Newcomer Trophy 2015

Wir waren dabei!!!

Blade hat sich bereits letztes Jahr für die Newcomer Trophy (NCT) qualifiziert, indem wir im August 2014 einen WT-A mit „sehr gut“ bestanden hatten. Letztes Jahr konnten wir leider nicht zur NCT fahren, da ich arbeiten musste, aber 2015 hatte ich fest eingeplant. Denn hey, wann startet schonmal ein Chessie bei der NCT?!?!!? Also war’s quasi verpflichtend und stellvertretend für alle arbeitenden Chessies 😉

Pünktlich zum Meldebeginn hab ich gemeldet und dazwischen war einige Zeit vergangen, ehe es sich herausstellte, dass ich nun leider doch an diesem Tag arbeiten musste. Alsohab ich ziemlich bedröppelt abgesagt und mich damit abgefunden, dass die NCT ohne uns stattfindet. 6 Tage vorher kam dann alles ganz anders und ich konnte doch, also schnell die Sonderleitung informiert und gehofft, dass aus unserem Start doch noch was wird. Wir hatten das nötige Glück und eine wunderbare Sonderleiterin, die ohne umschweife unseren Startplatz wieder für uns parat hatte!!! Yieeehawwww. Meine Freude war groß, ehe mir zwei Tage vorher der Arsch auf Grundeis ging…

Ich haderte mit mir. Soll ich? Soll ich nicht? Knappe 400km einfache Fahrt. Morgens hin, Abends zurück. Durchfallen wollte ich nicht (wenn schon, dann packt mich auch der Ehrgeiz und den Eintrag „NCT’15“ hätte ich dann schon gern sicher, ist ja schließlich kein einfacher WT :-P) Nachdem Blade sich dann Freitag auch noch am Auge verletzt hatte, nachdem er einen Brennnessel-Verhau auf links drehen wollte, war für mich klar: WIR FAHREN NICHT!!! Gerade in diesem Moment kam von Niko die Nachricht, ob ich „verwendung für einen Fotografen und Begleiter hätte“. Die Aussicht darauf den Tag nicht alleine in der Wartezone zu verbringen, war natürlich sehr verlockend und mit ein wenig Überredungskunst, gelang es ihm mich doch noch dazu zu bewegen, nach Holdorf zu fahren! Also ab und Tasche packen und Blades Auge verarzten, denn Freitag abend musste ich schließlich noch eine Runde arbeiten, bevor ich „schnell schlafen“ musste, damit ich um 3 Uhr wach und einigermaßen fit bin 🙂

So klingelte Samstag früh der Wecker um 3 Uhr und nach einem kurzen Gesundheitscheck, stellte sich heraus, Blades Auge ist einsatzbereit und um 4 Uhr saßen Blädi and me im Auto auf dem Weg nach Holdorf. Ich muss bekloppt sein, dachte ich bei der Fahrt regelmäßig, während ich auf’s Navi lunzte um zu sehen wie weit wir noch haben.

Pünktlich um halb acht kam ich auf Gut Ihorst an. Niko erwartete mich bereits und auch Elli war zum helfen da. Schonmal zwei Chessieleute, das hat mich gefreut!!! Nichts desto trotz änderte es nichts an der Tatsache, dass ich bei solchen Events ein nervliches Wrack bin und frühestens nach der ersten Aufgabe wieder ein normales Wort herausbekomme 🙂 Nachdem ich unsere Unterlagen abgegeben hatte und meine Startnummer entgegennahm, durft Blade kurz flitzen und sich lösen. Mit einem 100% aufgeladenen Chessieakku, sollte man nicht unbedingt in die erste Aufgabe gehen!!!

Nach der Begrüßung sattelten wir die Hühner und rund 80(!!!!!!) Teams machten sich auf den Weg zu ihren Stationen.

Wir waren mit Startnummer 32 in Gruppe zwei und bei uns ging es an Station 2 los:

Aufgabe 2 – Michael Brühl (15 Punkte)

Von einem Waldweg aus startet man frei bei Fuß auf einem Trampelpfad durch einen lichten Wald. Linker Hand dichter Bodenbewuchs, rechts stehen Schütze und Werfer, an welchen man vorbeigeht an das andere Ende. Dort angekommen dreht man sich wieder um 180Grad, so dass man die Schützen im Blick hat. Daraufhin fällt ein Schuss ohne dass etwas passiert und im Anschluss fällt ein weiterer Schuss und ein Dummy vom Helfer aus nach rechts in den grünen Bewuchs. Danach dreht man sich nach rechts zum Suchengebiet und der Hund muss zuerst ein Dummy aus der Suchenfläche holen und im Anschluss die Markierung arbeiten.

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Nach fast einer Stunde Wartezeit (16 Hunde pro Gruppe und wir waren die Letzten) ging es für uns endlich los. Blade lief „einigermaßen“ artig Fuß. Bis auf den ein oder anderen Bodenkontakt mit der Nase während des Walk-Ups. Am Startpunkt angekommen, drehten wir uns wieder herum und er hat die Helfer schon fest im Blick gehabt, diese Verknüpfung ist schonmal gelungen. Zu weiteren Verknüfungen später mehr. Nachdem beide Schüsse und das Mark gefallen waren richteten wir uns auf den „Tunnel“ aus und ich schickte ihn mit Voran in das Suchengebiet. Da er etwas zu weit nach links ausdriftete, musste ich ihn zweimal hereinholen, damit er nicht doch noch über die Markierung stolpert und diese bringt. Er fand das Dummy zügig und brachte es ein wenig schlampig zurück, was uns natürlich Punkte kostete. Das Mark hatte er nahezu auf den Punkt und somit hatten wir unsere erste Aufgabe mit 15 Punkten in der Tasche.

Aufgabe 3 – Keld Jorgensen (10 Punkte)

Man steht auf einem Feldweg. Von dort aus läuft man frei bei Fuß in Richtung eines Rübenackers. Linker Hand stehen Schütze und Werfer vor einem Maisfeld. Rechts am Rübenacker steht ebenfalls ein Schütze und Werfer.
Während man läuft fallen rechts und links jeweils ein Schuss, ohne dass etwas passiert. Am Ansetzpunkt angekommen fällt nun links eine Markierung mit Schuss und danach rechts. Zuerst soll das linke Mark, dann das Rechte gearbeitet werden.

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Fußgehen ohne, dass etwas passiert ist nicht Blades stärke, wie sich bei dieser Aufgabe herausstellte. Nachdem ich ihn abgeleint hatte und wir losgegangen waren, trottete er etwas lustlos neben mir her und hing ein bisschen nach. Ich beschloss es einfach zu ignorieren. Als der erste Schuss fiel, war er plötzlich hellwach und in absolut korrekter Fußpostion neben mir 🙂 so schnell kann’s gehen (und da ist schon die nächste Verknüpfung. Zum Glück ist er zu 99% steady und der Schuss führt nur dazu, dass er aufmerksam aufschließt :-p )  Von da an lief er einwandfrei die letzten Meter und am Ansetzpunkt angekommen lies er sich nach rechts ausrichten um das Dummy zu markieren und auch anstandslos nach links um das Zweite zu markieren. Ich habe GETRÄUMT. Weder hatte ich aufgepasst noch mir gemerkt wo sie lagen, geschweige denn wie weit die Dummies waren. Ich schickte Blade nach der Freigabe das erste Dummy holen, welches er auch sauber auf den Punkt hatte. Vor uns war ein kleiner Graben und den nahm er auf dem Hinweg natürlich mit voller Chessiepower voraus im Hochsprung. Zurück wollte er dann elegant durch den Graben, leider fiel ihm dann auf, dass dort Brombeeren sind. Das führte natürlich dazu, dass er etwas staksig den Rückweg antrat 🙂 kleine Mimose… Das zweite Mark hatte er von der Richtung her relativ ordentlich, allerdings war er viel zu weit, die Entfernung betrug knappe 30 Meter. Also holte ich ihn zurück und stoppte ihn in komplett falscher Höhe und gab den Suchenpfiff an einer ganz anderen Stelle!!! „Mein Gott was tust du da?!?!“ dachte ich mir. Also kurzen Gehirnausfall behoben, mich besonnen und nachgedacht: „Werfer = höhe des Dummies“ HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!! Dort lag es dann auch und Blade fand – nachdem ich ihn einige Male falsch dirigiert hatte – doch noch zum Dummy. Das alles kostete uns einiges an Punkten. Sehr schade, für eine scheinbar simple Aufgabe.

Aufgabe 4 – Boye Rasmussen (20 Punkte)

Man steht auf einem Kartoffelacker. Auf ca. 60 Meter stehen Schütze und Treiber welche einen Wiesenstreifen, nach dem Acker, von rechts nach links durchtreiben. Nach dem ersten Schuss fällt ein Dummy auf 60 Meter, das Treiben geht weiter. Am Ende fällt ein weiterer Schuss an einer anderen Stelle ohne dass was passiert. Auf die Freigabe hin soll der Hund das Dummy holen, wenn er wieder da ist fällt nun ein weiterer Schuss und ein Dummy.

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Hier gibt’s eigentlich nicht viel zu sagen (die Punkte sprechen für sich 🙂 tschakkaaaa) das war eine Aufgabe ganz nach Blädis Geschmack. Ordentliche Distanz, so dass die Chessieläufe mal in den Galopp kommen und ein bisschen Aktion! Blade sah sich das Treiben absolut entspannt an und legte eine derartige Coolnes an den Tag, dass ich schon zweifel hatte er hätte den Ernst der Lage nicht begriffen 🙂 Als das Mark fiel zeigte ich kurz in die Richtung und er war wieder voll wach. Nach der Freigabe flitzte das Tierchen los und hatte das Mark auf den Punkt. Ich lies ihn direkt einparken, so dass er das zweite Dummy direkt markieren konnte und auch dieses hatte er exakt markiert <3 Die Pfeiffe kam kein einziges Mal zum Einsatz und somit hatten wir in dieser Aufgabe zeigen können, was er drauf hat 🙂 Ich hatte mich in der Wartezone schon zurechtgemacht (Weiße Ärmel raus usw.) da viele Teams vor uns in dieser Aufgabe sehr viel handeln mussten. Alles für die Katz‘ – zum Glück!!! Feiner Bub.

Aufgabe 5 – Felizitas Latendorf (16 Punkte)

Teamaufgabe. Man kommt an den Startpunkt. Das Team mit der niedrigeren Startnummer nach rechts. Das mit der höheren nach links. Nachdem man die Hunde abgeleint hat, beginnt ein Treiben etwa zwei Meter vor den Teams. Während dem Treiben werden mehrere Kaninchenfelldummies langsam über den Boden gezogen und „darauf geschossen“. Nach dem Treiben muss das linke Team nach hinten weg und den Hund hinter einem Wall ablegen. Danach muss das rechte Team sich um 90 Grad nach rechts drehen und es fällt eine Markierung in einen relativ offenen Wald.
Wenn der Hund gebracht hat, muss dieser in die Ablage und das zweite Team arbeitet die Markierung ebenfalls.

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Als wir von Aufgabe 3 zu den beiden Stationen von Aufgabe 4 und 5 kamen, ging plötzlich alles ganz schnell. Eine andere Gruppe war schon bei Aufgabe 4 zugange und bei Aufgabe 5 gab es einen Leerlauf, also sollte ich mir einen neuen Teampartner suchen (das Team mit der Startnummer 31 hatte die Aufgabe bereits mit jemand anderem gearbeitet) und Aufgabe 5 zuerst arbeiten. Ein Teampartner war schnell gefunden. Barbara Reppermund mit ihrem Goldenrüden Mailo war auch noch auf der Suche nach einem Teampartner und so machten wir kurzerhand Nägel mit Köpfen. Auf dem Weg zur Aufgabe hab ich Blade noch kurz daran erinnert, dass er nun nicht den „Dirty Dancing Hund“ raushängen lassen muss, nach dem Motto „Mein Tanzbreich, dein Tanzbereich“ und eventuelles geprolle unserem Teampartner gegenüber jetzt fehl am Platz ist und er sich auf seine Arbeit besinnen soll 😉 (übrigens danke Niko für die Umschreibung „Dirty-Dancing-Hund“: Blade, die kleine Jennifer Gray. Ich muss jetzt immer laut lachen wenn das Lied läuft!!!)

Die Aufgabe war wahnsinnig spannend. Das Treiben war VERDAMMT nah und diese Felldummies VERDAMMT spannend. Ich hab eigentich nur darauf gewartet, dass Blade mit einem Mäuselsprung auf die Dummies springt und sie dem Helfer entreisst *Kopfkino an*. Dem war so nicht und ich war echt baff, wieeeeee artig er neben mir saß!!!!! Der Hals wurde zwischendurch zwar immer länger, aber ansonsten machte er keinerlei Anstalten einzuspringen. Nachdem das zweiten Team in die Ablage verschwand, drehten wir uns nach rechts und die Markierung für Blade fiel. Er nahm zwar nicht die Ideallinie zum Dummy, hatte dafür aber den Fallbereich super auf dem Schirm! Nachdem er das Dummy heimgebracht hat, verkrümelten wir uns in die Ablage. Hier haben wir wohl dann auch die meisten Punkte verloren, denn Ablegen wollte er sich partout nicht, lieber sitzen! Nach dem ein oder anderen Kommando mehr, hat er sich dann endlich hingelegt und blieb dann auch artig dort…

 

Aufgabe 1 – Danny Frazer (16 Punkte)

Man steht auf einem Feldweg und wartet auf den Richter, daraufhin wird man von ihm abgeholt und der Hund soll abgeleint werden und man geht einen Trampelpfad entlang bei Fuß. Währenddessen wird links von einem zwei Mal geschossen, man soll allerdings erst auf Anweisung stehen bleiben. Etwa 10 Meter vor einem Wassereinstieg bleibt man stehen und dreht sich nach links mit Blick auf eine kleine Schneise. Nun erklärt der Richter, dass er ein Dummy aus der benannten Suchenfläche möchte. Man wurde darauf aufmerksam gemacht den Hund NICHT zu handeln (außer natürlich es wird nötig) der Richter betonte er möchte den Hund selbständig arbeiten sehen. Wenn diese Arbeit beendet ist geht man ein paar Meter nach rechts zu einem weiteren Wassereinstieg (man durfte den Hund zwischenzeitlich anleinen) und dort fällt auf einen Schuss hin eine Wassermarkierung auf die – hinter einer Inselzunge liegende – Wasserfläche. Nur die Schützen und ein kleiner Teil der Flugbahn waren zu sehen, die Fallstelle nicht.

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Unsere letzte Aufgabe… Ich war echt aufgerergt! Alles lief bis hierhin relativ gut, wir waren noch im Rennen und nur noch einen Druchgang entfernt davon die Newcomer Trophy 2015 zu bestehen!!! Natürlich hatte ich mit der Zeit schon mitbekommen, dass bei dieser Aufgabe Wasser im Spiel war und wer Blade kennt, der kennt auch seine ausgeprägte Affinität zum Wasser *lol* Ich versuchte mich locker zu machen und Blade so gut es geht „herunterzufahren“. Als wir dran waren, sah ich seinem Riechkolben an, dass er das Wasser zu 100% in der Nase hat. Das führte wiederrum dazu, dass er einwandfrei bei Fuß lief 🙂 am Suchengebiet angekommen, erklärt Danny dass er den Hund gefälligst selbstständig arbeiten sehen will. „Okay“ dachte ich mir „wenn er was kann, dann DAS!“ Blade hatte auch prompt das Dummy gefunden und auf dem Rückweg machte er einen halben Meter vor mir eine kleine Kehrtwende nach rechts in Richtung WASSER!!!!! Doppelpfiff und er gab das Dummy schnell ab, allerdings das Wasser fest im Blick. Das war natürlich nicht so schön.

Nachdem dieser Teil beendet war ging es ein paar Meter weiter und ich entschloss mich ihn an die Leine zu nehmen (sicher ist sicher und der Richter bewertete den Weg zum Wassereinstieg nicht, somit durften man die Hunde anleinen). Am Ufer angekommen fiel auch schon die Markierung und wir hörten lediglich ein lautes Platschen. Auf die Freigabe hin nahm Blade die Brücke und gegenüber hörte man nur, wie er im Wasser landete. Mir kam es vor wie eine Eeeeewigkeit und ich dachte, er schwimmt muntere kreise auf der anderen Seite (man konnte die Hunde nicht sehen, aber es war wohl eine gute Strecke zu schwimmen). Gerade als ich anfing Panik zu schieben kam die Hand vom Helfer, er hat aufgenommen!!! Yieeeeehawwww!!! Jetzt nur noch ohne schütteln abgeben und das Ding ist uns! Er kam auch wieder über die Brücke zurück (was Punktabzug gab) und lieferte mir das letzte Dummy des Tages sauber in die Hand ab! Nachdem ich ihn angeleint hatte musst ich erstmal einen Jubel loslassen: NEWCOMER TROPHY 2015 check!!!!!!

 

Im Nachhinein bin ich wirklich überglücklich, dass wir doch noch gefahren sind und dieses tolle Event miterleben durften. Blade hat fein gearbeitet, wenn es darum ging ZU ARBEITEN. Fußgehen ohne action findet er nach wie vor überflüssig 🙂 und daran müssen wir tüfteln. Bewiesen hat er defitniv, dass auch ein Treiben vor seiner Nase inklusive Felldummies, die in Zeitlupe über den Boden hüpfen, ihm zwar alles abverlangen, aber er das durchaus aushalten kann! Mit der Newcomer Trophy 2015 verabschieden wir uns für dieses Jahr aus der WT-Szene und freuen uns auf einige Jagden im kommenden Herbst und Winter.

Vielen Dank an Elli Lange für das schöne Erinnerungsfoto von Blade <3

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Und dann gibt’s da natürlich noch jede Menge Fotos die Nikolai Ahlbrecht an dem Tag gemacht hat! Vielen Dank Niko, für’s begleiten, mitfiebern und knipsen!!!

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