Schäufele Cup 2015 (Fortgeschrittene)

Am Samstag waren wir in der BZG-Franken zum Training-Workingtest „Schäufele Cup“. Der Schäufele-Cup findet im selben Gelände wie der Workingtest „Stormy Weather“ statt und ich hab schon sooooo viel von dem tollen Gelände gehört, dass ich unbedingt dort auch ‚mal starten wollte. Aber bevor wir uns zu „Stormy-Weather“ anmelden gibt es erstmal einen Probelauf 🙂

Um 4 Uhr aufstehen, 2,5 Stunden Hinfahrt… Maaaaaan war ich k.o. aber es hat sich gelohnt, trotz einer Null (die zuerst gar keine war…)

Aufgabe 1 –  Barabara Reppermund (0 Punkte):

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Man startet auf einem Weg, linker Hand ein Weiher. Nachdem man ein paar Meter gelaufen ist, dreht man sich auf Anweisung nach links mit Blick in Richtung Weiher und am gegenüberliegenden Ufer steht ein Schütze. Es fällt ein Schuss und ein Dummy ins Wasser. Im Anschluss geht man noch ein paar Meter weiter und dreht sich wieder in Richtung See. Nach der Freigabe wird die Wassermarkierung gearbeitet. Wenn der Hund wieder zurück ist, fällt am gegenüberliegendem Ufer ein Schuss und ein Blind ist zu holen.

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Blade hatte beim ersten Durchgang seine eigene Vorstellung vom Fußgehen und blieb immer ein Stück hinter mir um den Überblick zu bewahren. Ich könnte auch die Ausrede nehmen, dass er sich mit dem Nachhängen „selbst diszipliniert“ aber neiiiin: Fußgehen in solchen Situation ist immer noch unser Knackpunkt. Die Aufgabe an sich hat er einwandfrei gearbeitet, die Markierung auf den Punkt und das Blind auch ohne Probleme, aaaaaber er hat sich wieder geschüttelt. (Beim ersten Dummy UND beim zweiten Dummy) nahm es allerdings beide Male wieder von alleine auf. Dort hatten wir beim ersten Mal noch 5 „Gnadenpunkte“ bekommen. Die Aufgabe wurde ganz zum Schluss für uns zwei F-Starter wiederholt, da die Helfer im ersten Durchgang etwas hinderlich standen und die Richterin wollte uns nochmal die Chance geben.

Blade war nach 6 Stunden und 4 fein gearbeiteten Aufgaben eigentlich total durch und so kam es wie es kommen musste: Er machte Blödsinn bei der Abgabe. (Spuckte das Dummy aus um sich zu schütteln, trank erstmal genüsslich Tümpelwasser und brachte dann iiiiiirgendwann das Dummy). Zwar war es eine nette „Stinkefinger“ Aktion, aber shit happens. Wir werden jetzt einige Runden am See verbringen und unseren „Anti-Schütteln-Fresh-Up“ durchziehen 🙂 Immerhin eine postive Sache gab es zum Abschluss, das Fußgehen war deutlich besser als am Morgen beim ersten Durchgang!

 

Aufgabe 2 – Wolfgang Köhler (16 Punkte)

Man steht im Wald auf einem kleinen Plateau. Vor einem auf 12 Uhr stehen zwei Schützen (bin mir nicht mehr sicher ob zwei oder ein Schütze) und rechts von uns steht ein Schütze.
Zuerst fällt eine Markierung mit Schuss im hohen Bogen vom mittleren Schützen nach links ins Tal, in einen sumpfigen Grünstreifen, danach fällt geradeaus eine weitere Markierung. Hund wird zuerst auf die linke Markierung geschickt, wenn der Hund wieder da ist, schießt der rechte Schütze und wirft eine Markierung in einen Grünstreifen, diese ist sofort zu holen. Als letztes soll die mittlere Markierung gearbeitet werden.

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Blade hatte die erste Markierung erstaunlich gut markiert, auch wenn ich dachte, dass er überhaupt keinen Plan hat. Er lief aber in die exakte Richtung und arbeitete sich im Tal zügig in den Wind. Nachdem er aufgenommen hat, verhoffte er kurz und ich gab zur Sicherheit den Hier-Pfiff. Wie sich später herausstellte war da unten „Mädchenpipi“ – guter Bub *toitoitoi* hoffentlich eine Baustelle weniger… 😛

Die zweite Markierung hatte er super markiert und auf die letzte habe ich ihn „auf gut Glück“ geschickt, da ich die Fallstelle überhaupt nicht mehr auf dem Schirm hatte, aber Blade dafür und er holte somit auch das letzte Dummy sauber rein.

 

Aufgabe 3 – Daniel Reichel (17 Punkte)

Man steht im Wald auf einem Plateau, vor uns geht es Hang abwärts und im Tal ist ein kleiner Bachlauf. Dahinter steht ein Schütze, welcher schießt und eine Markierung auf eine Grünfläche wirft. Nach Freigabe darf diese gearbeitet werden. Wenn der Hund wieder da ist fällt ein weiterer Schuss und ein Blind, welches an der Baumwurzel liegt wird im Anschluss gearbeitet.

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Die Markierung hatte Blade gut gearbeitet und kam auch zügig zurück, auf das Blind lies er sich sauber schicken und hielt nahezu die Line (was mich in dem schwierigen Gelände richtig gefreut hat) an der Wurzel musste ich zwei Mal händeln um ihn in den Fallbreich zu bekommen, ansonsten hatte ICH mal nichts zu motzen 🙂
Aufgabe 4 – Karsten Lemke (20 Punkte)
Man steht auf einer schmalen Wiese, vielleicht in etwa 10 Meter breit und 60-70 Meter lang. Auf halber Höhe steht ein Schütze und am Ende der Wiese ein Weiterer.
Der Hund soll vom Startpunkt aus den Wiesenstreifen bis zum Ende durchstöbern und in der Fläche bleiben. Während der Hund buschiert, fällt beim ersten Schützen ein Schuss (wenn der Hund auf seiner Höhe ist). Der Hund soll weiter buschieren bis zum zweiten Schützen. Dort angekommen fällt wieder ein Schuss. Im Anschluss soll der Hund auf Höhe des zweiten Schützen nach links (außer Sicht) geschickt werden, dort soll er ein Dummy finden. Wenn der Hund wieder da ist, soll er auf Höhe des ersten Schützen geschickt werden und nach rechts in eine kleine Freifläche geschickt werden (auch außer Sicht) dort liegt ein weiteres Dummy.
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Diese Aufgabe war der Oberknüller! Während der Richter uns erklärte, was wir zu tun haben, sah man über meinem Kopf wahrscheinlich dutzende Fragezeichen aufleuchten und ich bekam nur knappe „Aha… Okay… Aha…“ laute heraus. Karsten Lemke fragte zwischendurch ob alles ok ist 🙂 und ich dachte mir nur „Wie zum Teufel machen wir das???“
Ich schickte Blade einfach erstmal mit „Such, such“ zum buschieren. Während er also am losstürmen war, ratterte es in meinem Hirnkasten und ich stoppte ich ihn erstmal um meinen Hirnsalat zu ordnen… „Was nun Frau Peter???“ dachte ich nach und es kam die Erleuchtung: Ich gab den Suchenpfiff und um ihn weiter nach hinten zu bekommen stoppte ich ihn und schickte ihn weiter voran und so immer weiter bis er ganz hinten war (der erste Schuss interessierte ihn nur kurz, denn er lies sich sofort wieder auf meinen Suchpfiff ein, nahm die Nase runter und schaltete den Propeller wieder ein) so ackerten wir uns bis nach hinten und am zweiten Schützen bog er nach dem Schuss dann auch selbstständig ins Eck und fand das Dummy.
Auf das zweite Dummy habe ich ihn eingewiesen und auf Höhe des ersten Schützen gestoppt und ihn dann nach rechts geschickt. Alles paletti und ich war am grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Blade hat das sowas von genial gearbeitet, stoppte auf jeden Pfiff und nahm jeden Suchenpfiff umgehend an. Es war wirklich ein Traum und ich bin soooo stolz auf den Bub! Auch vom Richter gab es ein riesen Lob und die Bemerkung „Ihr wart wirklich das beste Team heute – so sollte das aussehen“
Aufgabe 5 – Thomas Leybold (20 Punkte)
Zwei beschossene Blinds. Zuerst wird das rechte Blind beschossen, danach das Linke und in dieser Reihenfolge sollen sie gearbeitet werden. Zuerst rechts, dann links.
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Blade raus – Blade rein – Blade raus – Blade rein 😀 So lief unsere Aufgabe!!! Er hat die Blinds sauber gearbeitet auch wieder die Line erstaunlich schön gehalten, obwohl das Gelände ziemlich knackig war. Beim ersten Zurückkommen wurde ich etwas hibbelig, weil er nicht bei kam, aber der Richter sagte zu mir nur als die Aufgabe herum war: „Was hast Du denn? Geh doch einfach mal gucken, was da ist“ und ja vor uns tat sich ein Steilhang auf, den Blade auf dem Rückweg unbedingt noch erklimmen musste.
FAZIT:
FUSSGEHEN!!! Immer noch und nöcher. In Stresssituationen hängt er immer nach, jetzt müssen wir einen Plan austüfteln und den Fehler von der Festplatte löschen.
Und last but not least WASSER! Es ist nicht so, dass das letztes Jahr um diese Zeit (zur Dummy A) absolut einwandfrei war. Da hat sich was eingeschlichen und zum Glück steht uns der Sommer noch bevor, somit kann sich eine Wassersession nach der anderen aneinanderreihen 🙂
Ansonsten hat er wirklich toll gearbeitet in diesem anspruchsvollen Gelände und die Aufgabe bei Karsten geht in unsere Best-Of-Liste… Schee war’s!
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