Blade besteht die Dummy A

Nachdem wir mit bestandener JP/R die Startberechtigung für Workingtests haben, wäre die Dummy A nicht notwendig gewesen, aber diese Prüfung gehört einfach dazu und so ging es heute nach Wiesbaden. Da ich von vielen gehört habe, dass es gar nicht so leicht sein soll „mit dieser kleinen Suche“ und dann der „Verlorensuche“ in der JP/R für einen jungen Hund, hab ich mir zeitig Gedanken gemacht und die Suchen jeweils unterschiedlich aufgebaut, der Rest des „Prüfungsinhaltes“ gehört zu unserem „täglich Brot“ und nach einer „Generalprobe“ letzte Woche, hatte ich keine Wahl als noch auf die Portion „Suchenglück“ zu hoffen, denn schief gehen kann schließich immer was…

Der Wettergott war sehr milde, denn abgesehen von ein paar Nieseltröpfchen, hielten die Wolken dicht und der versprochene Starkregen blieb zum Glück aus. Nachdem wir gegen 7 Uhr am Treffpunkt ankamen, ich unsere Unterlagen abgab und unsere Startnummer (19) entgegennahm, kam sie wieder… Diese blöde Aufregung 🙂 Mit 20 Startern, war das heute schon fast ein Workingtest.
Nachdem wir morgens von Gabi Elfers begrüßt wurden, ging es auch schon mit der Verlorensuche los. Da wir die Startnummer 19 hatten, war ich doppelt so aufgeregt, da die Hunde nicht einfach so ins Auto gepackt werden konnten und ich noch nicht wusste, wie Blade so ein „Wartezonenklima“ verkraftet.
Er war Anfangs auch noch ziemlich unruhig, geisterte hin und her und fand keine Ruhe. Nach gefühlt 100km auf- und ablaufens wurde ich nur noch hibbeliger, aber dann waren wir zum Glück schon kurz vor’m Start.
Suche ist eigentlich seine Lieblingsdisziplin, ob klein oder groß ist ihm wurscht, hauptsache er kann selbständig stöbern
Er wurde auch sehr gelobt und die Richterin war sehr angetan von seinem Suchenstil. Er ging raus wie die Feuerwerhr und kam auch meistens wieder so rein, leider hatte er sich heute vorgenommen, den Molly mal raushängen zu lassen und hat 2x im Suchengebiet markiert (schade dass das gerade in der Prüfung zum ersten Mal passiert – ansonsten hätte es ein Mitarbeitergespräch gegeben…) somit gab es für die Suche „nur“ 17 Punkte.

Danach gab es einen ewigen Marsch und dann wurden die Hunde jeweils immer Durchgeprüft und für uns begann das lange Warten…  Ich hatte wirklich etwas Panik, da die Schüsse nicht so weit weg waren und ich habe mir schon die dollsten Geschichten vorgestellt. Aber im Gegenteil! Als die ersten drei Hunde an der Reihe waren bin ich erstmal eine ganze Weile spazieren gegangen und Blade konnte sich nochmal lösen und ein bisschen runterfahren. Nachdem dann einige Zeit vergangen war, kam ich pünktich nach Hund Nr. 3 oder 4 wieder zurück und es wurde dann erstmal Päuschen gemacht…
Da ich dann keine Lust hatte nochmal loszulaufen um Blade ggf. ins Auto zu packen, hab ich mich kurzer Hand mit ihm auf den Boden gesetzt und dann ergab sich folgendes Bild:

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Blade entspannte immer mehr und so hat er die meiste Wartezeit (von fast 3 Stunden) zum größten Teil verschlafen!!! Die Schüsse waren ihm egal und die Hunde meistens auch, bis auf einen Golden-Rüden, der mit seinem Herrchen ziemlich nah an unserem Lager vorbei lief und eine eindeutige Körperhaltung an der Tag legte.
Blade lies sich nicht zweimal bitten und lies den Säbelzahntiger heraus und das war mir dann doch etwas unangenehm,  also kurzes Vieraugengespräch und wir einigten uns darauf, dass er weder mich noch „unser Lager“ beschützen muss. Danach war alles im Lot und er konnte seelig weiterschlummern, ab da störten ihn auch keine „Konkurrenten“ die vor uns den Boden abrüsselten mehr… Nur eine Toller-Dame hat es ihm angetan und immer wenn sie in unsere Nähe kam wurde das „schöner Hund“-Gesicht aufgesetzt und er musste ein bisschen gockeln, irgendwie hat er das was falsch verstanden 🙂

Er hat mich wirklich sehr überrascht, denn selbst die Teilnehmer, die bei uns saßen, bewunderten wie cool er das ganze Gewusel, die Schüsse und vielen die Leute einfach so wegsteckte und einen absolut entspannten Eindruck machte und das schon in diesem jungen Alter. Das hat mich sehr gefreut!

So entwickelte sich durchaus das ein oder nette Gespräch und man fieberte miteinander. Als Blade dann endlich wieder an der Reihe war, ging es zuerst zur Landmarkierung. Er hatte leider nicht genau markiert , so dass er einige Meter rechts von der Fallstelle ankam (er lässt sich ganz gern vom Wind ein wenig „wegschieben“) kam dann aber in der Wind und fand zügig. Nachdem ich mir ein kurzes „Yip“ nicht verkneifen konnte, sah ich wie Blade wie ein Geschoss, aus drei Meter Entfernung auf mich zugeflogen kam und mir das Dummy in Gesichtshöhe ausgab *uuuups* immerhin sorgte er damit für ausgelassenes Gelächter und die Richterin kommentierte es auch: „Es gibt doch nichts schöneres als so eine Arbeitsfreude.“  Seh‘ ich auch so…
Hier gab es dann aufgrund des „nicht punktens“ dann 18 Punkte.
Danach ging es zum Appell. Wir liefen auf dem Waldweg in RICHTUNG WASSER *zuhülf* und nach ein paar Metern fiel der Schuss rechts von uns in einen Hang, anschließend weiter walken, 2. Schuss, Freigabe. Blade hat gepunkten und war artig Fuß gelaufen, auf das sitzen hat er verzichtet, aber wat soll’s, ich hatte eher sorge, dass er auf die Idee kommt und guckt wo das Wasser ist, was er die ganze Zeit in der Nase hatte … 20 Punkte!!!

Beim Wasser gibt’s nicht viel zu erzählen, außer dass er fast den ganzen Tag warten musste um ENDLICH allen Anwesenden seinen Sprung zeigen zu können. Zack rein, artig abgeliefert – 20 Punkte.

Leider haben von knapp 20 Startern einige nicht bestanden. Gabi Elfers war aber sehr nett und hat sich für jedes Team Zeit genommen und Jedem etwas mit auf den Weg gegeben.
Am meisten hat mich gefreut, dass Blade alle so positiv überraschen konnte auch von der Richterin gab es nach bestehen des letzten Faches ein dickes, fettes Lob für Blade. Das tut natürlich gut sowas zu hören…

Und dann hat er auch noch einen der vorderen Plätze ergattert und wurde 4. und wenn mich nicht alles täuscht, war er mit der jüngste Hund.

Mein Bub ist schon ne coole Socke… *hachsag*

Well done, Blady-Boy!

Jetzt werden wir uns erstmal dieser „Pinkelsache“ widmen, zu tun gibt’s schließlich immer was!

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