Rosshof-Cup 2015 (Anfänger)

Am Samstag hieß es für Blade und mich „Die Saison ist eröffnet“.

Wir hatten uns zum Rosshof-Cup in Großheubach gemeldet und einen Platz in der Anfängerklasse ergattern können. Ich war bereits voller Vorfreude auf den Tag, denn nach unserem A-Start habe ich mich als Helfer in F/O gemeldet und Anke mit Biscuit waren mit am Start in F und somit konnte ich Anke und ihren F-Keks ein bisschen anfeuern und bei einer Aufgabe live erleben.

Als ich morgens auf dem Rosshof ankam und die Papiere abgab, habe ich einige bekannte Gesichter gesehen und meine Vorfreude auf den Tag war riesig. Schließlich hatten Blade und ich im Mai 2014 unser Workingtest-Debut auf dem Rossof. Leider sollte es diesen Tag auch nicht klappen und so sammelten wir schon – wie im Jahr zuvor – eine Null. Wir haben uns wacker geschlagen, bis zur letzten Aufgabe. Da gab es dann leider eine Null, wegen „sexueller Belästigung“ unserer Teampartnerin.
Die Teamaufgabe bei Filip Bollen lief für uns denkbar schlecht und beim Walk-Up hing Blade nach und rüsselte die Wiese ab, als ich ein weiteres Fußkommando gab, damit er wieder aufschließt ist ihm plötzlich eingefallen, dass neben uns ja noch die lackschwarze Labbihündin lief und er da doch mal schauen müsste 🙂
Also ist er schnurstracks auf ihren Hintern zugelaufen und hat mit seinem Rüssel angedockt. Sabbernd und zähneklappernd hing er nun bei der Hündin und meine „Hier“ und „Fuß“-Rufe kamen im Nirvana an…
Den Rest der Aufgabe haben wir dann noch fertig gearbeitet und arbeitsmäßig, gab es nichts zu meckern. Ich habe ihn dann sicherheitshalber aber, während des Walk-Ups, an der Leine gelassen. Er sollte sich nicht noch eine Prise Damenduft holen und die Hündin auch noch aus’m Konzept bringen.

Tja… WELCOME TO THE PROLETENTUM!!! Wir werden jetzt intesiv an unserer Fußarbeit tüfteln. Schnüffeln und pinkeln (auch an der Leine) wird jetzt komplett unterbunden und Herr Hormon wird etwas härter in die Mangel genommen. Ich wäre am liebsten im Boden versunken…

Der Rest der Punkte ist recht ordentlich und wieder mal wurde uns aufgezeigt, dass unser Fußlaufen bei Anspannung doch sehr zu wünschen übrig lässt. Arbeitsmäßig hat Blade gezeigt, dass er was kann und vor allem dass er sehr gut kann 🙂 Bei den Markierungen hat er alle Dummies auf den Punkt gearbeitet und seine Markierfähigkeit ist – auch in anspruchsvollem Gelände – sehr gut. Ich habe weder helfen müssen, noch die Pfeife groß benutzt. Bei der Abgabe habe ich darauf geachtet, dass er sauber einparkt. Das ging alles wunderbar und auch das arbeiten der Memories stellte keine Probleme dar. Bei uns hakt es „nur“ an der Aufmerksamkeit und dem Gehorsam beim Fußlaufen.

 

Aufgabe 3 – Michael Brühl (19 Punkte)

Leider ohne Foto. Google Maps gibt’s nicht her und ich habe nach dem Workingtest keins mit dem Handy gemacht, aber ich versuche mein Bestes.

Man steht auf eine Wiese. Vor uns fällt auf ca. 40 Meter ein Schuss und ein Dummy (Fallstelle liegt in einer kleinen Bodenmulde) anschließend fällt ein weiterer Schuss und noch ein Dummy in den gleichen Fallbereich. Danach wird auf Kommando des Richters ein kleines Stück auf die Fallstellen zu gelaufen und nach dem Halt-Kommando erfolgt nach kurzer Zeit die Freigabe. Ein Dummy ist zu holen, egal welches.

Blade ist sauber am Fuß gelaufen, beim Anhalten hat er sich von selbst gesetzt. Nach der Freigabe hat er in der Mulde ganz kurz gesucht und zügigi das Dummy gefunden und ordentlich gebracht.

 

Aufgabe 4 – Andrea Böszörményi (20 Punkte)

Doppelmarkierung im Wald. Man steht auf einem Plateau, vor einem geht ein ziemlich steiler Hang abwärts in eine kleine Senke und danach direkt wieder aufwärts. Auf dem gegenüberliegendem Plateau fallen zwei Schussmarkierungen unmittelbar hintereinander. Reihenfolge egal, beide Dummies dürfen nach erstmaliger Freigabe gearbeitet werden.

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Blade hat beide Markierungen sauber markiert. Nachdem ich ihn geschickt habe, hat er zuerst die Erste und danach die Zweite auf den Punkt gearbeitet. Abgabe war sauber und die 20 Punkte somit sicher – Yuhuuuuu!!!!!

 

Aufgabe 5 – Zsolt Böszörményi (14 Punkte):

Wir kommen zum Startpunkt und nach der Begrüßung durch den Richter, laufen wir ein Stück – in schnellem Tempo – auf einen Hang zu. Am Hang angekommen fallen zwei Schüsse und danach erklärt der Richter den weiteren Ablauf.

Vor uns geht es wieder etwas Hangs abwärts und im „Tal“ liegen drei Dummies in der Fläche verteilt. Der Richter möchte zwei Dummies haben.

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Nachdem Blade sehr unsauber Fuß lief und mehr die Nase auf dem Boden hatte, als oben, habe ich schon das Schlimmste befürchtet. Am Hang angekommen, saß er derweil aber sehr entspannt neben mir und der Richter erklärte die Aufgabe. Ich beschloss Blade in die Suche zu schicken, denn das kann er schließlich 😉 Blade fand das erste Dummy sofort und machte umgehend kehrt und brachte es mir. Beim zweiten schicken ist er etwas zu weit nach rechts aus dem Gebiet abgedriftet. Ich stoppte ihn und er reagierte sofort, woraufhin ich ihn mit einer Handbewegung nach links wieder in die Fläche befördert habe. Er nahm die Richtungsweisung an und fand auch zügig das zweite Dummy. Aufgenommen, sofort kehrt gemacht und gebracht. „Schade“ sagte der Richter, „…mit einer ordentlichen Fußarbeit, wären das 20 Punkte gewesen!!!“

 

Aufgabe 1 – Lydia Goosens (12 Punkte):

Startpunkt auf einer Streuobstwiese auf einem Plateau, mit Blick auf eine Apfelbaumreihe. Vor uns ging die Wiese etwas abschüssig nach unten und auf der Fläche wo die Apfelbäume standen, stand ein Schütze, der eine Schussmarkierung zwischen die Apfelbäume warf. Entfernung ca. 40-50 Meter. Nach der Freigabe, durfte der Hund das Mark arbeiten und wenn er sich auf dem Rückweg befand, wurde ein zweites Dummy an die gleiche Stelle gelegt. Wenn der Hund wieder beim Führer war, wurde nochmals geschossen (ohne dass etwas flog) und der Hund sollte das Memory arbeiten.

Aufgabe 1 - RosshofCup - Lydia Goosens

Auch hier hat Blädi artig auf den Punkt gearbeitet und markiert, der Weg zur Markierung war zügig, wie gewohnt, auf dem Rückweg wurde er allerdings immer langsamer und einige Meter vor uns sah ich nur noch seine Rutenspitze. Ich war mir zuerst unschlüssig ob ich pfeifen soll, da ich nicht sehen konnte was er dort macht, entschloss mich dann aber kurz zu warten und er tauchte auf und brachte das Dummy. Als ich es ihm abgenommen habe und der Richterin übergab, war ich dann doch etwas geknickt, als sie es mir abnahm und es gaaaaaaaaaaaaaaanz genau auf gelochte Stellen untersuchte. Man kann Blade vieles unterstellen, aber knautschen DEFINITIV nicht 🙂

Im Anschluss fiel der Schuss und Blade war wieder sehr aufmerksam, ich schickte ihn mit Voran und er nahm die Richtung sauber an und ging schnell raus. Im Fallbereich gab ich einen kurzen Suchenpfiff und er fand das Dummy schnell, nahm auf und machte sich auf den Rückweg. Kurz vor uns, dann wieder das gleiche Spiel. Hier fackelte ich nicht lang und gab einen Hierpfiff, auch weil die Richterin auf den Hang zu lief um zu schauen was er macht. Er kam dann den Hang hochgekraxelt und gab das Dummy sauber ab. Warum er so lange gebraucht hat, war im Nachhinein dann auch klar:

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Was vom Startpunkt aus wie ein Hang aussah, war in Wirklichkeit eine MAUER!!! Blade kennt das nicht und stand wahrscheinlich vor der Mauer, auf der Suche nach dem bequemsten Weg zurück.

Das gefiel der Richterin nicht und somit haben wir 8 Punkte in der Aufgabe lassen müssen…

 

Aufgabe 2 – Filip Bollen (0 Punkte):

2er Walk-up. Wir beginnen vor einer Schwarzdornhecke, in welche zwei Dummies – für die Hunde sichtig – reingelegt werden. Dann drehen wir uns um 180 Grad und laufen los. Nach einigen Metern fällt vor uns ein Schuss und ein Dummy nach links hinter einen Holzstoß. Diese sollte der Hund mit der niedrigeren Startnummer arbeiten. Dann wurde weitergelaufen und auf das Kommando „Behind“ ein Schuss auf die Hecke abgegeben in der die Memories lagen. Der Hund mit der höheren Nummer sollte nun das Memory arbeiten. Dann der gleiche Durchgang wieder auf die Hecke zu und in umgekehrter Reihenfolge.

Aufgabe 2 - RosshofCup - Filip Bollen

Blade kam – aus bereits am Anfang erwähntem Grund – gar nicht erst zum arbeiten. Nachdem uns unsere Null gewiss war, habe ich ihn an die Leine genommen und die Aufgabe an der Leine weitergemacht. Blade hat die Markierung gut auf dem Schirm gehabt, war kurz außer Sicht und suchte den Fallbereich ab, kam dann aber mit Dummy zurück. Das Memory hatte er auch noch im Kopf – trotz Weibereskapade…

 

Nun heißt es gegen die Hormone kämpfen und dran bleiben…

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