Am Ewigen Eis 2015

Vergangenes Wochende bin ich mit Blade beim Ewigen Eis gestartet. Letztes Jahr konnten wir dort bereits einen Platz ergatter, damals allerdings noch in der Anfängerklasse und dieses Jahr hatten wir uns in die Fortgeschrittene Klasse getraut.

Es war ein rundum gelungener Workingtest, auch wenn es deutlich zu warm war, aber dank „Cooling Coat“ und Waldschatten haben wir den Vormittag gut meistern können und bestanden unseren ersten „offiziellen“ F-Workingtest mit „gut“ und 90 von 120 Punkten. Ich bin super stolz auf Blade, auch wenn er bei den letzten beiden Aufgaben ziemlich fertig war und die Dummies „ungewohnt unordenlich“ 😉 trug, hat er alles in allem die Aufgaben super gemeistert, auch wenn bei der ein oder anderen Aufgabe ICH das Problem war… Aber auch mir war’s zu warm 😛

Unsere Gruppe war super entspannt und wir konnten wieder einige neue, nette Bekanntschaften schließen und nette Gespräche führen (alleine dafür lohnt der WT-Start schon).

 

Aufgabe 1 – Jürgen Laux (19 Punkte)

 

Man startet auf einem Waldtrampelpfad. Der Richter erklärt zuerst nur, dass wir nun einen kurzen Walk-Up machen und „etwas“ passiert. Man sollte selbständig gut aufpassen wo und ob etwas fällt. Nach dem Walk-Up erklärt er welches Dummy geholt wird.
Nach einem kurzen Walk-Up fiel hinter uns – kurz nachdem „Fasan!!!!“ gerufen wurde – ein Schuss und ein Dummy nach links hinter uns in den Bestand. Der Hund sollte möglichst selbstständig schauen und markieren.
Dann ging es direkt weiter und vor uns auf etwa 14 Uhr fiel nach einem „Entengequäke“ ein weiterer Schuss und ein Dummy. Flugbahnen waren jeweils nur kurz zu sehen und Hund und Hundeführer mussten schon gut aufpassen.
Zuerst wurde der „Fasan“ gearbeitet, dann die „Ente“.

Aufgabe 1

Blades Fußarbeit war – für unsere Verhältnisse (wer fleißig hier liest erinnert sich vielleicht!!!) – erstaunlich gut, bis auf den ein oder anderen kurzen Nachhänger blieb er sauber am Fuß und korrigierte sich wunderbar selbst. Auch wenn ich bei dieser Aufgabe geistig nicht anwesend war, war Blade voll dabei! Er dreht sich ohne meine Hilfe einfach nach hinten um, als der erst Schuss fiel und markierte das Dummy punktgenau. Beim weiterlaufen schloss er selbständing auf und markierte das zweite Dummy ebenfalls punktgenau. Ich hatte weder beim ersten noch beim zweiten Dummy markiert geschweige denn die ungefähre Richtung drinnen. Aber dafür hab ich ja einen Hund *lol*

 

Aufgabe 2 – Thano Keller (15 Punkte)

 

Man steht auf einer Waldlichtung. Der Richter erklärt zunächst, dass wir uns heute auf einer Niederwildjagd befinden und links im Wald ein Treiben stattfindet und wir gut aufpassen sollen, was passiert. Im Anschluss würde er weiter erklären. Während dem Treiben kam ein Treiber ein Stück aus dem Wald auf die Lichtung und schoss an das andere Ende der Lichtung.
Während dem Treiben fiel eine ziemlich schlecht zu sehende Markierung im Wald.
Im Anschluss an das Treiben erklärte der Richter, dass am Ende der Lichtung (ca. 60 Meter) ein Blind „Hase“ zu holen sei.
Zuerst sollte das Bind, danach die Markierung gearbeitet werden.

Thano Keller Aufgabe 2

 

Das war unsere Vorletzte Aufgabe und hier habe ich dann einfach gemerkt, dass Blade richtig durch war. Bei Treiben war er zuerst schon gespannt und schaute aufmerksam, aber nach einem kurzen Moment war es dann auch rum und er schaute in der Weltgeschichte herum. Ganz nach dem Motto „zu den Hopp-Hopp Rufen darf ich eh nie hin…“ Ein bisschen war es auch unser Glück, denn so bekam er nicht mit, dass 10 Meter vor uns sein Hassfeind über die Wiese schlich – ein EICHHÖRNCHEN!!!!! Während der Richter die Aufgabe erklärte betete ich also, dass er „das Eichkatzi“ nicht doch noch mitbekommt und so war es dann zum Glück auch. Beim Blind musste er natürlich über die Spur drüber und an der Stelle riss es ihn auch sofort um „WAS? WO? WIE? EICHKATZI?????“ er lies sich allerdings sehr artig stoppen und auf’s Blind schicken. Sicherlich mit ein paar Pfiffen zuviel, aber immerhin 😉  Der Rückweg fiel ziemlich langsam aus und hier merkte ich ihm die Hitze deutlich an und war froh, dass wir es bald geschafft hatten.

 

Aufgabe 3 – Herwig Deutinger (10 Punkte)

Man steht etwa 30 Meter vor einem kleinen Graben, dahinter kommt nach etwa 70 Metern eine Hecke mit einer kleinen „Bucht“ mit totem Gras. Links von der Bucht stehen einige Helfer (etwa 10-15 Meter weg von der Einbuchtung) und einer schießt grob in die Richtung der Bucht. Dort ist ein Blind zu holen. Gesamtentfernung vom Ansetzpunkt etwa 100 Meter.

Herwig Deutinger Aufgabe 3

 

Diese Aufgabe war ein klassicher Fall von „Wie stürze ich meinen Hund am besten ins Unglück – Anleitung und Ausführug Teil I“. Während der Richter die Aufgabe erklärte, wähnte ich uns ziemlich sicher, DAS können wir locker 😛 Is‘ klar… Nachdem der Schuss fiel und die Freigabe erfolge richtetete ich Blade aus und schickte ihn mit Voran auf die Reise und da begann das Unheil. Ich schaute meinem Hund in aller Seelenruhe zu, wie er kurz vor’m Grabe scharf rechts abbog, mit der Nase im Wind. … 99, 100, 101, 102, 103… „Schei**!!!!!“ Schaltete mein Hirn endlich und ich pustete in die Pfeife was das Zeug hielt *lol* „Na super“ dachte ich mir „… jetzt ist er schon quasi über’n Jordan“ und die wilde Händelei fing an. Er nahm die Richtungen sauber an, unser Glück. Denn so weit wie er vom Dummy weg war, war seine Lenkbarkeit unsere Rettung… Wir brachten das Dummy nach Hause. Immerhin hat Blade bei dieser Aufgabe gezeigt, dass er lenkbar ist und Frauchen weiß nun: auch ein popeliges beschossenes Blind, kann einem zum Verhängnis werden 🙂

 

Aufgabe 4 – Jürgen Laux (19 Punkte)

Man steht auf einem Waldtrampelpfad und auf etwa 60 Meter vor uns ist eine Lichtung zu erkenne, auf der ein Schütze steht. Nach Aufforderung des Richters leint man den Hund ab und der Schütze geradeaus schießt einmal.
Dann sollte man sich um 90 Grad nach links drehen und danach erklärte der Richter die Aufgabe. Vor uns kam auf etwa 15 Meter ein kleiner Wall im Bestand in diesem sollte man den Hund suchen lassen dort irgendwo war ein Dummy zu finden. Fläche: ca. 10-15 Meter lang und 2-3 Meter breit.
Im Anschluss drehte man sich wieder zurück und der Richter erklärte das kurz vor der Lichtung ein Dummy auf dem Weg zu holen sei.
Während der Hund auf dem Weg zum Blind ist, wird auf halber Strecke rechts im Wald geschossen, der Hund sollte aber weiter geradeaus laufen und das Blind holen.

Aufgabe 4

 

Aufgabe 4 (suche)

Auch hier galt, wie so oft an dem Tag „Hund anwesend, Frauchen eher nicht“. Als ich ihn in die Suche schickte fing er sofort sauber an am Wall zu suchen und hielt sich ziemlich kleinräumig. Als er mit dem Kopf runter ging, habe ich zu spät geschaltet und gab den Stopppfiff und wollte ihn weiter schicken, als ich bemerkt, dass er breits aufgenommen hat. Er schaute mich ein wenig verzweifelt an und ich gab erleichtert den Doppelpfiff und entschuldigte mich innerlich tausen Mal bei ihm. Auf das Blind lies er sich einwandfrei schicken. Als der Schuss fiel, blieb er kurz stehen, lies sich aber mit einem Kommando anstandslos weiter schicken.

Aufgabe 5 – Thano Keller (15 Punkte)

Wieder „eine Niederwildjagd“ und der Richter erklärt im Anschluss an die Schüsse was gearbeitet wird. Vom Startpunkt aus gesesehen fällt auf 13 Uhr ein Schuss und ein Dummy in eine kleine Dickung, danach ein Schuss ohne Dummy auf etwa 10 Uhr.
Danach dreht man sich um 90 Grad nach links und der Hund soll auf ein Blind, welches in den Brombeeren liegt geschickt werden, im Anschluss sollte die Markierung gearbeitet werden.

Thano Keller Aufgabe 5

 

Thano Keller Aufgabe 5 2.Dummy

Unsere letzte Aufgabe an dem Tag. Blade hatte die Fallstelle des ersten Dummies punktgenau markiert, aber so kaputt wie er war, hatte er keine allzu große Lust mehr in die Brombeeren zu krabbeln und auch beim Blind fand er es überflüssig durch die Brombeeren zu gehen und suchte nach einem besseren Weg 😉 hier musste ich nochmal ordenltich helfen, aber wir wollte nur noch bestehen und es hat tatsächlich geklappt!!!

 

Aufgabe 6 – Herwig Deutinger (12 Punkte)

Doppelmark. Zuerst fiel die rechte Markierung (Entfernung ca. 50 Meter), gut zu sehen in den Graben, danach fiel die linke Markierung (Entfernung ca. 70 Meter) hinter den Graben auf die offene Wiese. Reihenfolge egal, allerdings musste der Hundeführer vorher ansagen welche der Hund zuerst holt.

Herwig Deutinger Aufgabe 6

 

Ich entschied mich dafür, dass Blade das weite, zuletzt geworfene Dummy als erstes arbeitet, da die erste Markierung sehr markant in den Graben fiel und die zweite auf die offene Wiese und dazu die Fallstelle – aus unserer Sicht – hinter dem Baum lag. Die Richtung beim weiten Mark hatte er sauber gearbeitet und den Graben sauber überquert. Auf der anderen Seite musste ich ihm dann mit zwei Richtungsweisungen helfen. Das zweite Dummy hat er auf den Punkt gehabt. Da Blade sich bei solchen Aufgaben nicht immer sauber am Bein mitdreht, habe ich ihn von vorn herein so hingesetzt, dass er beide Markierungen gut sehen kann und habe ihm mit einem jeweiligen Richtungszeig vor den Würfen und dann beim schicken „geholfen“. Das hat dem Richter nicht gefallen und daher auch der meiste Punktabzug deswegen.

 

Summa summarum 90 von 120 Punkten und einiges dazu gelernt 🙂 es war ein toll organisiereter WT (wie auch schon letztes Jahr) und ich freue mich schon auf „Am Ewigen Eis 2016“!!!

Ein paar Fotos von Blade beim diesjährigen „Ewigen Eis“ habe ich in der Galerie der BZG entdeckt und danke Tobi Wilkinson und Sandra Wolf für die Fotos!!!

*Blade bei Herwig Deutinger während Aufgabe 3 – „Frauchen wo lang jetzt???“*

twb_7418

 

 

*Kurz vor unserer letzten Aufgabe – nochmal gut zureden*

 

 

ee_2015_(31)

 

*Nach der Aufgabe ein glückliches Frauchen :-)*

ee_2015_(9)

One Comment

  1. Margit & Peter Hopf

    Hallo Dani,
    Deine Beschreibun,g ergänzt mit sehr guten Bildern von Deiner Teilnahme mit Deinem Blade an diesem Workingtest haben uns sehr gut gefallen.
    Herzlichen Glückwunsch!
    Margit & Peter Hopf
    P.S.: Knutsch Blade

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