Am Ewigen Eis 2014…

… oder alle guten Dinge sind 3!!!

Gestern Nachmittag klingelte mein Telefon und ich hatte Angelika Laux am Telefon, die mich fragt wie spontan ich wäre…

Nachdem ich artig zu Meldebeginn gemeldet hatte und mein Geld überwiesen hatte, hatten wir diesmal kein Losglück und waren nur auf der Warteliste zum Workingtest am Ewigen Eis. So verging die Zeit und ich vergaß sogar, dass „da mal was war“, wir fuhren in den Urlaub – 10 Tage Kroatien ohne Hunde – und verteilten die Jungs. Bones ging zu meiner Freundin Ann-Katrin und hatte es ausgesprochen gut. Er hat sie sofort umgarnt :-). Blade durfte bei Uli Einzug halten und durfte den Chessie-Welpen-Bespaßer geben. Auch hierfür nochmal ganz großes, fettes Dankeschön liebe Uli!!! Das ist nicht selbstverständlich, wenn man gerade 8 Chessie-Gremlins in Woche 7/8 Zuhause hat 🙂 und Dexter durfte mit meinem Schwager unser Haus hüten…

Am Freitag wieder in Deutschland angekommen und Bones und Blädi wieder nach Hause geholt. Ich hatte mich schon auf ein entspanntes Wochenende eingestellt, mit Auto wieder hundetauglich machen, das Haus auf Vordermann bringen und die Urlaubs-Reste beseitigen. Tja bis das Handy klingelte. Ich sagte natürlich sofort zu!!! Hopp oder top, wat soll’s???

Das letzte Training lag 2 Wochen zurück und so ein Päuschen wirkt ja bekanntlich wunder… Oder doch nicht???

Als ich heute morgen in Richtung Dornburg fuhr, kam ich allerdings ordentlich ins Grübeln ob diese Schnappsidee doch nicht vielleicht falsch war, aber Schwanz einziehen gilt mal gar nicht. So kam ich Zeitig um 7.30 in Dornburg an und bekam meine Startnummer 42 von 42… ÄCHZZZZZZ!!!!!!!!!

Päh! Nix da, Augen zu und durch: „die Letzten werden die Ersten sein!!!“

Also sattelte ich die Hühner – in unserem Fall meinen Hahn und marsch ins Gelände. Himmel war ich uffgeregt! Für uns ging es bei Station 3 und 6 los. In der Wartezone suchte ich mir ein ruhiges Plätzchen und lies mich nieder. Schnell wurde klar, dass Blade heute seeeeehr ungeduldig war und es als vollkommen überflüssig empfand in der Wartezone zu entspannen – es sei ihm verziehen, allerdings nur dieses Mal 🙂

Als letztes Team in unserer Gruppe war unser Wartezeit immer recht lang und wir hatte genug um uns BEIDE zu erden.

Aufgabe 3 – Stephan Steidel (20 Punkte)

Simple Einzelmarkierung auf einer offenen Wiese. Entfernung ca. 60 Meter. Die „Schwierigkeit“ bestand darin, dass die Hunde durch eine Brachfläche (etwa hüfthoch und im Bild eingezeichnet) durch mussten und möglichst nicht von der Ideallinie abkommen sollten.

WT Ewiges Eis Aufgabe 3 StS

Jo! Dat lief… Ich kam an, die Aufgabe wurde erklärt und Blädi saß derweil etwas gelangweilt neben mir. Nach der Aufforderung leinte ich ihn ab. Schuss – Dummy – Freigabe. Ich schickte ihn und die Bombe ging hoch 🙂 er ging in gerader Linie durch die Brache und hatte das Dummy auf den Punkt, im Tiefflug zurück, saubere Abgabe, anleinen! Weder ein Pfiff, noch ein Kommando – außer natürlich das zum Schicken – ich war echt happy, so ein cooler Anfang!!! Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd… Feiner Bub!

Anschließend blieben wir in der gleichen Wartezone, denn im Anschluss arbeitete unsere Gruppe direkt Aufgabe 6 bei Stephan.

Aufgabe 6 – Stephan Steidl (12 Punkte)

Eine Einzelmarkierung fällt in etwa 70 Meter, Gelände leicht ansteigend, Wiese. Nach der Schussmarkierung drehte man sich – auf das Startkommando – um und lief ein paar Meter zurück. Vom hinteren Startpunkt (Startpunkt 2) aus durfte man den Hund nach eignem Ermessen auf die Markierung schicken. Nachdem der Hund das Dummy eingesammelt hat und auf dem Rückweg war, wurde ein weiteres Dummy nachgelegt. Wenn der Hund wieder eingeparkt hat und das Dummy abgegeben hat, wurde nochmals ein Schuss abgegeben und das Memory war zu arbeiten.

Aufgabe 6 StS

Hier war Blade leider ziemlich abgelenkt, vom wohlriechenden Boden… Pubertät lässt grüßen. Er drehte sich nach der Markierung artig mit, lief allerdings mit dem Rüssel die Grasnarbe untersuchend neben mir. Die Fallstelle hatte er zu 100% auf dem Schirm, leider kamen ihm auf dem Hinweg lieblich riechende Duftmoleküle in die Nase, so dass er zwei mal nachschauen musste. Ich entschied mich beide Male sofort kurz den Stoppfiff zu geben und ihn weiter zu schicken – ehe er noch die Eingebung bekam zu pinkeln 🙂 Er nahm die Korrekturen sauber an, aber das „rumgerüde“ kostete natürlich Punkte.

Das Memory hat er ganz sauber gearbeitet und die Rückwege bei beiden Apports waren auch einwandfrei… Schade, aber jut – ein Rüde tut was er tun muss *hahahah* so oder so ähnlich!!! Nein Spaß beiseite, DAS sind Dinge an denen wir nun dranbleiben müssen.

Anschließend ging es weiter zu den nächsten beiden Aufgaben. 1 & 4 bei Ronald Pfaff.

Aufgabe 1 – Ronald Pfaff (20 Punkte)

Einzelmarkierung mit Schuss auf einer Waldlichtung. Entferung betrug etwa 50 Meter und die Makierung fiel links in einen Himbeerbusch.

ewiges eis ronald 3

Auch hier kam der Mark-Junkie in ihm durch und er hat sauber markiert, ist schnell rausgegangen und genauso zügig wieder reingekommen. Lediglich am Startpunkt wollte er sich nicht setzen… Da ich mir aber zu 99% sicher bin, dass er auch beim Stehen nicht einspringt, habe ich ihn stehen lassen. Ich wollte mit ihm nicht am Start diskutieren, das verlegen wir auch ins nächste Training. Nach der Aufgabe wies Ronald mich ebenfalls hin, dass das Sitzen vor dem Schicken einfach ein Stück weit „sicherer“ ist, was ich natürlich auch so sehe und auch wieder einfordern werde. Hach ja, aber Blade weiß doch alles immer besser, wie wir alle!!! Nichts desto trotz – tolle Nummer. Auch diesmal musste ich kein einziges mal pfeifen oder sonst etwas.

Nach Aufgabe 1 blieb unsere Gruppe wieder dort und es wurde Aufgabe 4 gearbeitet.

 

Aufgabe 4 – Ronald Pfaff (19 Punkte)

Es fällt eine Schussmarkierung in einen Stangenholzbestand mit etwas Bodenbewuchs. Entfernung beträgt etwa 25-30 Meter. Nach der Markierung läuft man mit dem Richter am Rand des Bestandes etwa 10 Meter nach links und schickt den Hund von dort aus auf die Markierung. Wenn der Hund das Dummy gefunden hat und auf dem Rückweg war, fiel eine weitere Markierung – mit Schuss – hinter dem Hund in etwa auf die selbe Stelle.

ewiges eis ronald

Neuer Startpunkt, nach dem Walk-Up:

ewiges eis ronald 2

Blade lief dieses Mal artig Fuß MIT DER NASE OBEN – sieh an, Man(n) kann… Die Markierung musste er etwas länger suchen, war aber die ganze Zeit gut im Bereich, so dass ich nicht helfen musste, er hat sie sich selbst erarbeitet und auf dem Rückweg ist er bei der Markierung ganz toll stehen geblieben, hat die Flugbahn verfolgt und sich die Fallstelle genau und in aller Ruhe eingeprägt, ehe er ohne ein einziges Kommando wieder zu mir kam, wie auf Knopfdruck einparkte (er kann es also doch, wenn er meint es sei angebracht!) und wartete auf die Freigabe… Dieses Dummy hat er gut auf dem Schirm gehabt und kam zügig mit Dummy zurück!

Sehr gefreut hat mich das große Lob von Ronald Pfaff, seine Arbeit hat ihm sehr gut gefallen *stolzbin*

JETZT war’s Fraule auch endlich locker und wir hatten vieeeel Zeit bis Aufgabe 2&5. Also ging ich erstmal eine Runde mit Blade albern sein und war echt stolz auf den Bub, dass er soooo fein gearbeitet hat! Wir gingen ein wenig spazieren und Blade war wieder nahezu der „Alte“ und konnte in der Wartezone das auch das wieder tun, was man in Wartezonen tut. WARTEN 🙂

Vor den letzten beiden Aufgaben war nochmal Aufregung angesagt und ich hoffte, dass wir dieses mal das nötige Quäntchen Glück hatten.

Aufgabe 2 – Athanasios Keller (18 Punkte)

Man steht beim Steward und der Richter kommt. Nach einer kurzen Begrüßung, weißt er darauf hin, dass wir heute auf einer Niederwildjagd sind und „‚mal schauen wollen“, was so passiert, danach geht man in lockerem Gang ein paar Meter auf eine lichte Baumreihe zu. Auf Anweisung soll man den Hund setzen und ableinen. Dann fällt eine Schussmarkierung hinter der Baumreihe – Entfernung etwa 60 Meter. Die Baumreihe steht in einem kleinen Graben mit etwas höherem Bewuchs. Nachdem die Markierung fiel, fing Athansios Keller an mit der Hand in die Richtung zu zeigen und erklärte, dass da vorne soeben ein Fasan beschossen wurde und er ihn auf direktem Wege und so schnell wie möglich haben möchte. (Ich war soooo nervös, das war für mich echt überraschend, diese „Erklärerei“ während der Aufgabe)

Aufgabe 2 AK

Blade war ebenfalls etwas nervös – kein Wunder bei so einem Nervenbündel als Frauchen, so dass er vor dem Schuss zwei Mal gebeten werden musste sich zu setzten, aber diesmal bestand ich darauf. Sicher ist sicher 🙂 Markiert hat er ebenfalls auf den Punkt genau, die Abgabe war auch hier wieder tadellos und so nahm er mir meine Aufregung ein wenig…

Aufgabe 5 – Athanasios Keller (14 Punkte)

Nun ging es – unangeleint – vom Startpunkt aus Aufgabe 2 zurück zum Begrüßungspunkt – mit der Aufforderung „komm wir gehen mal gucken was noch passiert – da hinten ist gerade ein Treiben!“ während wir zurück zum Begrüßungspunkt gingen hörten wir hinter uns „Hopp-Hopp!“-Rufe und ein Schuss fiel. Blade drehte sich nach hinten, schloss aber – nach weiterem Fuß-Kommando sofort wieder zu mir auf: JETZT hatte er keine Zeit zum schnüffeln und lief artig bei Fuß 🙂 Am Begrüßungspunkt ging es auch schon wieder weiter und es hieß „komm wir gehen jetzt dort runter, ich glaube da unten im Treiben wurde gerade was beschossen, der Hund muss ‚mal suchen!“ So ging es wieder frei Fuß die Wiese nach unten, auf den Graben zu in Richtung Treiben. Am Graben angekommen, kam einer der Treiber auf uns zu. Der Richter fragte was passiert sei. Der Treiber erklärte sie hätte einen Fuchs beschossen und haben nicht sehen können wohin er ab ist… Der Richter zeigte uns die Suchenfläche und wollte aus dem Gebiet ein Dummy haben. Der Hund sollte unter der Hand suchen, man durfte mitgehen. Die Fläche war etwa 15 Meter lang und 2 Meter breit.

Aufgabe 6 AK

Ich war soooo aufgeregt. Die letzte Aufgabe und dann so spannend gemacht. Ich hielt Blade so „eng“ im Suchengebiet, dass ich ihn zwei mal kurz vor dem Dummy zurückpfiff. Nachdem ich mich etwas gefangen hatte, lies ich ihn etwas weiter gehen und er fand das Dummy im hinteren Eck‘ der Fläche *aaaarghhhh*!!! Durch mein häufiges gepfeife, war er etwas verzweifelt und schaute mich zwei mal fragend an „Frauchen was los?!?!?!“ das lange und unsichere Suchen geht voll auf meine Kappe… Schade, aber dafür hörte man den Stein plumpsen als ich vor Erleichterung laut seufzte, als ich das Dummy in der Hand und den Hund wieder am Strick hatte 🙂

Das war mit Abstand die TOLLSTE Aufgabe und sie hat – jetzt im Nachhinein betrachtet – wahnsinnig viel Spaß gemacht!!!

 

Es war ein toller Workingtest. Wir haben jede Menge neue Anreize gesammelt und viele nette Menschen getroffen. Und ja – aller guten Dinge sind 3. Bei unserem 3. Workingtestanlauf konnten wir endlich ohne Null durch kommen 🙂

Ich finde unser Ergebnis kann sich sehen lassen:

Platz 13 von 42 mit dem Prädikat „sehr gut“ und ganz tollen 103 Punkten von 120!!!!!!!!!!!!!!

*stolzbin* auf mein Blädi.

 

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