Weg, linker Hand ein Weiher. Nachdem man ein paar Meter gelaufen ist, dreht man sich auf Anweisung nach links mit Blick in Richtung Weiher und am gegenüberliegenden Ufer steht ein Schütze. Es fällt ein Schuss und ein Dummy ins Wasser. Im Anschluss geht man noch ein paar Meter weiter und dreht sich wieder in Richtung See. Nach der Freigabe wird die Wassermarkierung gearbeitet. Wenn der Hund wieder zurück ist, fällt am gegenüberliegendem Ufer ein Schuss und ein Blind ist zu holen.

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Blade hatte beim ersten Durchgang seine eigene Vorstellung vom Fußgehen und blieb immer ein Stück hinter mir um den Überblick zu bewahren. Ich könnte auch die Ausrede nehmen, dass er sich mit dem Nachhängen „selbst diszipliniert“ aber neiiiin: Fußgehen in solchen Situation ist immer noch unser Knackpunkt. Die Aufgabe an sich hat er einwandfrei gearbeitet, die Markierung auf den Punkt und das Blind auch ohne Probleme, aaaaaber er hat sich wieder geschüttelt. (Beim ersten Dummy UND beim zweiten Dummy) nahm es allerdings beide Male wieder von alleine auf. Dort hatten wir beim ersten Mal noch 5 „Gnadenpunkte“ bekommen. Die Aufgabe wurde ganz zum Schluss für uns zwei F-Starter wiederholt, da die Helfer im ersten Durchgang etwas hinderlich standen und die Richterin wollte uns nochmal die Chance geben.

Blade war nach 6 Stunden und 4 fein gearbeiteten Aufgaben eigentlich total durch und so kam es wie es kommen musste: Er machte Blödsinn bei der Abgabe. (Spuckte das Dummy aus um sich zu schütteln, trank erstmal genüsslich Tümpelwasser und brachte dann iiiiiirgendwann das Dummy). Zwar war es eine nette „Stinkefinger“ Aktion, aber shit happens. Wir werden jetzt einige Runden am See verbringen und unseren „Anti-Schütteln-Fresh-Up“ durchziehen 🙂 Immerhin eine postive Sache gab es zum Abschluss, das Fußgehen war deutlich besser als am Morgen beim ersten Durchgang!

 

Aufgabe 2 – Wolfgang Köhler (16 Punkte)

Man steht im Wald auf einem kleinen Plateau. Vor einem auf 12 Uhr stehen zwei Schützen (bin mir nicht mehr sicher ob zwei oder ein Schütze) und rechts von uns steht ein Schütze.
Zuerst fällt eine Markierung mit Schuss im hohen Bogen vom mittleren Schützen nach links ins Tal, in einen sumpfigen Grünstreifen, danach fällt geradeaus eine weitere Markierung. Hund wird zuerst auf die linke Markierung geschickt, wenn der Hund wieder da ist, schießt der rechte Schütze und wirft eine Markierung in einen Grünstreifen, diese ist sofort zu holen. Als letztes soll die mittlere Markierung gearbeitet werden.

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Blade hatte die erste Markierung erstaunlich gut markiert, auch wenn ich dachte, dass er überhaupt keinen Plan hat. Er lief aber in die exakte Richtung und arbeitete sich im Tal zügig in den Wind. Nachdem er aufgenommen hat, verhoffte er kurz und ich gab zur Sicherheit den Hier-Pfiff. Wie sich später herausstellte war da unten „Mädchenpipi“ – guter Bub *toitoitoi* hoffentlich eine Baustelle weniger… 😛

Die zweite Markierung hatte er super markiert und auf die letzte habe ich ihn „auf gut Glück“ geschickt, da ich die Fallstelle überhaupt nicht mehr auf dem Schirm hatte, aber Blade dafür und er holte somit auch das letzte Dummy sauber rein.

 

Aufgabe 3 – Daniel Reichel (17 Punkte)

Man steht im Wald auf einem Plateau, vor uns geht es Hang abwärts und im Tal ist ein kleiner Bachlauf. Dahinter steht ein Schütze, welcher schießt und eine Markierung auf eine Grünfläche wirft. Nach Freigabe darf diese gearbeitet werden. Wenn der Hund wieder da ist fällt ein weiterer Schuss und ein Blind, welches an der Baumwurzel liegt wird im Anschluss gearbeitet.

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Die Markierung hatte Blade gut gearbeitet und kam auch zügig zurück, auf das Blind lies er sich sauber schicken und hielt nahezu die Line (was mich in dem schwierigen Gelände richtig gefreut hat) an der Wurzel musste ich zwei Mal händeln um ihn in den Fallbreich zu bekommen, ansonsten hatte ICH mal nichts zu motzen 🙂
Aufgabe 4 – Karsten Lemke (20 Punkte)
Man steht auf einer schmalen Wiese, vielleicht in etwa 10 Meter breit und 60-70 Meter lang. Auf halber Höhe steht ein Schütze und am Ende der Wiese ein Weiterer.
Der Hund soll vom Startpunkt aus den Wiesenstreifen bis zum Ende durchstöbern und in der Fläche bleiben. Während der Hund buschiert, fällt beim ersten Schützen ein Schuss (wenn der Hund auf seiner Höhe ist). Der Hund soll weiter buschieren bis zum zweiten Schützen. Dort angekommen fällt wieder ein Schuss. Im Anschluss soll der Hund auf Höhe des zweiten Schützen nach links (außer Sicht) geschickt werden, dort soll er ein Dummy finden. Wenn der Hund wieder da ist, soll er auf Höhe des ersten Schützen geschickt werden und nach rechts in eine kleine Freifläche geschickt werden (auch außer Sicht) dort liegt ein weiteres Dummy.
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Diese Aufgabe war der Oberknüller! Während der Richter uns erklärte, was wir zu tun haben, sah man über meinem Kopf wahrscheinlich dutzende Fragezeichen aufleuchten und ich bekam nur knappe „Aha… Okay… Aha…“ laute heraus. Karsten Lemke fragte zwischendurch ob alles ok ist 🙂 und ich dachte mir nur „Wie zum Teufel machen wir das???“
Ich schickte Blade einfach erstmal mit „Such, such“ zum buschieren. Während er also am losstürmen war, ratterte es in meinem Hirnkasten und ich stoppte ich ihn erstmal um meinen Hirnsalat zu ordnen… „Was nun Frau Peter???“ dachte ich nach und es kam die Erleuchtung: Ich gab den Suchenpfiff und um ihn weiter nach hinten zu bekommen stoppte ich ihn und schickte ihn weiter voran und so immer weiter bis er ganz hinten war (der erste Schuss interessierte ihn nur kurz, denn er lies sich sofort wieder auf meinen Suchpfiff ein, nahm die Nase runter und schaltete den Propeller wieder ein) so ackerten wir uns bis nach hinten und am zweiten Schützen bog er nach dem Schuss dann auch selbstständig ins Eck und fand das Dummy.
Auf das zweite Dummy habe ich ihn eingewiesen und auf Höhe des ersten Schützen gestoppt und ihn dann nach rechts geschickt. Alles paletti und ich war am grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Blade hat das sowas von genial gearbeitet, stoppte auf jeden Pfiff und nahm jeden Suchenpfiff umgehend an. Es war wirklich ein Traum und ich bin soooo stolz auf den Bub! Auch vom Richter gab es ein riesen Lob und die Bemerkung „Ihr wart wirklich das beste Team heute – so sollte das aussehen“
Aufgabe 5 – Thomas Leybold (20 Punkte)
Zwei beschossene Blinds. Zuerst wird das rechte Blind beschossen, danach das Linke und in dieser Reihenfolge sollen sie gearbeitet werden. Zuerst rechts, dann links.
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Blade raus – Blade rein – Blade raus – Blade rein 😀 So lief unsere Aufgabe!!! Er hat die Blinds sauber gearbeitet auch wieder die Line erstaunlich schön gehalten, obwohl das Gelände ziemlich knackig war. Beim ersten Zurückkommen wurde ich etwas hibbelig, weil er nicht bei kam, aber der Richter sagte zu mir nur als die Aufgabe herum war: „Was hast Du denn? Geh doch einfach mal gucken, was da ist“ und ja vor uns tat sich ein Steilhang auf, den Blade auf dem Rückweg unbedingt noch erklimmen musste.
FAZIT:
FUSSGEHEN!!! Immer noch und nöcher. In Stresssituationen hängt er immer nach, jetzt müssen wir einen Plan austüfteln und den Fehler von der Festplatte löschen.
Und last but not least WASSER! Es ist nicht so, dass das letztes Jahr um diese Zeit (zur Dummy A) absolut einwandfrei war. Da hat sich was eingeschlichen und zum Glück steht uns der Sommer noch bevor, somit kann sich eine Wassersession nach der anderen aneinanderreihen 🙂
Ansonsten hat er wirklich toll gearbeitet in diesem anspruchsvollen Gelände und die Aufgabe bei Karsten geht in unsere Best-Of-Liste… Schee war’s!
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Bavarian Lions Cup 2015 (Fortgeschrittene)

… same procedure as every year 🙂

Dieses Jahr wollte ich unbedingt wieder zum Bavarian Lions Cup und es sollte Blades erster „Probelauf“ in der Fortgeschrittenen Klasse werden.

Das Gelände ist dort traumhaft schön und die Atmosphäre sowie die Stimmung unter den Startern war die letzte beiden Jahre immer toll und auch dieses Jahr, war es wieder eine rundum gelungene Veranstaltung!!!

Blade und ich hatte nicht so viel Glück… Aber immerhin haben wir Spaß gehabt, viele nette Leute kennengelernt und einiges an Input wieder mit nach Hause genommen. Wir feilen weiter an unseren Fertigkeiten und brauchen Beide noch einiges an Routine 🙂 aber nichts desto trotz, hat Blade mich vor allem bei den Blinds sehr überrascht. Er geht sauber raus, hält die Line und wenn ich handeln muss, dann nimmt er die Richtungsweisungen super an. Es ist also nicht alles verloren bei uns beiden *lol*

Aufgabe 1 – Bertil Furberg (8 Punkte)

Team-Aufgabe. Startpunkt ist auf einer Wiese, vor uns steht ein Helfe/Schütze, rechts und links von ihm jeweils zwei Werfer. Wir laufen ein paar Meter auf den Schützen zu, dann fällt der erste Schuss und der linke Werfer wirft das Dummy nach links, anschließend fällt ein weiterer Schuss und der rechte Werfer, welcher am Waldrand steht, wirft ein Dummy nach links. Es wird über kreuz gearbeitet. Der Hund mit der kleineren Startnummer arbeitet zuerst das linke Mark und danach der Hund mit der höheren Startnummer das rechte Mark. Im Anschluss werden die Plätze getauscht und die Nummer beginnt nochmal.

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Blade hatte wieder ‚mal Probleme mit unserer Teampartnerin, bzw. der schicken Labbidame, allerdings konnte ich ihn gerade noch so dazu überreden die Aufgabe und den Walk-Up einigermaßen zu absolvieren 🙂 es hat uns trotzdem sehr viele Punkte gekostet und er hatte beide Marks nicht wirklich auf dem Schirm und ich musste ordentlich helfen.

Aufgabe 2 – Kiki Pilenàs (13 Punkte)

Einzelaufgabe im Wald. Wir stehen vor einer Freifläche und auf etwa 20 Metern fängt eine kleine Fichtendickung an. Vor uns auf der Freifläche steht ein Schütze und schießt nach rechts, wo in etwa auf 13 Uhr ein Markierung in der Fichtendickung fällt. Es ist nur die Flugbahn für einen kurzen Moment sichtbar, nach der Freigabe darf das Mark gearbeitet werden, wenn der Hund das Dummy hat und auf dem Rückweg ist bzw. sobald er die Fichtendickung verlässt, schießt der Schütze nach links. Wenn der Hund wieder da ist, muss man ihn auf ein Blind schicken, welches in etwa auf 10 Uhr, ebenfalls in der Fichtendickung liegt. Das knifflige an der Sache war, der zweite Schuss fällt, sobald der Hund die Fichtendickung, in welcher die Markierung fällt – verlässt, egal ob er das Dummy schon hat oder nicht.

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Blade hatte die Flugbahn gut verfolgt und nach der Freigabe ging er zielstrebig in die Dickung. Nach einem kurzen Moment wackelten schon die Zweige und das grün des Dummies blitzte durch die Zweige – er hat gefunden. Als er auf dem Rückweg auf der höhe des Schützen ankommt, schießt dieser. Blade bleibt daraufhin stehen und schaut in aller seelenruhe den Schützen an und in die Richtung des Schusses. Für meine Nerven ein bisschen zu lang und ich pfeife in zwei mal zurück – sicher ist sicher 🙂 Nach der Abgabe richte ich ihn aus und schicke ihn voran. Er ging schön raus und verschwand in den Fichten. Dummy gefunden!!! Auf dem Rückweg machte er einen Abstecher zur Helferin, welche die Blinds ausgelegt und ich musste ihn nochmal daran erinnern, dass ich das Dummy gerne erst haben möchte. Bei der Abgabe hat er einen kleinen Schlenker um mich herum gemacht und kam von hinten ans Fuß *jessesna* jedes Mal was Neues…

Aufgabe 3 – Jörg Mente (0 Punkte)

Startpunkt ist an einem Waldtümpel. Vor uns ein kleiner Wassergraben, dahinter eine Insel und dahinter die offene Wasserfläche. Am gegenüberliegenden Ufer stehen Schütze und Werfer. Es wird eine Markierung mit Schuss nach rechts auf die Wasserfläche geworfen. Nach der Freigabe darf diese gearbeitet werden. Wenn der Hund wieder da ist, wird erklärt, wo ein Dummy – rechts vom Startpunkt aus – liegt. Dieses wird als unbeschossenes Blind gearbeitet und liegt auf der Insel am Uferrand.

BLC Aufgabe 3

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Blade hatte die Fallstelle gut markiert und sprang auf dem Weg dorthin wie eine Dampfwalze durch das Wasser, den größten Teil des Weges zum Dummy konnte er laufen, daher machte er sich einen besonderen Spaß hüpfenderweise voran zu kommen. ENDLICH WASSER!!! Als er auf dem Rückweg auf die Insel kam, war ich noch bei Sinnen und gab schnell genug den Doppelpfiff, eher er sich schüttelt (denn wer so durch’s Wasser „gleitet“ hat sicher genug davon in den Ohren) als er den Wassergraben vor mir erreichte passierte es: wenige Meter vor mir, legte er das Dummy ins Wasser und schüttelte sich *arrrrrrrrrgh* ich hab geschlafen!!! Während er wenige Meter vor mir immer langsamer wurde, schalteten meine Synapsen scheinbar auch wesentlich langsamer und ehe ich mich versah‘ landete das Kind im Brunnen (wohl eher das Dummy im Wasser) und das war’s dann. Das unbeschossene Blind hat er gut gearbeitet und ich war überrascht, dass er sich so gut hat voran schicken lassen, obwohl die Markierung vorher sehr spannend war. Auf der Inselzunge musste ich ihm ein bisschen helfen, allerdings musste Jörg Mente erstmal mir helfen, da ich ihn ein paar Mal quasi vom Dummy wegholte.

Aufgabe 4 – Mikael Rönnböck (16 Punkte)

Doppelmark im Wald. Zuerst fällt die rechte, dann die linke Markierung. Reihenfolge der zu arbeitenden Dummies egal. Nach der ersten Freigabe dürfen beide Dummies gearbeitet werden.

BLC Aufgabe 4

Da war er wieder!!! Die Markierungen hatte er beide auf den Punkt. Ich habe mich allerdings dazu entschieden ihn zuerst die linke Markierung arbeiten zu lassen, da ich mir bei dieser Fallstelle überhaupt nicht sicher war. Die rechte Markierung habe ich mir gut merken können und hätte ihm somit eventuell helfen können. War nicht nötig 🙂 allerdings bevorzugte Blade die Abgabe neuerdings wieder mit einer kleinen Showeinlage zu garnieren und kam um mich herum. Das hat ein paar Punkte gekostet.

Aufgabe 5 – Lars Hedman (14 Punkte)

Startpunkt ist auf einem Waldweg. Rechts von uns ist ein See und vor uns steht in etwa 30 Metern ein Schütze auf dem Waldweg. Nach einem kurzem Walk-Up auf den Schützen zu, schießt dieser in Richtung Wasser, woraufhin wir uns nach rechts zum Wasser drehen mussten und in ca. 30 Metern Entfernung im Wasser ein Blind lag, welches zu holen war.

BLC Aufgabe 5

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Der Walk-up war okay. Diesmal hing er nicht nach, war aber als der Schuss fiel hellauf begeistert, sodass er ein paar Zentimeterchen weiter vorne lief als gewohnt. Er drehte sich sauber am Bein mit und lies sich richtig, richtig, richtig genial zum Blind schicken. Er war etwas zu weit raus geschwommen und bekam keinen Wind, lies sich aber einwandfrei lenken und nahm die Richtungsweisungen super an. Auf dem Rückweg, hat er das Dummy ein wenig im Fang hin und her gerollt und das hat dem Richter – verständlicherweise – nicht gepasst. (Heute gab’s direkt ’ne kleine Wassersession in Sachen Basics „fresh-up“)

Fazit: Wir müssen dringend einige Basics üben, üben, üben und auffrischen, vor allem brauchen wir übung mit mehreren Helfern, die auch ‚mal einfach so in der Pampa stehen. Das kennt er so noch nicht genug und lässt sich schnell aus dem Konzept bringen und natürlich WASSER. Nichts desto trotz hat mich seine Arbeit an den Blinds gefreut, macht Spaß, wenn man so einen sicheren Hund hat, welcher sich gerne helfen lässt und trotzdem selbstständig genug ist 🙂

BLC 2016 wir kommen wieder!!!

Rosshof-Cup 2015 (Anfänger)

Am Samstag hieß es für Blade und mich „Die Saison ist eröffnet“.

Wir hatten uns zum Rosshof-Cup in Großheubach gemeldet und einen Platz in der Anfängerklasse ergattern können. Ich war bereits voller Vorfreude auf den Tag, denn nach unserem A-Start habe ich mich als Helfer in F/O gemeldet und Anke mit Biscuit waren mit am Start in F und somit konnte ich Anke und ihren F-Keks ein bisschen anfeuern und bei einer Aufgabe live erleben.

Als ich morgens auf dem Rosshof ankam und die Papiere abgab, habe ich einige bekannte Gesichter gesehen und meine Vorfreude auf den Tag war riesig. Schließlich hatten Blade und ich im Mai 2014 unser Workingtest-Debut auf dem Rossof. Leider sollte es diesen Tag auch nicht klappen und so sammelten wir schon – wie im Jahr zuvor – eine Null. Wir haben uns wacker geschlagen, bis zur letzten Aufgabe. Da gab es dann leider eine Null, wegen „sexueller Belästigung“ unserer Teampartnerin.
Die Teamaufgabe bei Filip Bollen lief für uns denkbar schlecht und beim Walk-Up hing Blade nach und rüsselte die Wiese ab, als ich ein weiteres Fußkommando gab, damit er wieder aufschließt ist ihm plötzlich eingefallen, dass neben uns ja noch die lackschwarze Labbihündin lief und er da doch mal schauen müsste 🙂
Also ist er schnurstracks auf ihren Hintern zugelaufen und hat mit seinem Rüssel angedockt. Sabbernd und zähneklappernd hing er nun bei der Hündin und meine „Hier“ und „Fuß“-Rufe kamen im Nirvana an…
Den Rest der Aufgabe haben wir dann noch fertig gearbeitet und arbeitsmäßig, gab es nichts zu meckern. Ich habe ihn dann sicherheitshalber aber, während des Walk-Ups, an der Leine gelassen. Er sollte sich nicht noch eine Prise Damenduft holen und die Hündin auch noch aus’m Konzept bringen.

Tja… WELCOME TO THE PROLETENTUM!!! Wir werden jetzt intesiv an unserer Fußarbeit tüfteln. Schnüffeln und pinkeln (auch an der Leine) wird jetzt komplett unterbunden und Herr Hormon wird etwas härter in die Mangel genommen. Ich wäre am liebsten im Boden versunken…

Der Rest der Punkte ist recht ordentlich und wieder mal wurde uns aufgezeigt, dass unser Fußlaufen bei Anspannung doch sehr zu wünschen übrig lässt. Arbeitsmäßig hat Blade gezeigt, dass er was kann und vor allem dass er sehr gut kann 🙂 Bei den Markierungen hat er alle Dummies auf den Punkt gearbeitet und seine Markierfähigkeit ist – auch in anspruchsvollem Gelände – sehr gut. Ich habe weder helfen müssen, noch die Pfeife groß benutzt. Bei der Abgabe habe ich darauf geachtet, dass er sauber einparkt. Das ging alles wunderbar und auch das arbeiten der Memories stellte keine Probleme dar. Bei uns hakt es „nur“ an der Aufmerksamkeit und dem Gehorsam beim Fußlaufen.

 

Aufgabe 3 – Michael Brühl (19 Punkte)

Leider ohne Foto. Google Maps gibt’s nicht her und ich habe nach dem Workingtest keins mit dem Handy gemacht, aber ich versuche mein Bestes.

Man steht auf eine Wiese. Vor uns fällt auf ca. 40 Meter ein Schuss und ein Dummy (Fallstelle liegt in einer kleinen Bodenmulde) anschließend fällt ein weiterer Schuss und noch ein Dummy in den gleichen Fallbereich. Danach wird auf Kommando des Richters ein kleines Stück auf die Fallstellen zu gelaufen und nach dem Halt-Kommando erfolgt nach kurzer Zeit die Freigabe. Ein Dummy ist zu holen, egal welches.

Blade ist sauber am Fuß gelaufen, beim Anhalten hat er sich von selbst gesetzt. Nach der Freigabe hat er in der Mulde ganz kurz gesucht und zügigi das Dummy gefunden und ordentlich gebracht.

 

Aufgabe 4 – Andrea Böszörményi (20 Punkte)

Doppelmarkierung im Wald. Man steht auf einem Plateau, vor einem geht ein ziemlich steiler Hang abwärts in eine kleine Senke und danach direkt wieder aufwärts. Auf dem gegenüberliegendem Plateau fallen zwei Schussmarkierungen unmittelbar hintereinander. Reihenfolge egal, beide Dummies dürfen nach erstmaliger Freigabe gearbeitet werden.

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Blade hat beide Markierungen sauber markiert. Nachdem ich ihn geschickt habe, hat er zuerst die Erste und danach die Zweite auf den Punkt gearbeitet. Abgabe war sauber und die 20 Punkte somit sicher – Yuhuuuuu!!!!!

 

Aufgabe 5 – Zsolt Böszörményi (14 Punkte):

Wir kommen zum Startpunkt und nach der Begrüßung durch den Richter, laufen wir ein Stück – in schnellem Tempo – auf einen Hang zu. Am Hang angekommen fallen zwei Schüsse und danach erklärt der Richter den weiteren Ablauf.

Vor uns geht es wieder etwas Hangs abwärts und im „Tal“ liegen drei Dummies in der Fläche verteilt. Der Richter möchte zwei Dummies haben.

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Nachdem Blade sehr unsauber Fuß lief und mehr die Nase auf dem Boden hatte, als oben, habe ich schon das Schlimmste befürchtet. Am Hang angekommen, saß er derweil aber sehr entspannt neben mir und der Richter erklärte die Aufgabe. Ich beschloss Blade in die Suche zu schicken, denn das kann er schließlich 😉 Blade fand das erste Dummy sofort und machte umgehend kehrt und brachte es mir. Beim zweiten schicken ist er etwas zu weit nach rechts aus dem Gebiet abgedriftet. Ich stoppte ihn und er reagierte sofort, woraufhin ich ihn mit einer Handbewegung nach links wieder in die Fläche befördert habe. Er nahm die Richtungsweisung an und fand auch zügig das zweite Dummy. Aufgenommen, sofort kehrt gemacht und gebracht. „Schade“ sagte der Richter, „…mit einer ordentlichen Fußarbeit, wären das 20 Punkte gewesen!!!“

 

Aufgabe 1 – Lydia Goosens (12 Punkte):

Startpunkt auf einer Streuobstwiese auf einem Plateau, mit Blick auf eine Apfelbaumreihe. Vor uns ging die Wiese etwas abschüssig nach unten und auf der Fläche wo die Apfelbäume standen, stand ein Schütze, der eine Schussmarkierung zwischen die Apfelbäume warf. Entfernung ca. 40-50 Meter. Nach der Freigabe, durfte der Hund das Mark arbeiten und wenn er sich auf dem Rückweg befand, wurde ein zweites Dummy an die gleiche Stelle gelegt. Wenn der Hund wieder beim Führer war, wurde nochmals geschossen (ohne dass etwas flog) und der Hund sollte das Memory arbeiten.

Aufgabe 1 - RosshofCup - Lydia Goosens

Auch hier hat Blädi artig auf den Punkt gearbeitet und markiert, der Weg zur Markierung war zügig, wie gewohnt, auf dem Rückweg wurde er allerdings immer langsamer und einige Meter vor uns sah ich nur noch seine Rutenspitze. Ich war mir zuerst unschlüssig ob ich pfeifen soll, da ich nicht sehen konnte was er dort macht, entschloss mich dann aber kurz zu warten und er tauchte auf und brachte das Dummy. Als ich es ihm abgenommen habe und der Richterin übergab, war ich dann doch etwas geknickt, als sie es mir abnahm und es gaaaaaaaaaaaaaaanz genau auf gelochte Stellen untersuchte. Man kann Blade vieles unterstellen, aber knautschen DEFINITIV nicht 🙂

Im Anschluss fiel der Schuss und Blade war wieder sehr aufmerksam, ich schickte ihn mit Voran und er nahm die Richtung sauber an und ging schnell raus. Im Fallbereich gab ich einen kurzen Suchenpfiff und er fand das Dummy schnell, nahm auf und machte sich auf den Rückweg. Kurz vor uns, dann wieder das gleiche Spiel. Hier fackelte ich nicht lang und gab einen Hierpfiff, auch weil die Richterin auf den Hang zu lief um zu schauen was er macht. Er kam dann den Hang hochgekraxelt und gab das Dummy sauber ab. Warum er so lange gebraucht hat, war im Nachhinein dann auch klar:

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Was vom Startpunkt aus wie ein Hang aussah, war in Wirklichkeit eine MAUER!!! Blade kennt das nicht und stand wahrscheinlich vor der Mauer, auf der Suche nach dem bequemsten Weg zurück.

Das gefiel der Richterin nicht und somit haben wir 8 Punkte in der Aufgabe lassen müssen…

 

Aufgabe 2 – Filip Bollen (0 Punkte):

2er Walk-up. Wir beginnen vor einer Schwarzdornhecke, in welche zwei Dummies – für die Hunde sichtig – reingelegt werden. Dann drehen wir uns um 180 Grad und laufen los. Nach einigen Metern fällt vor uns ein Schuss und ein Dummy nach links hinter einen Holzstoß. Diese sollte der Hund mit der niedrigeren Startnummer arbeiten. Dann wurde weitergelaufen und auf das Kommando „Behind“ ein Schuss auf die Hecke abgegeben in der die Memories lagen. Der Hund mit der höheren Nummer sollte nun das Memory arbeiten. Dann der gleiche Durchgang wieder auf die Hecke zu und in umgekehrter Reihenfolge.

Aufgabe 2 - RosshofCup - Filip Bollen

Blade kam – aus bereits am Anfang erwähntem Grund – gar nicht erst zum arbeiten. Nachdem uns unsere Null gewiss war, habe ich ihn an die Leine genommen und die Aufgabe an der Leine weitergemacht. Blade hat die Markierung gut auf dem Schirm gehabt, war kurz außer Sicht und suchte den Fallbereich ab, kam dann aber mit Dummy zurück. Das Memory hatte er auch noch im Kopf – trotz Weibereskapade…

 

Nun heißt es gegen die Hormone kämpfen und dran bleiben…

Am Ewigen Eis 2014…

… oder alle guten Dinge sind 3!!!

Gestern Nachmittag klingelte mein Telefon und ich hatte Angelika Laux am Telefon, die mich fragt wie spontan ich wäre…

Nachdem ich artig zu Meldebeginn gemeldet hatte und mein Geld überwiesen hatte, hatten wir diesmal kein Losglück und waren nur auf der Warteliste zum Workingtest am Ewigen Eis. So verging die Zeit und ich vergaß sogar, dass „da mal was war“, wir fuhren in den Urlaub – 10 Tage Kroatien ohne Hunde – und verteilten die Jungs. Bones ging zu meiner Freundin Ann-Katrin und hatte es ausgesprochen gut. Er hat sie sofort umgarnt :-). Blade durfte bei Uli Einzug halten und durfte den Chessie-Welpen-Bespaßer geben. Auch hierfür nochmal ganz großes, fettes Dankeschön liebe Uli!!! Das ist nicht selbstverständlich, wenn man gerade 8 Chessie-Gremlins in Woche 7/8 Zuhause hat 🙂 und Dexter durfte mit meinem Schwager unser Haus hüten…

Am Freitag wieder in Deutschland angekommen und Bones und Blädi wieder nach Hause geholt. Ich hatte mich schon auf ein entspanntes Wochenende eingestellt, mit Auto wieder hundetauglich machen, das Haus auf Vordermann bringen und die Urlaubs-Reste beseitigen. Tja bis das Handy klingelte. Ich sagte natürlich sofort zu!!! Hopp oder top, wat soll’s???

Das letzte Training lag 2 Wochen zurück und so ein Päuschen wirkt ja bekanntlich wunder… Oder doch nicht???

Als ich heute morgen in Richtung Dornburg fuhr, kam ich allerdings ordentlich ins Grübeln ob diese Schnappsidee doch nicht vielleicht falsch war, aber Schwanz einziehen gilt mal gar nicht. So kam ich Zeitig um 7.30 in Dornburg an und bekam meine Startnummer 42 von 42… ÄCHZZZZZZ!!!!!!!!!

Päh! Nix da, Augen zu und durch: „die Letzten werden die Ersten sein!!!“

Also sattelte ich die Hühner – in unserem Fall meinen Hahn und marsch ins Gelände. Himmel war ich uffgeregt! Für uns ging es bei Station 3 und 6 los. In der Wartezone suchte ich mir ein ruhiges Plätzchen und lies mich nieder. Schnell wurde klar, dass Blade heute seeeeehr ungeduldig war und es als vollkommen überflüssig empfand in der Wartezone zu entspannen – es sei ihm verziehen, allerdings nur dieses Mal 🙂

Als letztes Team in unserer Gruppe war unser Wartezeit immer recht lang und wir hatte genug um uns BEIDE zu erden.

Aufgabe 3 – Stephan Steidel (20 Punkte)

Simple Einzelmarkierung auf einer offenen Wiese. Entfernung ca. 60 Meter. Die „Schwierigkeit“ bestand darin, dass die Hunde durch eine Brachfläche (etwa hüfthoch und im Bild eingezeichnet) durch mussten und möglichst nicht von der Ideallinie abkommen sollten.

WT Ewiges Eis Aufgabe 3 StS

Jo! Dat lief… Ich kam an, die Aufgabe wurde erklärt und Blädi saß derweil etwas gelangweilt neben mir. Nach der Aufforderung leinte ich ihn ab. Schuss – Dummy – Freigabe. Ich schickte ihn und die Bombe ging hoch 🙂 er ging in gerader Linie durch die Brache und hatte das Dummy auf den Punkt, im Tiefflug zurück, saubere Abgabe, anleinen! Weder ein Pfiff, noch ein Kommando – außer natürlich das zum Schicken – ich war echt happy, so ein cooler Anfang!!! Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd… Feiner Bub!

Anschließend blieben wir in der gleichen Wartezone, denn im Anschluss arbeitete unsere Gruppe direkt Aufgabe 6 bei Stephan.

Aufgabe 6 – Stephan Steidl (12 Punkte)

Eine Einzelmarkierung fällt in etwa 70 Meter, Gelände leicht ansteigend, Wiese. Nach der Schussmarkierung drehte man sich – auf das Startkommando – um und lief ein paar Meter zurück. Vom hinteren Startpunkt (Startpunkt 2) aus durfte man den Hund nach eignem Ermessen auf die Markierung schicken. Nachdem der Hund das Dummy eingesammelt hat und auf dem Rückweg war, wurde ein weiteres Dummy nachgelegt. Wenn der Hund wieder eingeparkt hat und das Dummy abgegeben hat, wurde nochmals ein Schuss abgegeben und das Memory war zu arbeiten.

Aufgabe 6 StS

Hier war Blade leider ziemlich abgelenkt, vom wohlriechenden Boden… Pubertät lässt grüßen. Er drehte sich nach der Markierung artig mit, lief allerdings mit dem Rüssel die Grasnarbe untersuchend neben mir. Die Fallstelle hatte er zu 100% auf dem Schirm, leider kamen ihm auf dem Hinweg lieblich riechende Duftmoleküle in die Nase, so dass er zwei mal nachschauen musste. Ich entschied mich beide Male sofort kurz den Stoppfiff zu geben und ihn weiter zu schicken – ehe er noch die Eingebung bekam zu pinkeln 🙂 Er nahm die Korrekturen sauber an, aber das „rumgerüde“ kostete natürlich Punkte.

Das Memory hat er ganz sauber gearbeitet und die Rückwege bei beiden Apports waren auch einwandfrei… Schade, aber jut – ein Rüde tut was er tun muss *hahahah* so oder so ähnlich!!! Nein Spaß beiseite, DAS sind Dinge an denen wir nun dranbleiben müssen.

Anschließend ging es weiter zu den nächsten beiden Aufgaben. 1 & 4 bei Ronald Pfaff.

Aufgabe 1 – Ronald Pfaff (20 Punkte)

Einzelmarkierung mit Schuss auf einer Waldlichtung. Entferung betrug etwa 50 Meter und die Makierung fiel links in einen Himbeerbusch.

ewiges eis ronald 3

Auch hier kam der Mark-Junkie in ihm durch und er hat sauber markiert, ist schnell rausgegangen und genauso zügig wieder reingekommen. Lediglich am Startpunkt wollte er sich nicht setzen… Da ich mir aber zu 99% sicher bin, dass er auch beim Stehen nicht einspringt, habe ich ihn stehen lassen. Ich wollte mit ihm nicht am Start diskutieren, das verlegen wir auch ins nächste Training. Nach der Aufgabe wies Ronald mich ebenfalls hin, dass das Sitzen vor dem Schicken einfach ein Stück weit „sicherer“ ist, was ich natürlich auch so sehe und auch wieder einfordern werde. Hach ja, aber Blade weiß doch alles immer besser, wie wir alle!!! Nichts desto trotz – tolle Nummer. Auch diesmal musste ich kein einziges mal pfeifen oder sonst etwas.

Nach Aufgabe 1 blieb unsere Gruppe wieder dort und es wurde Aufgabe 4 gearbeitet.

 

Aufgabe 4 – Ronald Pfaff (19 Punkte)

Es fällt eine Schussmarkierung in einen Stangenholzbestand mit etwas Bodenbewuchs. Entfernung beträgt etwa 25-30 Meter. Nach der Markierung läuft man mit dem Richter am Rand des Bestandes etwa 10 Meter nach links und schickt den Hund von dort aus auf die Markierung. Wenn der Hund das Dummy gefunden hat und auf dem Rückweg war, fiel eine weitere Markierung – mit Schuss – hinter dem Hund in etwa auf die selbe Stelle.

ewiges eis ronald

Neuer Startpunkt, nach dem Walk-Up:

ewiges eis ronald 2

Blade lief dieses Mal artig Fuß MIT DER NASE OBEN – sieh an, Man(n) kann… Die Markierung musste er etwas länger suchen, war aber die ganze Zeit gut im Bereich, so dass ich nicht helfen musste, er hat sie sich selbst erarbeitet und auf dem Rückweg ist er bei der Markierung ganz toll stehen geblieben, hat die Flugbahn verfolgt und sich die Fallstelle genau und in aller Ruhe eingeprägt, ehe er ohne ein einziges Kommando wieder zu mir kam, wie auf Knopfdruck einparkte (er kann es also doch, wenn er meint es sei angebracht!) und wartete auf die Freigabe… Dieses Dummy hat er gut auf dem Schirm gehabt und kam zügig mit Dummy zurück!

Sehr gefreut hat mich das große Lob von Ronald Pfaff, seine Arbeit hat ihm sehr gut gefallen *stolzbin*

JETZT war’s Fraule auch endlich locker und wir hatten vieeeel Zeit bis Aufgabe 2&5. Also ging ich erstmal eine Runde mit Blade albern sein und war echt stolz auf den Bub, dass er soooo fein gearbeitet hat! Wir gingen ein wenig spazieren und Blade war wieder nahezu der „Alte“ und konnte in der Wartezone das auch das wieder tun, was man in Wartezonen tut. WARTEN 🙂

Vor den letzten beiden Aufgaben war nochmal Aufregung angesagt und ich hoffte, dass wir dieses mal das nötige Quäntchen Glück hatten.

Aufgabe 2 – Athanasios Keller (18 Punkte)

Man steht beim Steward und der Richter kommt. Nach einer kurzen Begrüßung, weißt er darauf hin, dass wir heute auf einer Niederwildjagd sind und „‚mal schauen wollen“, was so passiert, danach geht man in lockerem Gang ein paar Meter auf eine lichte Baumreihe zu. Auf Anweisung soll man den Hund setzen und ableinen. Dann fällt eine Schussmarkierung hinter der Baumreihe – Entfernung etwa 60 Meter. Die Baumreihe steht in einem kleinen Graben mit etwas höherem Bewuchs. Nachdem die Markierung fiel, fing Athansios Keller an mit der Hand in die Richtung zu zeigen und erklärte, dass da vorne soeben ein Fasan beschossen wurde und er ihn auf direktem Wege und so schnell wie möglich haben möchte. (Ich war soooo nervös, das war für mich echt überraschend, diese „Erklärerei“ während der Aufgabe)

Aufgabe 2 AK

Blade war ebenfalls etwas nervös – kein Wunder bei so einem Nervenbündel als Frauchen, so dass er vor dem Schuss zwei Mal gebeten werden musste sich zu setzten, aber diesmal bestand ich darauf. Sicher ist sicher 🙂 Markiert hat er ebenfalls auf den Punkt genau, die Abgabe war auch hier wieder tadellos und so nahm er mir meine Aufregung ein wenig…

Aufgabe 5 – Athanasios Keller (14 Punkte)

Nun ging es – unangeleint – vom Startpunkt aus Aufgabe 2 zurück zum Begrüßungspunkt – mit der Aufforderung „komm wir gehen mal gucken was noch passiert – da hinten ist gerade ein Treiben!“ während wir zurück zum Begrüßungspunkt gingen hörten wir hinter uns „Hopp-Hopp!“-Rufe und ein Schuss fiel. Blade drehte sich nach hinten, schloss aber – nach weiterem Fuß-Kommando sofort wieder zu mir auf: JETZT hatte er keine Zeit zum schnüffeln und lief artig bei Fuß 🙂 Am Begrüßungspunkt ging es auch schon wieder weiter und es hieß „komm wir gehen jetzt dort runter, ich glaube da unten im Treiben wurde gerade was beschossen, der Hund muss ‚mal suchen!“ So ging es wieder frei Fuß die Wiese nach unten, auf den Graben zu in Richtung Treiben. Am Graben angekommen, kam einer der Treiber auf uns zu. Der Richter fragte was passiert sei. Der Treiber erklärte sie hätte einen Fuchs beschossen und haben nicht sehen können wohin er ab ist… Der Richter zeigte uns die Suchenfläche und wollte aus dem Gebiet ein Dummy haben. Der Hund sollte unter der Hand suchen, man durfte mitgehen. Die Fläche war etwa 15 Meter lang und 2 Meter breit.

Aufgabe 6 AK

Ich war soooo aufgeregt. Die letzte Aufgabe und dann so spannend gemacht. Ich hielt Blade so „eng“ im Suchengebiet, dass ich ihn zwei mal kurz vor dem Dummy zurückpfiff. Nachdem ich mich etwas gefangen hatte, lies ich ihn etwas weiter gehen und er fand das Dummy im hinteren Eck‘ der Fläche *aaaarghhhh*!!! Durch mein häufiges gepfeife, war er etwas verzweifelt und schaute mich zwei mal fragend an „Frauchen was los?!?!?!“ das lange und unsichere Suchen geht voll auf meine Kappe… Schade, aber dafür hörte man den Stein plumpsen als ich vor Erleichterung laut seufzte, als ich das Dummy in der Hand und den Hund wieder am Strick hatte 🙂

Das war mit Abstand die TOLLSTE Aufgabe und sie hat – jetzt im Nachhinein betrachtet – wahnsinnig viel Spaß gemacht!!!

 

Es war ein toller Workingtest. Wir haben jede Menge neue Anreize gesammelt und viele nette Menschen getroffen. Und ja – aller guten Dinge sind 3. Bei unserem 3. Workingtestanlauf konnten wir endlich ohne Null durch kommen 🙂

Ich finde unser Ergebnis kann sich sehen lassen:

Platz 13 von 42 mit dem Prädikat „sehr gut“ und ganz tollen 103 Punkten von 120!!!!!!!!!!!!!!

*stolzbin* auf mein Blädi.