Gustav und die Schweinejäger…

Es ist schon ein paar Tage her und da die Saison am Höhenpunkt ist, bleibt kaum Zeit für ausgiebige Homepage-Erneuerungen. Blade, Bones und Dexter zeigen sich auf den Drückjagden zu unserer vollsten Zufriedenheit und es gibt kein Wochenende an dem wir nicht unterwegs sind. Blade hat die wohl rasanteste Entwicklung währende der letzten Jagden hinter sich. Bei den ersten Malen war er noch ziemich unbedarf und freute sich einfach „ein bisschen den Schweinen nachstellen zu dürfen ohne dass er sofort abgerufen wird“ wohingegen er Anfang Dezember seine erste große „A-ha“ Situation hatte und eine laufkranke Sau in einer Fichtendickung stellte. Ein paar Jagden stehen noch an und auch die ein oder andere Entenjagd steht noch bevor. Es macht wirklich Spaß mit den Hunden zu jagen und zu sehen wie gerne sie mit uns zusammenarbeiten, perfekte „Allrounder“ 🙂

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Und nun zu unserem kleinen Terroristen:

„Gustav“ ist unsere zweite „Hau-Ruck-Einzug“ Aktion 🙂 Bei Blade haben wir die spontane Entscheidung bis heute nicht bereut und auch Gustav hat sich sofort in unsere Herzen geschlichen. Wir spielten schon lange mit dem Gedanken uns einen Terrier zu holen, diesen verwarfen wir regelmäßig wieder und trotzdem verfolgte diese Idee uns immer wieder. Ein kleiner Terrier mit ordentlicher Passion, solider Schärfe und einem sicheren Spurlaut, kann nur eine Bereicherung für unser Rudel sein, auch angesichts der Tatsache, dass unser Hauptaugenmerk auf der Bejagung von Schwarzwild liegt, wurde aus der Idee ziemlich schnell Ernst. Mein Mann ist mit Jagdterriern groß geworden und so hatten wir natürlich eine Idealvorstellung von „unserem Terrier“ im Kopf. Anfang November – kurz nach Blades RGP – bin ich durch einen Zufall auf den Zwinger „vom Helbetal“ aufmerksam geworden und wir fuhren, wie bei Blade auch schon,   in einer Hau-Ruck-Aktion – eine Woche vor Abgabe der Welpen – nach Thüringen um uns den großen 9er Wurf anzusehen.

Gustav war ein kleiner „Eigenbrödler“ der sich aus jeglichem Streit heraus hielt und absolut selbstsicher „sein eigenes Ding“ machte. Sprach man ihn an, explodierte der ganze Hund förmlich und einen Menschen zu sehen war das non-plus Ultra. Nicht nur das, sondern auch die Tatsache, dass er optisch genau unseren Idealvorstellungen entsprach führte dazu dass wir „Terrier-infiziert“ die Heimreise antraten,  um fünf Tage später wieder die 3-stündige Reise nach Thüringen anzutreten und das Abenteuer „Terrier“ in Angriff zu nehmen.

Der Kleine hat sich sofort super ins Rudel integriert und auch die Großen haben – nach kurzer anfänglicher Skepsis – den kleinen Terroristen anstandslos akzeptiert. Besonders Blade und Gustav scheinen einen ausgeprägten Draht zueinander zu haben. Blade bringt die Notwendige Konsequenz mit, den kleinen Größenwahnsinnigen in Zaum zu halten, ist sich aber nicht zu schade, sich mit ihm auf dem Boden zu kugeln und zu spielen. Auch Dexter beweist seine erzieherischen Qualitäten und ich bin sehr glücklich, dass sie sich ihm gegenüber sehr instinktsicher und souverän zeigen und Gustav schon viele Do’s & Don’ts von den Großen aufgezeigt bekommen hat. Es gibt nichts schöneres als ihnen beim kommunizieren zuzusehen und einfach nur zu staunen.

Gustl ist definitiv eine kleine Wildsau 🙂 er schreckt vor nichts zurück und ist absolut sicher in allen Belangen. Wir hatten bisher noch keine Situation die ihm in irgendeiner Weise unheimlich war. Er bewegt sich absolut sicher zwischen den vielen großen Hunden unserer Freunde und zeigt ein sehr angenehmes Sozialverhalten. Manchmal glaube ich er denkt selbst er sei ein großer Hund 😉 Terrier eben.

Ob beim ausarbeiten der ersten Fährte, vom Heckträger bis zur Jagdhütte, wo dann die – kurz zuvor erlegte – Sau „auf ihn wartete“ oder bei der ersten Schleppe mit einer Rehwilddecke, er zeigt jetzt schon eine ausgeprägte Nase und ich bin einfach nur am Staunen, wie geil dieses kleine Nasenmonster ist. Er apportiert vom ersten Tag auch absolut selbstverständlich in die Hand und hat – wie man jetzt bereits erahnen kann – einen unglaublich großen Findewillen. Wenn er das Pocketdummy mal nicht sofort findet, bleibt er eisern und sucht bis er findet.

Es macht wirklich Spaß sich mit diesem kleinen, wissbergierigen Tierchen zu beschäftigen und ich bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung. Er lernt ausgeprochen schnell und ist ein ganz schön helles Köpfchen. Er verknüpft in windeseile, was natürlich auch manchmal nicht besonders positiv ist 😛

Besonders schön finde ich die bedingungslose Freude sobald er einen Mensch erblickt oder ihn jemand anspricht. Der ganze Hund wackelt vor lauter Freude und wenn man hart im nehmen ist kann man ein „Abschleck-Bad“ über sich ergehen lassen. Er ist sehr extrem auf Menschen fixiert.

Ich werde ab und an von unserem Terrier-Projekt berichten und kann jetzt schon sagen: einmal Terrier – immer Terrier 😉

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