Blade besteht die Dr. Heraeus Gedächtnisprüfung!

Irgendwie sollte es für uns dieses Jahr nicht klappen mit dieser Prüfung. An einem Termin musste ich arbeiten, bei den anderen Terminen, die ich frei hätte, waren bereits alle Plätze belegt.

Ich hatte die Hoffnung auf einen Platz bereits aufgegeben und unser „Heraeus-Projekt“ innerlich schon auf 2019 verschoben, als ich knappe 14 Tage vor der Prüfung gefragt wurde, ob ich nachrücken möchte.

Natürlich habe ich ohne zu zögern zugesagt und als mir dann klar wurde, dass wir kaum geübt haben, war meine Aufregung umso größer. Also nochmal alle Kräfte mobilisiert und die letzten Tage vor der Prüfung intensiv genutzt. Beim Üben ging natürlich (wie soll es auch anders sein) Einiges in die Hose.

So machte ich mich am 20.10., mit einem sehr flauen Bauchgefühl, auf den Weg in Richtung Sulzdorf. Man mag meinen, nachdem dies mittlerweile meine vierte Heraeus war, dass sich die Aufregung in Grenzen hält, aber das krasse Gegenteil war der Fall.

Man kennt nahezu alle „worst case“ Szenarien und das macht die ganze Sache nicht leichter…

Nichts desto trotz sollte es ein toller Tag werden. Der Wettergott meinte es gut mit uns, das passte schon mal.

Nachdem die Unterlagen abgegeben waren und die Richter uns begrüßt hatten, ging es direkt (quasi zum Warmlaufen) mit den Schleppen los.

Alle drei Hunde konnten mit sehr guter Arbeit überzeugen und somit war die erste Anspannung rum und die Hunde konnte den ersten „Dampf“ ablassen.

Im Anschluss daran ging es zum Standtreiben, unser Angstfach. Da Blade mittlerweile in vollem Jagdeinsatz steht (das mit der Standruhe nahm man nicht mehr ganz so ernst), hatte ich ein wenig bedenken, ob wir dieses Fach „überleben“.

Aber Blade ist immer für eine Überraschung gut. Wie so oft bei diesem Hund!

Das Standtreiben haben alle Hunde mit einwandfreiem Benehmen gemeistert und auch die anschließende Verlorensuche zu zweit stellte für keinen der Hunde ein Problem dar. Im Gegenteil, es war wirklich schön anzusehen, wie harmonisch alle arbeiteten und sich nicht in die Quere kamen. Sogar die Richter waren sehr begeistert von der Arbeit der Hunde.

Mir ist nach diesem Fach ein ganzes Gebirge vom Herzen gefallen und nun konnte ich mich auch ein wenig entspannen und mich über die bisher gute Arbeit meines Hundes freuen.

Nach der Suche ging es zur Doppelmarkierung und anschließend zum Einweisen.

Auch hier hatten wir einen guten Lauf und Blade hat sehr brav gearbeitet, auch die anderen beiden Gespanne haben die Aufgaben meistern können und so gingen wir gut gelaunt in die Mittagspause.

Wir genossen die warme Herbstsonne bei einer leckeren Suppe von der Sonderleitung Miriam Steinmetz.

Gut gestärkt ging es weiter in Richtung Wasser. Die letzten beiden Fächer.

Man merkte, wie bei uns allen die Anspannung nochmal stieg, denn jetzt wollten wir alle nur noch bestehen.

Das Einweisen auf eine Schleppe war das erste Fach am Wasser und alle Hunde konnten es bestehen, so langsam stieg Freude auf. Nur noch ein Fach und wir sind alle noch dabei.

Auch das letzte Fach wurde von allen drei Gespannen erfolgreich absolviert und wir waren alle überglücklich.

Es war ein großartiger Prüfungstag, mit tollen und wirklich sehr leistungsstarken Teams.

Dass alle angetretenen Gespanne bei einer Heraeus Prüfung bestehen ist wirklich eine Seltenheit und spricht für das hohe Niveau der Gespanne.

Aber auch das miteinander freuen und einander die Daumen drücken kam nicht zu kurz. Es war rundum eine tolle Atmosphäre.

Dass Blade echt beeindruckende Arbeiten gezeigt hat, war mir schon bewusst, denn für mich ist er eh der Beste und es gibt nichts Schöneres, als das Glänzen in seinen Augen, wenn er das tut, was ihm Spaß macht.

Getoppt wurde dieser sowieso schon tolle

Tag nur noch von unserem Suchensieg.

Bei der Urkundenübergabe konnte ich nicht anders und musste tatsächlich ein paar Tränen verdrücken, sowie auch jetzt während ich diesen Bericht schreibe.

Danke Blade für diesen unvergesslichen Moment!

Ein Chessie, mit bestandener Heraeus Prüfung ist schon selten und dann „rockt“ er diesen Tag auch noch als bester Hund.

Herzlichen Dank an unser Richterteam: Prüfungsleiter Michael Walther, Ralf Malz und Edmund Sagawe. Sie haben uns mit einer großen Ruhe, Gelassenheit und einer ordentlichen Portion Humor durch den Tag geführt und wirklich fair gerichtet.

Ebenso möchte ich mich herzlich bei dem Reviergeber Manni Frank bedanken, ohne seinen Einsatz könnte so eine Prüfung gar nicht stattfinden und natürlich last but not least an die Sonderleitung Miriam Steinmetz und ihren Mann Christian, die sich immer größte Mühe gegeben haben, dass es uns an nichts fehlt und wirklich mit viel Engagement und Herzblut bei der Sache waren.

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