Wenn das Schicksal zuschlägt…

Das neue Jahr hat für Blade sehr bescheiden begonnen.

Anfang des Jahres wurde bei ihm per Zufall eine seltene Autoimmunerkrankung namens Morbus Addison diagnostiziert.

Morbus Addison ist eine Autoimmunerkrankung, bei welcher der Körper die Nebennierenrinde zerstört.
Diese Krankheit bleibt bei vielen Hunden lange unerkannt und es tauchen unspezifische Symptome wie Magen-Darm Erkrankungen, sowie eine niedrige Stresstoleranz und viele andere Symptome auf, die auf alle möglichen Erkrankungen passen.
Je nach Fortschritt der Zerstörung der Nebennierenrinde kann diese Krankheit unerkannt zu einer sogenannten Addison Krise und letztendlich zum Tod des Hundes führen, wenn man sie nicht behandelt.

Die Nebennierenrinde ist für die Produktion von lebenswichtigen Hormonen da, unter anderem für die Mineral- und Glukokortikoide, welche maßgeblich für den Umgang des Körpers mit Stress (sowohl physischem wie auch psychischem Stress) da sind.
Ist diese Funktion gestört, dadurch dass die Nebennierenrinde nicht mehr vorhanden ist bzw. nur noch wenig vorhanden ist, müssen dem Körper Kortikoide in Form von Kortison zugefügt werden.

Nähere Informationen zu dieser Erkrankung kann man hier nachlesen:

Morbus Addison 

Blade hatte Glück, dass wir in einer sehr kompetenten Klinik sind, welche die Erkrankung früh diagnostizieren konnte.

Er wird ein Leben lang täglich eine kleine Menge Kortison bekommen und einmal im Monat wird ein Depotmedikament gespritzt. Mit der richtigen Medikamenteneinstellung ist allerdings ein uneingeschränktes Leben möglich und es gibt kaum eine Erkrankung, die besser behandelt werden kann.

Die Erblichkeit von Addison ist nicht belegt, allerdings auch nicht widerlegt.
Unter seinen Geschwistern und Halbgeschwistern ist kein weiterer Fall bekannt.
Auch in der gemeinsamen Recherche mit seinem Züchter Holger Lange, ist sowohl in den Linien väterlicherseits wie auch mütterlicherseits kein einziger Morbus Addison Fall bekannt.
Züchterisch gesehen ist es, im Moment, schwierig mit einem solchen Hund zu züchten. Was in ein paar Jahren ist und wie es bis dahin mit der Wissenschaft aussieht, steht auf einem anderen Blatt.

Sehr schade ist es natürlich um die geplante Verpaarung im Kennel Crosswinds, da Blade und Candi wirklich ein tolles Paar abgegeben hätten. Sowohl in puncto Arbeitsfreude, aber auch in Führigkeit, Wesen und Optik sind beide Hunde wirklich tolle Exemplare ihrer Rasse.

Uli Schlögell und ich haben auf Grund der neuen Situation gemeinsam entschieden, dass es der einzig richtige Weg ist, die beiden nicht miteinander zu Verpaaren. Aufgrund der ungewissen Erblichkeit wäre es alles andere als Verantwortungsbewusst diesen Wurf zu planen. Unser größtes Bestreben ist es gesunde Hunde zu züchten.

Nichts desto trotz erfreut sich Blade, seit er in Behandlung ist, wirklich bester „Gesundheit“. Er ist fit und munter wie eh und je und wir werden ihn weiterhin ganz normal belasten können. Er kann mit auf Jagd, wir werden weiterhin Prüfungen laufen und er wird körperlich keinerlei Einschränkungen mit dieser Erkrankug haben. Und das ist in meinen Augen das Wichtigste.

 

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