Bavarian Lions Cup 2013

Und wieder ‘mal klingelte an einem Samstag früh außerplanmäßig früh der Wecker…

Allerdings habe ich mich diesmal schier selbst übertroffen und so klingelte es diesmal breits um halb VIER!!! Das war eindeutig viel zu früh.

Wir hatten einen Platz in Klasse F beim “Bavarian Lions Cup” in Sulzbach-Rosenberg bekommen und so machten Bones und ich uns auf die lange Reise bis in die Oberpfalz. Ich war sehr aufgeregt. Es war unser erster Workingtest start, man hat ja doch alle Aufgaben irgendwie ‘mal trainiert, aber an so einem Tag ist alles anders und ich wollte natürlich auch gleich in F starten…

Morgens im Gelände angekommen sattelte ich meinen Rucksack und schnappte mir den Hund und es ging los in Richtung Sammelpunkt, wo wir zuerst unserer Unterlagen abgaben und unsere Startnummer bekamen: Nummer 21. Nachdem alle Richter vorgestellt wurden und der ablauf kurz besprochen wurde, wurden die Hundeführer auch schon in Gruppen eingeteilt und den ersten Stationen zugewiesen.

*Anmeldung und die Spannung steigt!*

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*Alle Richter und die Sonderleitung*

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Wir waren in einer sehr netten Gruppe und die Leute waren wirklich sehr nett, so entwickelten sich über den Tag hinweg nette Gespräche und man konnte auch dem ein oder anderen Gespann bei der Arbeit zusehen.

Unsere erste Aufgabe begann bei Station 4, bei der Richterin  Sara Raynor aus GB. Hier wurde eine kleine Suche aufgebaut in einer Fläche von etwa 20x20m und in der Fläche lagen 4 Dummies gut versteckt. Am Ende der Fläche war eine weiße Markierung am Baum und dahinter stand ein Helfer herum. 2 Dummies sollten gearbeitet werden und der Hund durfte das Suchengelände nicht weiträumig verlassen. Bones war am Startpunkt sehr auf den Helfer hinter der Suchenfläche und die weiße Markierung fixiert, so dass ich mich dazu entschied ihn sehr leise zu schicken und im Suchengebiet zu stoppen und ihm den Suchenpfiff zu geben. Mein Plan ging auf und wir hatten zügig 2 Dummies drin. Allerdings glaubte ich meinen Augen kaum, als er das erste Dummy gefunden hat: ER HAT GEPINKELT nachdem er aufgenommen hatte. Ich konnte mich noch gerade so zusammenreißen, um nicht loszubrüllen und wer uns kennt weiß ganz genau: DAS HAT ER NOCH NIE GEMACHT!!! Das kostete uns 5 Punkte und die Richterin versicherte uns ohne das Pinkeln wären es glatte 20 gewesen – ärgerlich! Aber was solls.

Die zweite Aufgabe war für uns Station 5 bei Barbara Kuen ebenfalls aus GB. Hier stand auf einem breiten Waldweg in ungefähr 30 m Entfernung ein Schütze. Zuerst sollte man eine kleine Strecke frei Fuß gehen und anschließend fiel eine Markierung mit Schuß nach rechts in den Bestand, hier eine sehr dichte Fichten Dickung. Nach der Freigabe sollte der Hund diese arbeiten und wenn der Hund mit Dummy auf dem Rückweg war, wurde ein weiterer Schuss abgegeben und eine weitere Markierung fiel nach links in einen etwa genauso dichten Bestand. Bones lief sauber am Fuß und hatte das erste Dummy sauber markiert, nachdem er gefunden hatte und auf dem Rückweg war, fiel der zweite Schuss und Bones zuckte noch nichteinmal mit der Wimper, geschweige denn schaute er auch nur aus dem Augewinkel heraus, was hinter ihm passierte. Also blieb mir nichts anderes übrig, als ihn auf die zweite Markierung einzuweisen, da ich ihn in dem dichten Bestand nicht sehen oder handeln konnte, gab ich ihm einfach ein Suchenkommando, als er in der Fläche war. Das Dummy hat er sauber reingebracht, aber das Einweisen und die scheinbar großräumige Suche nach dem zweiten Dummy kostete uns auch hier 5 Punkte. 15 Punkte…

Die Dritte Aufgabe war eine Doppelmarkierung bei Betty Schwieren. Zwei Markierung fielen im Wald an einem Teich. Der Winkel war recht eng und zuerst sollte die rechte Markierung (weg vom Wasser) gearbeitet werden. Hier stellte sich heraus, dass Bones Markierfähigkeit im Wald nicht so prickelnd ist und da ich auch nicht soooo toll markiert habe, konnte ich ihn nicht sauber einweisen und wir verzettelten uns mit sehr viel handling, was uns einige Punkte kostete, so dass wir aus dieser Aufgabe mit lediglich 8 Punkten rausgingen.

Die nächste Aufgabe war ebenfalls eine Doppelmarkierung bei Rita Kökény aus Ungarn. Die erst Markierung fiel hinter einen Hang ans Wasser – man konnte nur die Flugbahn sehen und die zweite Markierung fiel wieder im Wald. Ich entschied mich dazu Bones zuerst an das Wasser zu schicken, denn es machte ordentlich platsch und ich dachte mir, wenn er schwimmen muss und sich schüttelt haben wir’s wenigstens gleich hinter uns :-p Das war allerdings nicht so gut durchdacht… Er hat die erste Markierung sehr sauber gearbeitet und musste sich auch nicht schüttlen, aber durch den Weg ans Wasser und das suchen im hohen Gras hatte er die Markierung im Wald überhaupt nicht mehr auf dem Schirm – ich hätte eigentlich andersherum schicken müssen und wollte mir für diesen Fehler am liebsten selbst in Arsch treten… Ergebnis war hier auch wieder zu häufiges einweisen auf die Zweite Markierung somit blieben auch hier nur 9 Punkte übrig… Frauchen lernt es auch irgendwann!

Die letzte Aufgabe war eine kombinierte Aufgabe bei William Rostron aus GB. Zuerst fiel eine beschossene Markierung im Wald in einer Rückegasse, die Entfernung betrug in Etwa 40 m, danach sollte der Hund nach rechts gedereht werden und zuerst ein Blind arbeiten was in etwa auch soweit entfernt war. Ich war mit meiner Konzentration durch und Bones wohl mindenstens genauso. Das Blind hat er sauber geholt und ich war zufrieden, hatte ich doch schlimmeres Erwartet, da das Gespann vor uns sehr viel handeln musste machte ich mich auf’s schlimmste gefasst, aber es klappte ganz gut. Die Markierung hat er sauber angefangen auszuarbeiten, machte dann aber an der Fallstelle an sich einen kleinen Ausflug und suchte etwas weiträumiger – hier hab ich es wieder vergeigt und satt ihn zügig wieder reinzuholen und in etwa bei der Fallstelle zu halten lies ich ihn zu lange rumsuchen, er hatte das Dummy zwar gefunden und sauber gebracht, aber es kostete uns 8 Punkte und wir konnten die letzte Aufgabe mit 12 Punkten abschließen. William Rostron war sehr freundlich und er bestätigte mir auch, dass ich ihn zu lange habe suchen lassen und ich soll nächstes mal schneller dranbleiben.

Das Endergebnis unserers ersten Workingstest BESTANDEN!!! Mit “nur” 59 Punkten. Wir haben uns wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert und haben nun einige Trainingsanreize für die nächste Zeit. Aber immerhin war unser erster Start in F trotzdem erfolgreich und wir haben bestanden. Mehr wollte ich eigentlich nicht und naja wie es meistens so ist, das Problem hängt eingentlich am anderen Ende der Leine und so gingen die meisten verlorenen Punkte auf meine Kappe.

Der Workingtest war toll organisiert und die Richter alle sehr nett. Sie nahmen sich Zeit für jedes Gespann und erläuterten einem auch am Ende der Aufgaben, was anders hätte laufen sollen oder worauf man in Zukunft achten soll. Die Aufgaben waren allesamt sehr fair gestellt und durchaus lösbar gewesen.

Ich freue mich schon auf unseren nächsten Workingtest – das war ein guter “Einstand”

Hier ein paar Fotos von Bones bei der Aufgabe Nr. 2 bei Rita Kökény.

Herzlichen Dank an Dr. Georg Mittelbach (www.image-fotowelt.de) für die Bilder.

 

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