Bones besteht Retrievergebrauchsprüfung !

Eigentlich sollte unser “Prüfungsjahr” mit der Heraeus enden. Da ich mit Bones letztes Jahr die Verbandsprüfung nach dem Schuss (VPS und leb. Ente) bestanden habe, waren die “muss”-Prüfungen für uns beendet.

Als ich dann aber erfuhr, dass bei der RGP in Wiesbaden noch ein Platz frei wurde, konnte ich nicht umher und ihn melden, ist es doch die RETRIEVER-Gebrauchsprüfung. Explizit vorbereitet haben wir uns nicht, aber wann hat man schon mal die Chance für so eine Prüfung keine zwei Stunden fahren zu müssen???

“Vorbereitet” war er eigentlich, dachte ich mir Ende Oktober, als ich ihn gemeldet habe. Schweißprüfung im September, dafür haben wir genug geübt. Schleppen, Einweisen, Verlorensuche, Wasser, war unser “fast täglich Brot” über den Sommer hinweg, also was soll groß schief gehen? Trotzdem packte mich natürlich ein paar Tage vor der Prüfung nochmal die Angst. Also schnell noch eine Fährte gelegt und einmal Ablegen unter Schussabgabe (war doch schon lange her)

Na ja, die Generalprobe ging mächtig in die Hose, hatte sich doch eine Rotte Sauen gedacht sie müssten das Abteil in dem die Fährte lag einmal komplett umgraben. Aber: Schwanz einziehen gibt’s ‘mal gar nicht, also machten Bones und ich uns am Samstag früh ab nach Wiesbaden. Sehr luxuriös war natürlich, dass der Wecker erst um fünf in der Früh klingelte und die Fahrt lediglich 30 min dauerte :)

Als morgens am Treffpunkt ein bekanntes Gesicht nach dem anderen auftauchte und die “unbekannten Gesichter” ebenfalls sehr sympathisch waren – wusste ich: das werden zwei tolle Tage!

Nichts desto trotz stieg die Aufregung mit Abgabe der Papiere immer mehr an. Mit der Startnummer 4 hatte ich auch noch ein wenig Zeit aufgeregt zu sein, bis Bones seine Feldschleppe laufen durfte.

Nach dem ersten Fach waren alle Teilnehmer ein wenig entspannter, aber das Thema “Schweiß” hat uns allen doch ziemliche Bauchschmerzen bereitet.

Die Hunde absolvierten ein Fach nach dem anderen und es wurde langsam klar, dass alle Hunde auf einem sehr hohen Niveau waren und kaum einer Schwierigkeiten bei einem Fach hatte. Die Atmosphäre war unheimlich nett und jeder fieberte mit, wenn ein Gespann dran war!

Nachdem am Sonntagmorgen dann auch noch die Schweißfährten geschafft waren und die “Wandersau” fünf Mal verblasen wurde, sah man in fünf erleichterte Gesichter und wir lagen uns alle in den Armen. Viel konnte nun nicht mehr schiefgehen und so ist es auch gekommen!

Ein Team nach dem anderen kam mit einem Lächeln im Gesicht vom Wasser und wir schafften es: 5 Gespanne, 5-mal bestanden!!!!

Bones zeigte sich beide Tage von seiner besten Seite und hat mir bewiesen, dass unser Training, in den letzten drei Jahren, nicht umsonst war. Ich konnte mich bei jeder Aufgabe voll auf ihn verlassen. Ob bei den Schleppen, die er im Tiefflug ausgearbeitet hat oder beim Einweisen in den Rüben, welches er ausgeprochen artig gemeistert hat.

Am Wasser hat er dann noch mal die Sau rausgelassen und gearbeitet was das Zeug hielt. Ich war einfach nur stolz auf meinen Hund, aber als wir dann auch noch den Suchensieg einkassierten und in jedem Fach die volle Punktzahl erreicht hatten musste ich doch ein paar Tränen verdrücken. WOW!!!

Auf der Fahrt nach Hause schlief der kleine Suchensieger tief und fest, aber wenn jemand der Meinung war, dass ihm ein Tag Pause nun zusteht, hat sich geirrt: Montagmorgen 8 Uhr: Bones steht wedelnd und mit voll aufgeladenem Akku vor mir: “Geht’s jetzt weiter, Frauchen???”

Ja klar geht’s weiter! Auf die faule Haut legen kann sich ja jeder…

Ganz herzlich möchte ich mich bei dem Richterteam bedanken:

Claudia Schaper (DRC), Claudia Breitgoff (JGHV) und Michael Elsemann (JGHV).

Sie haben sehr fair gerichtet, zur allseits guten Atmosphäre sehr beigetragen und immer einen lockeren Spruch auf Lager gehabt. Vielen Dank!

Ebenfalls möchte ich mich bei Bettina Berthes für die Sonderleitung bedanken. Hut ab, Tina!!! Die Sonderleitung und Organisation für so eine Prüfung zu haben UND noch einen Hund zu führen, hat Dir sicher einiges abverlangt und Du hast es super gemacht!!!

Ein kräftiges Waidmannsheil wünsche ich allen die bestanden haben:

Tina Berthes mit “Satchmo”

Christopher Wiegand mit “Luke”

Anja Leistenschläger mit “Vince”

Gitta Jung mit “Beele”

 

Es waren zwei geniale Tage mit Euch und Anjas Zauber-Bus werde ich nie  vergessen!!!

Und zu guter letzt noch: der größte Dank gilt meiner Trainerin und guten Freundin Uli Schlögell!

Uli, ohne Dich hätten wir das nicht geschafft, Du hast Bones und mir von Anfang an zur Seite gestanden, uns geholfen und uns Schritt für Schritt alles gezeigt, 1000 Dank dafür!!! :-*

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